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Forderte Politikerinnen der oppositionellen Demokraten zur Rückkehr in die Herkunftsländer ihrer Familien auf: US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)

Donald Trump: Der US-Präsident ist weiterhin auf Konfrontationskurs. Bild: AP

Trump legt bei rassistischen Attacken nach – «völlig inakzeptabel», meint Theresa May



Einen Tag nach seinen von der Opposition als rassistisch verurteilten Attacken auf US-Politikerinnen hat US-Präsident Donald Trump nachgelegt: Er verlangte eine Entschuldigung der «linksradikalen Kongressabgeordneten» für «die schlimmen Dinge, die sie gesagt haben».

«Wann werden sich die linksradikalen Kongressabgeordneten bei unserem Land, bei den Menschen in Israel und auch beim Präsidenten für die widerliche Sprache, die sie benutzt haben, und für die fürchterlichen Dinge, die sie gesagt haben, entschuldigen?», schrieb Trump am Montag auf Twitter.

Am Sonntag hatte er ebenfalls im Kurznachrichtendienst mehrere Kongressabgeordnete aufgefordert, in die Herkunftsländer ihrer Familien «zurückzugehen» und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

«Progressive demokratische Kongressabgeordnete» hatte er mit den Worten attackiert: «Warum gehen sie nicht zurück und helfen dabei, die völlig zerrütteten und von Verbrechen durchsetzten Orte, von denen sie herkommen, wieder aufzubauen?»

Zwar nannte Trump keine Namen; seine Einlassungen waren aber unschwer erkennbar auf junge Wortführerinnen der Demokraten wie Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar, Rashida Tlaib und Ayanna Pressley gemünzt.

Attacke wegen Israel-Kritik

Eine ebenfalls am Sonntag veröffentlichte Twitter-Botschaft, in denen Trump den Frauen vorwarf, «Israel mit echter und ungezügelter Leidenschaft zu hassen», richtete sich offenbar gegen Omar und Tlaib, die kürzlich in eine Kontroverse um kritische Äusserungen über Israel verwickelt waren.

In this combination image from left; Rep. Rashida Tlaib, D-Mich., July 10, 2019, Washington, Rep. Ilhan Omar, D-Minn., March 12, 2019, in Washington, Rep. Alexandria Ocasio-Cortez, D-NY., July 12, 2019, in Washington, and Rep. Ayanna Pressley, D-Mass., July 10, 2019, in Washington. In tweets Sunday, President Donald Trump portrays the lawmakers as foreign-born troublemakers who should go back to their home countries. In fact, the lawmakers, except one, were born in the U.S. (AP Photo)
Rashida Tlaib,Ilhan Omar,Alexandria Ocasio-Cortez,Ayanna Pressley

Im Kreuzfeuer des Präsidenten: Rashida Tlaib, Ilhan Omar, Alexandria Ocasio-Cortez und Ayanna Pressley. Bild: AP

Drei der vier Frauen sind in den USA geboren: Die Vorfahren von Ocasio-Cortez stammen aus Puerto Rico, Tlaib hat palästinensische Wurzeln und Pressley ist Afroamerikanerin. Omar floh als Kind aus Somalia und kam als Flüchtling in die USA. Trump fährt einen harten Kurs gegen Migranten.

May: Völlig inakzeptabel

Die britische Premierministerin Theresa May verurteilte Trumps Angriffe am Montag scharf. Seine Aufforderung an mehrere US-Kongressabgeordnete der Demokraten, in die Herkunftsländer ihrer Familien zurückzukehren, sei «völlig inakzeptabel», sagte ein Sprecher Mays am Montag.

Britain's Prime Minister Theresa May leaves 10 Downing Street for her weekly Prime Minister's Questions at the House of Commons in London, Wednesday, July 10, 2019. (AP Photo/Alastair Grant)
Theresa May

Theresa May verurteilt Trumps Angriffe. Bild: AP

Das Verhältnis zwischen May und Trump ist schwierig. Zusätzlich belastet wurde es zuletzt durch die Enthüllungen über geheime diplomatische Vermerke des inzwischen zurückgetretenen britischen Botschafters Kim Darroch über Trump.

