International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07285834 Alternative for Germany (AfD) party co-leader Joerg Meuthen and Member of the European Parliament listens to a speech  at the European Parliament in Strasbourg, France, 15 January 2019, at the debate on the Review of the Austrian Council Presidency.  EPA/PATRICK SEEGER

Legte eine Liste mit Spendern offen: Jörg Meuthen.  Bild: EPA/EPA

Spendenaffäre – «Swiss-Connection» soll auch AfD-Chef Meuthen finanziert haben 



Neben der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Europawahl-Kandidat Guido Rail soll nun auch Parteichef Jörg Meuthen von dubiosen Geldspendern profitiert haben. Dies haben Recherchen des ARD-Politikmagazins «Report Mainz» und des «Spiegel» ergeben. Die Spuren reichen dabei zurück in die Schweiz.

Die AfD überreichte dem Bundestag eine Liste mit Namen von Geldgebern der Partei. Nun kam heraus, dass Meuthen teilweise von den gleichen Geldgebern unterstütz wurde wie Reil und Weidel. 

Weidel erhielt im Jahr 2017 eine Spende von über 130'000 Euro. Der Absender war eine Pharmafirma aus Zürich. Die AfD wiederum behauptete, das Geld stamme von mehreren Personen und überreichte dem Bundestag eine Liste mit 14 Namen. 

Einige der Namen, die sich auf diese Liste befanden, sind nun auch als Gönner bei Jörg Meuthen aufgetaucht. Auch im Fall des Parteivorsitzenden übermittelte die AfD eine Liste. Bekannt war bisher nur, das sich Meuthen im Jahr 2016 von der Schweizer PR-Agentur Goal AG unterstützen liess. Diese erstellte unter anderem eine Website für ihn.

Bislang sprach die AfD von einem Freundschaftsdienst des Goal-Chefs Alex Segert, der für die SVP politisiert und Werbung gestaltet. Doch darüber wird nun kein Wort mehr verloren. Wie bei Weidel heisst es seitens der AfD nun, das Geld stamme von mehreren Personen. 

Nun klärt die Bundestagsverwaltung die Hintergründe der Spenden ab. Die sogenannte «Swiss Connection» sorgt schon länger für Schlagzeilen in Deutschland.

Haben die Spenden Konsequenzen?

Die Zuwendungen aus der Schweiz könnten für die AfD heikel werden. Denn sogenannte «Strohmannspenden», bei denen die Spender verschleiert werden, sind in Deutschland verboten. Auch Parteispenden, die aus einem Nicht-EU-Land stammen sind illegal, sofern sie nicht von EU-Staatsbürgern stammen.

Vor einer Woche wurde bereits bekannt, dass auch AfD-Politiker Reil Spenden von Personen erhielt, die auch Weidel unterstützten. Reil hatte wie Meuthen von der Schweizer Goal AG Wahlkampf-Unterstützung erhalten. (cma)

Das könnte dich auch interessieren:

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Fahndungsvideo: Angriff auf AfD-Politiker Magnitz

abspielen

Abonniere unseren Newsletter

10
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SchweizAbschaffen 26.01.2019 19:57
    Highlight Highlight Also so etwas gibt es in der besten Demokratie der Welt (Schweiz) nicht.

    Also ... dass man Herkunft und Summe einer Parteispende erfährt.
  • Lowend 26.01.2019 14:52
    Highlight Highlight Es hätte mich auch gewundert, wenn Wolfgand Segert von der SVP Werbeagentur Goal AG seine Leistungen gratis und als «Freundschaftsdienst» anbietet, aber dass er sich nun quasi als Strohmann für verdeckte und damit illegale Parteispenden zeigt, passt schon besser.
  • Kane88 26.01.2019 09:37
    Highlight Highlight Sehe das Problem nicht. Auch andere deutschen Parteien werden vom Ausland unterstützt. Finde die Absicht dahinter legitim. Deutschland ist in Europa so ziemlich das wichtigste Land und ist der Kitt für das Konstrukt EU. Logisch versucht man da die politische Landkarte mit zu steuern.
  • sherpa 26.01.2019 09:05
    Highlight Highlight Könnte ja sein, dass es sich bei der sog "Swiss Connection" um einen Ableger der SVP handelt. Könnte, aber wer weiß das schon.
  • FrancoL 25.01.2019 17:35
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • bebby 25.01.2019 18:42
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • FrancoL 25.01.2019 18:49
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Fe2 25.01.2019 17:13
    Highlight Highlight Witzig wie die Goal AG auf der Website den Kunden Imageaufbau verspricht..
    • Kane88 26.01.2019 15:41
      Highlight Highlight Ist Imageaufbau denn nur wenn man Linke unterstützt?
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 27.01.2019 08:42
      Highlight Highlight Wenn sich die rechten Saubermänner weniger damit beschäftigen würden auf andere zu zeigen, müssten die nicht so viel Kritik einstecken.
      Aber es ist einfacher, allen anderen etwas vorzuwerfen, was man selbst tut.
      Deshalb, heul leise und lass das Opfergehabe. Denn würden sichcdeime Idole mal anständig benehmen, und so sauber wie sie gerne wären, wärs was anderes. 😆

AfD-Politikerin klaut Satire-Artikel – und gibt ihn als ihren eigenen aus

AfD-Politikerin Andrea Zürcher ist es gewohnt, auf Facebook Stimmung zu machen. Mehrmals in der Woche zündelt sie auf der Social-Media-Plattform gegen Berlin, Ausländer und die Medien. Normalerweise erhält sie für ihre Postings einige Dutzend Likes oder Dislikes. Bis gestern. 

Denn das Mitglied des AfD-Kreisvorstandes Konstanz hat mit einem Beitrag für Aufmerksamkeit in ganz Deutschland gesorgt. Die Politikerin hat einen Text des Satire-Magazins «Der Postillon» kopiert und diesen auf …

Artikel lesen
Link zum Artikel