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Putin will Getreide freigeben – aber nur unter einer Bedingung

Wladimir Putin scheint sich zu bewegen, was den Export von ukrainischem Getreide angeht. Ganz ohne Gegenleistung will der russische Präsident den Weizen aber nicht hergeben.
29.05.2022, 08:57
Ein Artikel von
t-online

Russlands Staatschef Wladimir Putin hat in einem Telefonat mit dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz ein Entgegenkommen beim Export von ukrainischem Getreide in Aussicht gestellt, zugleich aber seine Forderung nach einer Lockerung der westlichen Sanktionen gegen sein Land erneuert. Russland sei «bereit», Möglichkeiten «für einen Getreide-Export ohne Hemmnisse zu finden», sagte Putin nach Kreml-Angaben am Samstag in einem Telefonat mit Scholz und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron.

Wladimir Putin ist dazu bereit, über Getreideexporte zu verhandeln.
Wladimir Putin ist dazu bereit, über Getreideexporte zu verhandeln.Bild: keystone

Dies betreffe auch ukrainisches Getreide in Schwarzmeer-Häfen, fügte Putin den Angaben zufolge hinzu. Allerdings müssten zur Beendigung der globalen Versorgungskrise auch westliche Sanktionen gegen Russland aufgehoben werden. Was fehlte: welche Sanktionen genau Putin meint. Die deutsche Bundesregierung weist stets darauf hin, dass es keine Sanktionen gegen Lebensmittel gebe.

«Spannungen auf Weltmarkt verringern»

«Eine Erhöhung der Lieferungen von russischem Dünger und landwirtschaftlichen Produkten wird auch dabei helfen, die Spannungen auf dem globalen Nahrungsmittelmarkt zu verringern», hiess es in der Kreml-Erklärung zu dem Telefonat. Dies erfordere «natürlich die Streichung der entsprechenden Sanktionen». Die «antirussischen Sanktionen» sowie eine «fehlgeleitete Wirtschafts- und Finanzpolitik der westlichen Ländern» seien die Ursache für die Lebensmittelkrise.

>> aktuelle Entwicklungen in der Ukraine im Liveticker

Der Westen, darunter Deutschland und Frankreich, fordert von Russland, die Blockade der ukrainischen Häfen im Schwarzen Meer zu beenden, damit das Land wieder Weizen exportieren könne. 

Ukraine: Sanktionen nicht Ursache für Getreidekrise

Die Ukraine hat Russland mit Nachdruck widersprochen, dass westliche Strafmassnahmen gegen Moskau der Grund für die aktuelle mangelnde Lebensmittelsicherheit in der Welt seien. «Sanktionen gegen Russland haben nichts mit der sich abzeichnenden globalen Nahrungsmittelkrise zu tun», teilte der ukrainische Aussenminister Dmytro Kuleba am Samstag per Twitter mit.

«Der einzige Grund für Engpässe, steigende Preise und drohenden Hunger ist, dass das russische Militär 22 Millionen Tonnen ukrainischer Lebensmittelexporte in unseren Seehäfen physisch blockiert», betonte Kuleba. Der Westen müsse Russland mit Druck dazu bringen, die Blockade zu beenden. Der UN-Sicherheitsrat rechnet mit 400 Millionen Menschen zusätzlich, deren Versorgung durch hohe Preise gefährdet ist.

Putin macht Wirtschaftspolitik des Westens verantwortlich

Erst am Samstag hatte der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Telefonat mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron gesagt, die «fehlerhafte Wirtschafts- und Finanzpolitik der westlichen Staaten» sowie die «antirussischen Sanktionen» seien für die Probleme verantwortlich. Scholz und Macron beklagten bei dem Telefonat nach Angaben der Bundesregierung die angespannte Lage auf dem globalen Lebensmittelmarkt.

(dpa)

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So leidet die russische Bevölkerung unter dem Ukraine-Krieg
quelle: keystone / anatoly maltsev
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153 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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p4trick
29.05.2022 09:36registriert März 2017
Putin entscheidet über Getreide der Ukrainer? Irgend wie scheint mir die Idee mit dem Einzug des gesamten russischen Vermögen für den Wiederaufbau gar nicht mal mehr so abwegig...
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Berner_in
29.05.2022 09:26registriert September 2018
Dieser Barbar hat jegliches Recht verspielt, irgend welche Bedingungen zu stellen.
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Atombömbeli
29.05.2022 09:13registriert Juni 2015
Wann beendet Russe die Sanktionen gegen die Ukraine?
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