Infolge der Enthüllungen attackierte Trump May in einer Serie von Twitter-Botschaften, in denen er unter anderem ihr baldiges Ausscheiden aus dem Amt begrüsste. «Die gute Nachricht für das wunderbare Vereinigte Königreich ist, dass es bald einen neuen Premier haben wird», schrieb Trump.

Trump macht kein Geheimnis daraus, dass er sich den früheren Aussenminister und Brexit-Hardliner Boris Johnson als Mays Nachfolger wünscht. Johnson hat angekündigt, im Falle seiner Wahl Trump sofort zu besuchen.

Mit ihrer Kritik an Trumps Kommentaren über die demokratischen Politikerinnen erhöht May auch den Druck auf Johnson, Trumps Einlassungen zu verurteilen. (sda/afp)

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54Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Butzdi 15.07.2019 23:47
    Highlight Highlight ‚Stable genius‘, darum hatte er heute auch Alcaida auf den Notizen. Der Mann lenkt nur vom Epstein hearing ab und tut dies, indem er rassistischen Dreck twittert. Eine Schande sowas.
    Benutzer Bild
  • alina95 15.07.2019 21:35
    Highlight Highlight Müssen die armen Deutschen am Ende noch Trump zurücknehmen?
  • rodolofo 15.07.2019 21:02
    Highlight Highlight Unter Boris Johnson wird Gross Britannien zum kleinen Anhängsel von Trumpistan.
    Was für ein Erfolg!
    Vielleicht lernen wir in "Klein Britain" (die Insel der glückseligen Schweizer, inmitten von Land) daraus und finden endlich unsere Rolle in der Europäischen Familie!
  • Pana 15.07.2019 20:38
    Highlight Highlight Man merkt, dass Trump eine Grenze überschritten hat, wenn ihn nicht mal die üblichen Trolls verteidigen wollen.
    • D(r)ummer 15.07.2019 23:48
      Highlight Highlight Vergiss nicht den Blick....


      Oder doch, vergiss ihn.
  • Töfflifahrer 15.07.2019 19:53
    Highlight Highlight Langer Rede kurze Sinn, der Mann ist gefährlich.
    • roger.schmid 15.07.2019 20:23
      Highlight Highlight @Töfflifahrer: Ja, definitiv. Stephen King dazu:
      Benutzer Bild
  • theshark 15.07.2019 19:52
    Highlight Highlight Ich wette Trump liebt Kartoffeln! Ist nicht lange her, als die Vorfahren aus Irland auswanderten. Und jetzt pöbelt er gegen die eigenen Wurzeln, den Immigranten von heute. Echt schräg, aber sehr Amerikaner Treu. Ein Land voller innerer Konflikten.
    • Abu Nid As Saasi 16.07.2019 06:53
      Highlight Highlight Liegt Kallstadt neuerdings in Irland?
  • kerZHakov 15.07.2019 19:36
    Highlight Highlight Das typische Verhalten eines Narzissten. Er ist zwar der Täter, dreht aber alles so, dass man ihn als unschuldiges Opfer sieht.

    Der Trumpnarzissmus geht noch einen Schritt weiter: Er erwartet allen Ernstes eine Entschuldigung derjenigen, welche nichts anderes getan haben, als die Wahrheit zu äussern. Aber Wahrheit äussern kommt in seinem Weltbild einer Majestätsbeleidigung gleich!
  • no-Name 15.07.2019 18:22
    Highlight Highlight „Trump macht kein Geheimnis daraus, dass er sich den früheren Aussenminister und Brexit-Hardliner Boris Johnson als Mays Nachfolger wünscht. Johnson hat angekündigt, im Falle seiner Wahl Trump sofort zu besuchen.“

