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Ukraine-Krieg: Russe spricht mit Mutter über katastrophale Zustände

epa11377344 Russian people cool down next to a cold water fountain on the warmest day since the beginning of the year, in front of a poster depicting a Russian soldier, in Moscow, Russia, 29 May 2024. ...
Menschen in Moskau machen ein Selfie vor einer Werbung, die Männer für den Krieg anwirbt.Bild: keystone

«Sie trinken ihren Urin»: Russischer Soldat spricht mit Mutter über katastrophale Zustände

Im Osten der Ukraine toben weiterhin schwere Kämpfe. Ein abgefangener Funkspruch eines russischen Soldaten soll jetzt offenbaren, welche Zustände an der Front herrschen.
02.06.2024, 04:5002.06.2024, 04:50
Ein Artikel von
t-online

Die ukrainische Stadt Kupjansk ist schon lange einer der umkämpftesten Orte an der Front im Osten des Landes. Ein abgefangener Funkspruch eines russischen Soldaten, den der ukrainische Geheimdienst SBU am Mittwoch veröffentlicht hat, soll offenbaren, unter welchen Bedingungen die Truppen zu kämpfen haben.

Ein russischer Soldat soll seiner Mutter per Funk mitgeteilt haben:

«In zwei Nächten haben wir vielleicht eine Stunde geschlafen. Man macht einfach die Augen zu, es passiert irgendeine Scheisse und man hat Angst zu schlafen.»

Auf die Frage seiner Mutter, ob sie in einem Schutzraum seien, antwortete der russische Soldat:

«Mama, die Leute hier haben seit neun Tagen kein Wasser mehr. Sie trinken ihren eigenen Urin. Für mich wäre eine Schüssel mit Wasser eine Freude.»

Zudem spricht der Soldat über grosse Verluste innerhalb seiner Einheit. «Weisst du, wie viele von der Kompanie noch übrig sind? Wir haben entweder 63 oder 73 Verwundete und etwa 10 Tote.» Unabhängig lassen sich die Angaben nicht überprüfen.

Kupjansk liegt südöstlich von der ukrainischen Stadt Charkiw in unmittelbarer Nähe zur russischen Front. Das Gebiet gilt aktuell als einer der umkämpftesten Regionen in der Ukraine, nachdem Russland aktuell eine grössere militärische Offensive durchführt. Ein britischer Vertreter der OSZE hatte am Donnerstag gesagt, dass die Regierung in London aktuell von mehr als 465'000 toten oder verletzten russischen Soldaten seit Beginn des Krieges ausgeht.

(t-online)

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