International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epaselect epa05244063 People gather during a protest on Austurvollur Square in front of the Icelandic Parliament in Reykjavic, Iceland, 04 April 2016, calling for the resignation of Prime Minister Sigmundur David Gunnlaugson. Gunnlaugson is one of the allegedly involved as millions of leaked documents published on 03 April 2016 suggest that 140 politicians and officials from around the globe, including 72 former and current world leaders, have connections with secret 'offshore' companies to escape tax scrutiny in their countries. The leak involves 11.5 million documents from one of the world's largest offshore law firms, Mossack Fonseca, based in Panama. The investigation dubbed 'The Panama Papers' was undertaken and headed by German newspaper Sueddeutsche Zeitung and Washington-based International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ), with the collaboration of reporters from more than 100 media outlets in 78 countries around the world.  EPA/BIRGIR POR HARDARSON ICELAND OUT

Proteste in Reykjavik gegen den Regierungschef.
Bild: EPA/KJARNINN MEDIA

Panama Papers: Zehntausende Menschen fordern Rücktritt von Islands Regierungschef



Durch die Enthüllungen aus den Panama Papers über Geheimkonten im Ausland ist Islands Regierungschef David Sigmundur Gunnlaugsson am Montag massiv unter Druck geraten. Zehntausende Menschen zogen am Abend vor das Parlament in Reykjavik und forderten seinen Rücktritt.

«Übernehmen Sie ihre Verantwortung», stand auf vielen Plakaten. Die Opposition beantragte ein Misstrauensvotum im Parlament.

Laut den vom internationalen Recherchenetzwerk ICIJ veröffentlichten Panama Papers der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca hat Gunnlaugsson vor neun Jahren mit seiner künftigen Frau auf den britischen Jungferninseln eine Briefkastenfirma gegründet und dort Millionen Euro geparkt.

abspielen

Ertappt! Der isländische Premier wird auf die Offshore-Firma in Panama angesprochen. 
YouTube/nukar

Ende 2009 überschrieb er seiner Partnerin für einen symbolischen Dollar seinen ganzen Anteil. Er war aber schon Mitte des Jahres ins Parlament eingezogen und hatte dabei sein Vermögen unterschlagen.

Der Ministerpräsident der rechtsliberalen Fortschrittspartei lehnte einen Rücktritt am Montag ab und bestritt die Absicht, Steuern zu hinterziehen. Er habe das Vermögen damals verheimlicht, damit der Reichtum seiner Frau im Wahlkampf nicht zum Thema werde, beteuerte er im Parlament.

Nach Angaben der Polizei protestierten am Montag mehr Menschen als nach dem Bekanntwerden der massiven Aufsichtspannen bei der schweren Bankenkrise 2009, die das Land kurz zuvor in den Ruin getrieben hatte. Wann im Parlament über den Misstrauensantrag abgestimmt wird, war am Montag noch offen. (sda/afp)

Panama Papers

«In unseren Investigativraum kam nicht mal die Putzfrau rein» – Datenjournalistin Vanessa Wormer über die Panama Papers

Link zum Artikel

So also sieht eine Briefkastenfirma in Panama aus

Link zum Artikel

Offshore-Insider Elmer zu Gast bei Schawinski: 7 Erkenntnisse aus der gestrigen Panama-Talkshow

Link zum Artikel

Warum gerade Panama? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Mega-Datenleck

Link zum Artikel

Panama Papers für Dummies: Offshore-Banking ist wie ein 5-Jähriger, der sein Sparschwein vor seiner Mami versteckt

Link zum Artikel

Die Professorin, die Putin schon vor zwei Jahren entlarvte

Link zum Artikel

Panama Papers: Das grösste Datenleck aller Zeiten enthüllt die Geheimnisse schmutzigen Geldes

Link zum Artikel

Deshalb sind die Panama Papers so wichtig: Video zeigt Opfer des Offshore-Business

Link zum Artikel

«Wir wurden gehackt. Das ist ein Verbrechen»: Riesiges Leak zu Briefkastenfirmen auf Panama

Link zum Artikel

Panama Papers: Und was hat das mit der Schweiz zu tun?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Rohdaten der «Panama Papers»: Mindestens 38'000 Offshore-Firmen aus der Schweiz

Berichte über Hunderttausende Briefkastenfirmen haben die globale Finanzwelt erschüttert. Nun hat das Internationale Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) die Rohdaten zu den «Panama Papers» veröffentlicht.

Die Gruppe stellte am Montagabend eine interaktive Datenbank mit Informationen über Firmen, Treuhandfonds und Stiftungen in 21 Steueroasen online.

«Es ist wahrscheinlich die grösste Datenbank über geheime Offshore-Firmen und die Hintermänner, die je veröffentlicht wurde», teilte …

Artikel lesen
Link zum Artikel