    Die Haare!! Es liegt an den Haaren!!
  • Dario4Play 15.07.2019 18:04
    Highlight Highlight Da kommt mir spontan in den Sinn:
    Lieber eine Presidentin die zittert,
    Als ein President der Twittert
  • Magnum44 15.07.2019 17:58
    Highlight Highlight Eigentlich zum Lachen, wäre dieser Trottel nicht noch für weitere 5 Jahre Präsident.
  • hämpii 15.07.2019 17:52
    Highlight Highlight Haha, ich lach mich tot ^^ Was für ein inkompetenter und deplatzierter Präsident! Und die Welt sieht diesem jämmerlichen Schauspiel auch noch tatenlos zu ^^
    • rodolofo 15.07.2019 21:13
      Highlight Highlight Sir Kim sagte es diplomatisch:
      Die Regierung ist ein inkompetentes, chaotisches Desaster.
      (Diplomatisch gesagt! Wie viel schlimmer ist es also tatsächlich?)
      Nun, der Überbringer dieser Botschaft musste augenblicklich zurücktreten, nachdem Boris Johnson zu verstehen gab, dass dieser ehrenwerte Mann unter seiner Führung nicht mehr tragbar sei...
  • Vanessa_2107 15.07.2019 17:35
    Highlight Highlight Ja und wenn wir es ganz genau nehmen möchten Donald, da hätten Einige noch viel ältere Rechte und Gründe gegen Einwanderer zu sein....
    Benutzer Bild
  • bcZcity 15.07.2019 17:10
    Highlight Highlight Nach DTJ, bleibt beim Anstand nur noch verbrannte Erde!
  • Dörfu 15.07.2019 17:05
    Highlight Highlight Ich vermute May sagt Ney, weil wenn der Donald ins Land seiner Vorfahren ginge, könnte er in Schottland landen.
  • Vanessa_2107 15.07.2019 17:02
    Highlight Highlight Eventuell will er mit seinen rassistischen Tweets auch davon ablenken, dass Jeffrey Epstein gerade jetzt vor Gericht steht und einiges über Trump wissen könnte...
    • Chrigi-B 15.07.2019 19:13
      Highlight Highlight Hurra, Hurra, lang lebe die Verschwörungstheoretiker....

      Zuerst der russische Strohalm und nun das?
  • Chanich das ändere? 15.07.2019 17:00
    Highlight Highlight Irgendwie kommt mir jeweils, wenn es um DT geht, nur ein Wort in den Sinn: Plump.

    Geht es Euch auch so oder hat jemand eine bessere Alternative, um diesen Reflex wieder los zu werden?
    • D(r)ummer 15.07.2019 17:22
      Highlight Highlight Befolge Pufpaffs Rat...

      Play Icon
    • Kruk 15.07.2019 17:23
      Highlight Highlight Ja, Plump auch. Aber es ist verharmlosend. Da ist noch etwas für das es keine Worte gibt.
    • Ich hol jetzt das Schwein 15.07.2019 17:31
      Highlight Highlight Ich habe immer das Bild dieser Schottin im Kopf...
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrmikech 15.07.2019 17:00
    Highlight Highlight Direkt aus dem Goebbels drehbuch: so desensibilisiert man ein volk für rassismus. Der mann hat ein plan, das ist deutlich. Sehr gefährlich...
    • P. Silie 15.07.2019 20:52
      Highlight Highlight Sie haben recht! Auch ich denke dass die kommenden Zeiten noch rupiger werden dürften. Es findet eine Radikalisierung auf beiden Seiten statt.

      Die Linke, die oft völlig grundlos laut Rassismus schreit, und die Rechte die sich irgendwann damit abgefunden hat, als Rassist beschimpft zu werden (ob grundlos oder nicht).

      Die Hemmungen fallen. Rassismus ist tückisch. Es verhält sich wie beim Fehlalarm bei Feuer. Wenn man zu oft zu laut 'Feuer' schreit obwohls kein Feuer hat, glaubt einem irgendwann einfach niemand mehr und die Feuerwehr kommt auch nicht mehr vorbei.

