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Russlands «Händler des Todes» macht jetzt Kunst

Viktor Bout, a Russian arms dealer who was sentenced to 25 years in the United States, speaks to the media prior to an opening ceremony of the exhibition of his artworks at the Mosfilm studio in Mosco ...
Wiktor But spricht bei der Eröffnung seiner Kunstausstellung zu den Medien.Bild: keystone

Russlands «Händler des Todes» macht jetzt Kunst

Wiktor But war einer der berüchtigtsten Waffenhändler der Welt. Im vergangenen Dezember kam er im Austausch für die US-Basketballerin Brittney Griner aus dem Gefängnis frei – nun scheint er ein neues Hobby gefunden zu haben.
08.03.2023, 07:3908.03.2023, 12:48

But feierte am Dienstag die Vernissage seiner Kunstausstellung in einer Moskauer Galerie, wie die Nachrichtenagentur AP schreibt. Der berüchtigte Waffenhändler wurde 2008 in Thailand festgenommen, 2010 an die USA ausgeliefert und dort 2011 wegen Verschwörung, Waffenhandel und Terrorismusunterstützung zu 25 Jahren Haft verurteilt.

But werden Verwicklungen in Waffenlieferungen in die unterschiedlichsten Konfliktherde der Welt vorgeworfen. So gibt es laut den Anklageschriften bei seiner Verurteilung in den USA deutliche Indizien, dass But unter anderem auch die Taliban, Al Kaida, die Hisbollah und früher den liberianischen Warlord Charles Taylor – auch bekannt als «Schlächter von Liberia und Sierra Leone» – mit Waffen beliefert haben soll.

Auch während der Balkankriege und in Libyen unter Muammar Gaddafi soll But involviert gewesen sein. Russland stellte die Ermittlungen gegen und die Verurteilung von But stets als politisch motiviert dar.

Leonid Slutsky, the head of the foreign affairs committee in the Russian parliament's lower house and the leader of the Liberal Democratic Party, right, speaks near Viktor Bout, a Russian arms de ...
Der Chef seiner politischen Partei LDPR, Leonid Slutsky, überreicht But Blumen. Bild: keystone

Im Dezember des letzten Jahres kam But im Rahmen eines umstrittenen Gefangenenaustausches mit den USA frei. Im Gegenzug für den Waffenhändler durfte die in Russland wegen Cannabisbesitz inhaftierte US-Basketballerin Brittney Griner die Heimreise antreten.

Nach seiner Ankunft in der Heimat bekundete But, dass er keine politische Karriere in Russland anstrebe. Dennoch trat er kurz nach seiner Rückkehr der Liberaldemokratischen Partei Russlands (LDPR) bei. But unterstützte zudem den Krieg in der Ukraine öffentlich und erklärte sich bereit, in den Kampf zu ziehen, falls das von ihm verlangt werde.

Offensichtlich hat er aber seine Zeit in der Heimat bisher anders verbracht: In seiner Kunstausstellung präsentiert der (vermutlich) 56-Jährige verschiedenste Arten von Kunst. Laut der Huffington Post finden sich unter den Werken Porträts von Filmstars aus der Sowjetzeit, Zeichnungen von Kampfflugzeugen, aber auch Bilder von Tieren. In der Ausstellung werden zudem auch persönliche Gegenstände, Fotos sowie ein Grundriss seiner Zelle im US-Gefängnis gezeigt.

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Ein Kameramann filmt die Werke von Wiktor But. Bild: keystone

But sagte bei der Vernissage am Dienstag gegenüber den Medien: «Wenn man von absolut grauen Mauern mit Stacheldraht umgeben ist und lange Zeit den Horizont nicht sieht, ist es hart.» Der Entzug visueller Reize sei eine Herausforderung für ihn gewesen und das Zeichnen habe ihm nun geholfen, die schwere Zeit im Gefängnis zu überwinden.

Die Lebensgeschichte Buts wurde mehrfach filmisch inszeniert, Bekanntheit erlangte insbesondere der Spielfilm «Lord of War» mit Nicolas Cage in der Hauptrolle, der lose auf den Erlebnissen und dem Werdegang von But basieren soll. (con)

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