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Amnesty wirft Russland gezielte Bombardierung von Hospitälern vor – UNO plant Resolution



Nach zahlreichen Angriffen auf Spitäler in Syrien und anderen Kriegsgebieten streben mehrere Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats eine Resolution gegen solche Attacken an. Ägypten, Japan, Spanien, Neuseeland und Uruguay arbeiten derzeit an einem gemeinsamen Entwurf.

Das teilte die Sprecherin der neuseeländischen UNO-Mission Nicola Garvey am Mittwoch mit. Es sei an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft ein Zeichen setze für den Schutz von Ärzten und medizinischen Einrichtungen in Ländern wie Syrien, dem Jemen oder Afghanistan.

Allein in Syrien mindestens 63 Hospitäler angegriffen

Alleine in Syrien wurden nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen (MSF) im vergangenen Jahr 63 von der Organisation unterstützte Kliniken attackiert. Im Jemen wurden demnach mindestens drei MSF-Einrichtungen beschossen.

Bei einem US-Luftangriff Anfang Oktober auf ein Spital der Hilfsorganisation in der nordafghanischen Stadt Kundus wurden 42 Menschen getötet. Die US-Armee sprach später von einem «menschlichen Fehler».

FILE - In this Friday, Oct. 16, 2015 file photo, an employee of the Doctors Without Borders hospital looks at damages after a U.S. airstrike hit in Kunduz, Afghanistan. Two servicemen have told Congress that American special forces called in an air strike on a hospital in Afghanistan because they believed the Taliban were using it as a command center, contradicting the military’s explanation that the attack was meant for a different building. (AP Photo/Najim Rahim, File)

Angeblich von amerikanischen Bomben zerstörtes Hospital von Ärzte ohne Grenzen in Kundus im Oktober 2015.
Bild: Najim Rahim/AP/KEYSTONE

epa05162331 A handout image provided by the Medecins Sans Frontieres (MSF) or Doctors Without Borders organization, showing destruction and rubble at an MSF-supported hospital in Ma'arat Al Numan, Idlib province, northern Syria, largely destroyed in an attack on early 15 February 2016. At least eight staff members are missing after airstrikes at a hospital affiliated with Doctors Without Borders (MSF) in northern Syria, believed to have been carried out by Russian jets. 'We can confirm that the MSF-supported structure in Maaret al-Noumaan in northern Idlib was destroyed this morning in airstrikes,' said Mirella Hodeib, a press offer at MSF in Beirut. MSF said 40,000 people would be cut off from access to medical services as a result of the latest strikes on the hospital in Idlib. Three MSF-supported hospitals were recently damaged in Aleppo.  EPA/MSF/HANDOUT BEST QUALITY AVAILABLE. HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Angeblich von russischen Bomben zerstörtes Hospital von Ärzte ohne Grenzen in Nordsyrien im Februar 2016.
Bild: EPA/MSF

Ärzte ohne Grenzen befürwortete die Initiative der fünf nicht-ständigen Ratsmitglieder. Solange die Weltgemeinschaft die Angriffe nicht verurteile, drohten diese «zur Normalität zu werden», sagte MSF-Chef Jason Cone.

Teil von Strategie

In Syrien vermutet die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) hinter Luftangriffen auf Spitäler eine Kriegsstrategie des Regimes und Russlands.

«Syrische und russische Kräfte haben Gesundheitseinrichtungen absichtlich angegriffen und damit das humanitäre Völkerrecht eklatant verletzt. Aber wirklich ungeheuerlich ist, dass das Zerstören von Kliniken Teil ihrer Militärstrategie geworden zu sein scheint», erklärte die Amnesty-Mitarbeiterin Tirana Hassan in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung.

Eine AI-Untersuchung habe Hinweise auf systematische Bombardierungen in den vergangen drei Monaten gefunden. Westliche Regierungen und Aktivisten hatten syrische Regierungstruppen und ihre russischen Verbündeten für Angriffe auf Krankenhäuser verantwortlich gemacht. Moskau hat die Anschuldigungen stets zurückgewiesen.

(sda/afp)

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