      Schreit Feuer wenn's brennt!!!
    • Kruk 16.07.2019 00:27
      Highlight Highlight Es brennt!
    • überflüssig 16.07.2019 07:19
      Highlight Highlight p.silie:
      die radikale linke meinst du? die, die sich entschuldigen soll?

      merkst du etwas?
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChiliForever 15.07.2019 16:59
    Highlight Highlight Klingt nach ganz schön viel mimimi... der Typ ist echt ein Jammerlappen.
  • SemperFidelis 15.07.2019 16:53
    Highlight Highlight Warum geht Trump nicht zurück in SEINE Heimat? Vermutlich Grossbritannien 💁🏼‍♀️
    • satyros 15.07.2019 17:12
      Highlight Highlight Deutschland. Make Donald Drumpf again.
    • Erba 15.07.2019 17:16
      Highlight Highlight Nee, Deutschland. Und die wollen ihn sicher nicht. Eigentlich will den niemand haben
    • Crissie 15.07.2019 22:23
      Highlight Highlight @Erba: schon seinen Grossvater wollten sie nicht zurückhaben!!
  • Yorik2010 15.07.2019 16:48
    Highlight Highlight Wieso habe ich den Eindruck, dass Trump mit jedem Tag noch dümmer wird? Müsste es nicht eher so sein, dass er täglich intelligenter wird?
    • DieFeuerlilie 15.07.2019 17:20
      Highlight Highlight IntelligentER?

      Dazu müsste er ja mal intelligent gewesen sein..
  • satyros 15.07.2019 16:27
    Highlight Highlight Wieso geht Trump eigentlich nicht in das Herkunftsland seiner Familie zurück? Meines Wissens stammt er von Deutschen Einwanderern und nicht von Indianern ab.
    • Kruk 15.07.2019 16:40
      Highlight Highlight Mit fällt da nur ein Rassistischer spruch bezüglich seiner Hautfarbe ein. Aber eben ich will ja keine Indianer beleidigen. Die sind schön. Und gar nicht rot.
    • ChiliForever 15.07.2019 16:58
      Highlight Highlight Blos nicht! Wir haben schon den Höcke in Deutschland, den Trump wollen wir hier gar nicht.
  • robo07 15.07.2019 16:26
    Highlight Highlight Wann wird dieser unmögliche Präsident, der weder Anstand noch Geschick hat endlich zum Teufel gejagt?
    • max julen 15.07.2019 16:55
      Highlight Highlight auch der teufel will ihn nicht, der müsste sich sonst um seine autorität bangen!
  • Abu Nid As Saasi 15.07.2019 16:21
    Highlight Highlight Dieser Mensch gehört zurück nach Kallstadt und soll dort im Weinberg seinen Mist zetteln
    • Kruk 15.07.2019 16:52
      Highlight Highlight Auf keinen Fall! Mist gibt es auch in den USA genug.
  • Temeraire 15.07.2019 15:37
    Highlight Highlight Wenn es nicht so tragisch wäre, könnte man darüber schmunzeln dass ausgerechnet Trump möchte, dass andere sich für ihre "umstrittenen" Aussagen entschuldigen. Aber eben: wenn es nicht so tragisch wäre...
    • Rubby 15.07.2019 16:18
      Highlight Highlight Wieso ist dieser alte mann immer noch im amt...das verstehe ich einfach nicht...der erlaubt sich einfach alles...und keiner !!!...tut etwas dagegen...alle labern nur...sonst tun die gar nichts...wenn die diese absetzung nicht zustande bringen...dann sollen sie einfach ruhig sein...
    • max julen 15.07.2019 17:02
      Highlight Highlight rubby, weil seine republikanische partei kollegen keine eier in der hose haben und sich wegen geld prostituiren!
    • Heinzbond 15.07.2019 18:17
      Highlight Highlight Langsam finde ich es echt tragisch das Twitter trump nicht wegen rassistischer hetze auf lebenslang sperrt...

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