klar
DE | FR
90
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
International
Schweiz

Der Zusammenhang zwischen Impfungen und Corona-Toten auf einen Blick

Diese Grafik zeigt eindrücklich den Zusammenhang zwischen Impfquote und Todesfällen

Wie viele Todesfälle kann die Covid-19-Impfung verhindern? In nackten Zahlen kann dies nicht ausgedrückt werden. Aber auffallend ist, wie sehr die Impfquote mit den Todesfällen pro Million Einwohner zusammenhängt.
18.11.2021, 07:1319.11.2021, 08:34
Reto Fehr
Folge mir

Wie viele Todesfälle verhindert die Impfung? Genau können wir das nicht sagen. Der «Kurier» publizierte vor rund zwei Monaten eine Modellrechnung, in welcher 2200 Todesfälle verhindert werden konnten.

Um uns der Sache anzunähern, blicken wir auf die Impfquoten pro Land und vergleichen diese mit den Todesfällen in den letzten zwei Wochen. Es zeigt sich ein eindeutiges Bild. So galt in den letzten zwei Wochen grundsätzlich: Je höher die Impfquote, desto tiefer die Todesfälle. Wir haben, inspiriert von Immunologe Luka Mesin an der Rockefeller University, die aktuellen Daten der europäischen Länder gegenübergestellt.

Links ist dabei immer der Anteil der vollständig Geimpften, rechts die Anzahl Tote pro Million Einwohner in den letzten 2 Wochen (2. bis 15. November):

Bild

Warum fallen Litauen und Lettland deutlich aus dem Raster?

Natürlich gibt es dabei immer wieder Ausreisser nach oben oder unten. Auffallend in der Grafik oben ist Litauen, das viele Todesfälle zu beklagen hatte im Vergleich zu Nationen mit ähnlicher Impfquote. Mit Lettland gehört auch ein zweiter baltischer Staat zu denjenigen Ländern, die im Vergleich zur Impfquote sehr viele Todesfälle pro Million Einwohner meldeten. Warum ist das so?

Impfstoffe werden in Litauen und Lettland Pfizer/BioNTech (seit Ende Dezember 2020), Moderna, Astrazeneca (beide seit Januar) und Johnson&Johnson (seit Mitte April) gespritzt. Daran dürfte es nicht liegen.

Schauen wir auf die Neuinfektionen, zeigt sich aber bei Litauen, dass die vierte Welle dort schon im September einsetzte und viele neue Fälle gemeldet wurden. In der Schweiz und Deutschland, die beide ähnliche Impfquoten, aber deutlich weniger Todesfälle ausweisen, setzte die vierte Welle erst später ein. Das gleiche Bild zeigt sich bei Lettland, wenn man dort die Nationen mit ähnlicher Impfquote vergleicht.

Da wir hier nur auf eine relativ kurze Zeitspanne von 14 Tagen blicken, trägt diese Entwicklung einen Teil zur Erklärung bei.

Daten und Quellen
Die Daten stammen von «ourworldindata». Impfquoten sind von den meisten Ländern mit Stand vom 14. oder 15. November. In wenigen Nationen stammen die aktuellsten Daten von etwas früher. «Schlusslicht» bildet San Marino mit dem Impfstand vom 31. Oktober 2021.

Todesfälle melden nicht alle Länder gleich regelmässig. Zusammengezählt sind hier alle Meldungen zwischen dem 2. und 15. November. Es kann noch zu Nachmeldungen kommen. Island, Liechtenstein, Malta und San Marino meldeten in dieser Zeitspanne keinen Covid-19-Todesfall.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

22 Schweizer Prominente, die gegen Covid-19 geimpft sind

1 / 17
22 Schweizer Prominente, die gegen Covid-19 geimpft sind
quelle: keystone / ennio leanza
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Hier wird die Asche einer verstorbenen Frau durch ein Feuerwerk verstreut

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

90 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
WatSohn?
18.11.2021 07:38registriert Juni 2020
Leider ist es so, dass man diese Erkenntnisse auf eine 20 Meter hohe und 500 Meter lange Betonplatte schreiben und den Massnahmegegnern in den Weg stellen könnte. Sie würden über die Wand klettern ohne sie zu bemerken.
16714
Melden
Zum Kommentar
avatar
Wyss Samuel
18.11.2021 07:18registriert Dezember 2020
Gewisse Kreise sagen fake, schliesslich sind heute auch alle Tod, die im 18. Jahrhundert die Masernimpflicht hatten... Due Debatte hat für mich schon lamge nichts mehr mit Fakten und Zahlen zu tun sondern mit religiösen Mechanismen. Schon mal versucht gegen Gott mit Mathe zu Argumentieren?
11312
Melden
Zum Kommentar
avatar
Tom Garret
18.11.2021 07:43registriert Juli 2014
„Oh das sieht tatsächlich so aus als ob die Impfung nützt! Ich denke ich lasse mich nun doch auch impfen um die Pandemie zu beenden“ - kein Impfgegner jemals…
607
Melden
Zum Kommentar
90
UBS-Ökonomen erwarten etwas mehr Wachstum im laufenden Jahr

Die Ökonomen der Grossbank UBS sind für den Konjunkturverlauf etwas optimistischer geworden. Sie erwarten nun für 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 0.7 Prozent, nachdem sie bislang +0.4 Prozent vorhergesagt hatten.

Zur Story