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Russland will Lieferung von Sowjet-Waffen an Ukraine unterbinden

Russian weapons.Soviet Katyusha combat vehicles on a blue sky background
Russland versucht alles, um zu verhindern, dass restaurierte Sowjet-Waffen und Fahrzeuge an die Ukraine geliefert werden können. Hier rechts im Bild ein sowjetischen Mehrfachraketenwerfer, BM-30. Bild: iStockphoto

Russland will Lieferung von Sowjet-Waffen an Ukraine unterbinden

Bei ihrer Verteidigung gegen Russland setzt die Ukraine auch alte Sowjet-Waffen ein. Deren Lieferung will Moskau jetzt unterbinden.
16.08.2024, 13:3616.08.2024, 13:36
Julian Seiferth / t-online
Ein Artikel von
t-online

In seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine versucht Russland, Waffenlieferungen an Kiew zu unterbinden. Nach eigenen Angaben unternimmt der Kreml dabei inzwischen verstärkte Anstrengungen, um den Transfer sowjetischer Waffen in die Ukraine zu stoppen. Zu den Massnahmen gehört unter anderem die Rücknahme von Lizenzen ausländischer Unternehmen, die sowjetische Ausrüstung reparieren. Das berichtet unter anderem das britische Magazin «Newsweek».

Service military men guard the Vilkha-M multiple launch rocket system (MLRS) during the missile test launch in Odesa Region, southern Ukraine, April 4, 2019. /VVB/ PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY  ...
Die Ukraine verwendet modernisierte sowjetische BM-30 unter dem Namen Wilcha.Bild: www.imago-images.de

«Lizenzen von Unternehmen, die das Recht haben, militärische Ausrüstung russischer [sowjetischer] Produktion zu reparieren, werden entzogen, Lieferungen von Ersatzteilen und Komponenten werden ausgesetzt und es werden weitere Massnahmen ergriffen, um den illegalen Transfer inländischer Waffen in die Ukraine zu verhindern», erklärte Dmitrij Schugajew, Direktor des Dienstes für militärisch-technische Zusammenarbeit Russlands, der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti.

Schugajew: Lieferungen werden «streng überwacht»

Russland habe bereits im Jahr 2022 die Lizenzen mehrerer Unternehmen in Bulgarien und der Tschechischen Republik zur Reparatur von sowjetisch konstruierten Militärhubschraubern widerrufen, erklärte Schugajew weiter. Der Dienst für militärisch-technische Zusammenarbeit überwache den «unautorisierten Transfer» russischer Militärgüter in andere Länder «streng».

Die russischen Versuche, Waffenlieferungen an die Ukraine zu stoppen, kommen zu einem für das Regime von Kremlchef Wladimir Putin kritischen Zeitpunkt. Der russische Angriffskrieg dauert inzwischen zweieinhalb Jahre. Gleichzeitig hat die Ukraine kürzlich eine Offensive in der russischen Region Kursk gestartet, bei der die ukrainischen Streitkräfte laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Kontrolle über 74 Siedlungen übernommen haben.

Selenskyj: «Austauschfonds» für Verhandlungen wächst

Der Transfer sowjetischer Waffen in die Ukraine ist kein neues Phänomen. Bereits wenige Wochen nach Beginn des Krieges am 24. Februar 2022 kündigten die USA die Lieferung von Mi-17-Transporthubschraubern sowjetischer Bauart an, die ursprünglich für das afghanische Militär bestimmt waren. Damals sagte US-Präsident Joe Biden, die Ukraine erhalte «Artilleriesysteme, Artilleriemunition und gepanzerte Mannschaftstransporter.» Er genehmigte auch die Übertragung zusätzlicher Hubschrauber an die Ukraine. Die ersten dieser Hubschrauber erreichten das angegriffene Land im Mai 2022.

Die jüngsten Kämpfe in der Region Kursk stellen die russischen Streitkräfte nun vor neue Herausforderungen. Nachdem Kiew am 6. August eine gepanzerte Offensive gestartet hatte, gelang es den ukrainischen Truppen, in wenigen Tagen mehr Gebiete in der Region Kursk zu erobern als Russland seit Jahresbeginn in der Ukraine. Plötzlich muss Russland, zumindest teilweise, auf Verteidigung umstellen.

Laut einer Analyse der russischen Investigativseite «Agentstvo» haben die ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Kursk seit Beginn der Offensive ein Gebiet von über 1'000 Quadratkilometern erobert. Selenskyj erklärte zuletzt in einer Videoansprache, dass die ukrainischen Truppen weiterhin Fortschritte machen und der «Austauschfonds» des ukrainischen Staates für Verhandlungen mit den Russen wachse.

Quellen:

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