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Dieser Mann hat Angst, weiter den Strassen nachzulaufen. Er möge keine Todesopfer mehr sehen, sagt er. Screenshot 

Verheerende Waldbrände: «Ich weiss nicht, wo mein Sohn ist»

Viele Portugiesen in der Region der Waldbrände mussten flüchten und um ihre Liebsten bangen. Auf den sozialen Medien ist die Anteilnahme gross. 



«Ein Drittel unserer Dorfbevölkerung ist gestorben», schluchzend erzählt ein Mann in den portugiesischen Medien von der grössten Tragödie seines Lebens. Das Dorf, in dem er wohnt, zähle eigentlich 30 Einwohner. Nun hätten er und weitere Männer der Gemeinde aber 10 leblose Körper aufgefunden. Immer wieder stockt seine Stimme. Er sagt: «Wir haben Angst weiter den Strassen lang zu laufen, Angst davor, auf weitere Opfer zu stossen.» 

(Video auf portugiesisch)

Der Mann mit der beigen Mütze im unteren Video ist bestürzt: «Meine Tochter liegt mit Verbrennungen im Spital in Coimbra. Und ich weiss nicht, wo mein Sohn ist!»

(Video auf portugiesisch)

Viele weitere Betroffene erzählen in den portugiesischen Medien, dass sie aus ihren Häusern flüchten mussten, «in Todesangst». Sie wüssten bis jetzt nicht, was schlussendlich mit ihrem zu Hause passiert sei. 

Die Geschehnisse in Portugal gehen vielen Menschen nahe. Auf Twitter teilen zahlreiche User den Betroffenen ihre Anteilnahme mit. 

«Ich wünsche meinen Kollegen in Portugal viel Kraft. Das ist schlimm!»

«Ich bin schockiert. Das ist so traurig.»

«Es ist herzzerreissend. Eine Tragödie.»

Das Feuer war am Samstagnachmittag nahe der Ortschaft Pedrógão Grande ausgebrochen und hatte sich mit rasender Geschwindigkeit in vier Richtungen ausgebreitet. Viele Menschen starben einen qualvollen Tod, als sie mit dem Auto vor den Flammen fliehen wollten.

Rund 900 Feuerwehrleute kämpften am Sonntag im Zentrum des Landes gegen den Brand. Als mögliche Ursache der Feuersbrunst vermutete die Regierung Blitzeinschläge infolge von Trockengewittern. (kün)

Video: reuters

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