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epa06343199 A handout screengrab of a surveillance video taken on 13 November 2017 and released by the United Nations Command (UNC) on 22 November 2017 shows a North Korean Korean People's Army (KPA) defector running out from a jeep at the Joint Security Area (JSA) of the Korean Demilitarized Zone (DMZ). According to the UNC, a UNC Special Investigation Team conducted an investigation into the footage saying that the KPA violated the UN Armistice Agreement twice during the event by 'firing weapons across the Military Demarcation Line (MDL) and when the defecting soldier actually temporarily crossed the MDL' to reach the Joint Security Area (JSA) in the village of Panmunjom on 13 November 2017.  EPA/UNITED NATIONS COMMAND HANDOUT -- BEST QUALITY AVAILABLE -- HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Der nordkoreanische Überläufer Oh Chong Song rennt im Kugelhagel um sein Leben.  Bild: EPA/UNITED NATIONS COMMAND

Transformers, Pop und Albträume: So erholt sich der Nordkorea-Überläufer von seiner Flucht

Fünf Kugeln durchsiebten den Körper des nordkoreanischen Soldaten Oh Chong Song bei seiner dramatischen Flucht in den Süden. Sein Arzt erzählt, wie der Mann beinahe verblutet ist und warum der Nordkoreaner gerne US-Filme schaut. 



Zuerst blieb er mit seinem Jeep stecken, dann rannte er im Kugelhagel um sein Leben. Das Video der Flucht des nordkoreanischen Überläufers aus der entmilitarisierten Zone (DMZ) nach Südkorea sorgte kürzlich weltweit für Aufsehen. 

Bei seiner tollkühnen Aktion wurde der 24-jährige Oh Chong Song am 13. November von fünf Kugeln seiner Soldaten-«Kollegen» getroffen.

«Es ist ein Wunder, dass er überlebt hat», sagt nun sein behandelnder Arzt in einem Exklusiv-Interview mit CNN. Song habe bei seiner Einlieferung ins Spital so viel Blut verloren wie ein «gebrochener Krug».

«Er verlor so viel Blut, als wäre ein Krug gebrochen»

Damit nicht genug: Der Chirurg zog darüber hinaus einen 27 Zentimeter langen Wurm aus dem geschundenen Körper des Soldaten – der Parasit ist ein deutliches Zeichen für die mangelhafte Ernährung des Soldaten. 

FILE - in this Nov. 13, 2017, file photo, a South Korean army soldier, second from left, is seen as medical members treat an unidentified injured person, believed to be a North Korean soldier, at a hospital in Suwon, South Korea. Hospital officials say on Saturday, Nov. 18, 2017, the condition of a North Korean soldier severely wounded by gunfire while escaping to South Korea is gradually improving after two surgeries but it's too early to tell whether he makes a recovery. (Hong Ki-won/Yonhap via AP, File)

Notärzte behandeln Oh Chong Song nach der Einlieferung ins Spital am 13. November.  Bild: AP/Yonhap

Nach mehreren Operationen habe sich sein Patient überraschend rasch erholt. Dies obschon er noch an Tuberkulose und Hepatitis B erkrankt sei. Es gebe aber schon wieder muntere Momente. 

Um sich etwas abzulenken, schaue Chong Song gerne Fernsehen. «Sein erster Film war Transformers 3», so der Arzt. Daneben höre er gerne Girl-Pop. Oh erzählte, dass in Nordkorea US-TV sehr beliebt sei. «Dass dort die Bevölkerung Zugang zu solchen Filmen hat, überrascht mich», so der Arzt weiter. 

epa06330363 Lee Cook-jong, a surgeon at Ajou University Hospital, attends a press conference at the hospital in Suwon, south of Seoul, South Korea, 15 November 2017, after performing the second surgery on a North Korean soldier who was shot and wounded by fellow soldiers on 13 November, while defecting to South Korea at the border village of Panmunjom in the demilitarized zone (DMZ) that divides the two Koreas. Lee said the North Korean defector is still in critical condition.  EPA/YONHAP SOUTH KOREA OUT

Notfallarzt Lee Cook-jong. Bild: EPA/YNA

Die südkoreanischen Behörden erhoffen sich von Oh Chong Song wertvolle Informationen über das nordkoreanische Militär. Vernehmungsfähig ist er aber noch nicht.  

Denn immer wieder plagen den geschundenen Mann Albträume.  «Ist das hier wirklich Südkorea», hab ihn der Soldat einmal gefragt. Daraufhin habe man in seinem Spitalzimmer eine Südkorea-Flagge gehisst. (amü)

UNO-Chefdiplomat reist nach Nordkorea

Erstmals seit mehr als fünf Jahren reist ein ranghoher UNO-Diplomat für politische Gespräche nach Nordkorea. Untergeneralsekretär Jeffrey Feltman werde vom Dienstag bis Freitag in der Hauptstadt Pjöngjang sein und auch nach China reisen, teilten die Vereinten Nationen  mit.

Zuletzt war 2010 der damalige Untergeneralsekretär B. Lynn Pascoe zu Gesprächen in dem kommunistischen Land gewesen. Feltman werde in Nordkorea mit dem Aussenminister und anderen Vertretern des Landes «Themen von gemeinsamen Interesse und gemeinsamer Sorge» besprechen, hiess es. Ausserdem werde er mit UNO-Mitarbeitern und Diplomaten zusammenkommen. (sda)

Nordkorea: Dritter Raketentest in einem Monat

Video: srf/SDA SRF

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