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Du denkst, die Steuern in der Schweiz sind hoch? Du irrst dich!



In hoch entwickelten Ländern werden Steuern in Rekordhöhe fällig. Die sogenannte Steuerquote war im vergangenen Jahr einer Statistik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge so hoch wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 1965.

34.2 Prozent im Schnitt

Im Durchschnitt erhob der Staat in 34 OECD-Ländern Steuern und Sozialabgaben in Höhe von 34.2 Prozent der Wirtschaftskraft. Im Jahr 2016 lag die Steuerquote bei 34 Prozent. Unternehmensteuern und Mehrwertsteuern machten einen wachsenden Anteil am gesamten Steuereinkommen der Industrieländer aus. Hinzu kommen unter anderem Einkommen- und Vermögensteuern.

28.5 Prozent in der Schweiz

Die Steuerquote – also die Steuereinnahmen gemessen an der Wirtschaftsleistung – in der Schweiz liegt jedoch klar unter dem OECD-Schnitt. So erhielt der Staat hierzulande im vergangenen Jahr 28.5 Prozent der Wirtschaftskraft. Damit ist die Steuerquote seit dem Jahr 2000 allerdings leicht angestiegen, nämlich um 0.9 Prozentpunkte. Am niedrigsten war sie in der Schweiz in dieser Periode im Jahr 2007 mit 26.2 Prozent.

37.5 Prozent in Deutschland

Betrachtet man hingegen Deutschland, so lag der nördliche Nachbar der Schweiz klar über dem OECD-Schnitt. Der Staat erhielt im vergangenen Jahr 37.5 Prozent der Wirtschaftskraft (plus 0.1 Prozentpunkt im Vergleich zu 2016). Damit ist die Steuerquote seit dem Jahr 2000 um 1.3 Prozentpunkte gestiegen. Am niedrigsten war sie in diesem Zeitraum in Deutschland in den Jahren 2004 und 2005 mit einer Quote von 33.9 Prozent.

Deutschland gehört bei der Belastung der Arbeitseinkommen durch Steuern und Sozialabgaben weiter zu den Spitzenreitern. Besonders hoch sind hier im Vergleich zu anderen OECD-Ländern die Sozialabgaben. Die Steuern auf Unternehmensgewinne liegen dafür unter dem Durchschnitt.

46.2 Prozent in Frankreich

Die höchsten Steuern unter den OECD-Ländern kassiert Frankreich. Hier erhielt der Staat im vergangenen Jahr 46.2 Prozent der Wirtschaftskraft, direkt dahinter mit 46 Prozent lag Dänemark. Rang drei ging mit 44.6 Prozent an Belgien und Rang vier mit 44 Prozent an Schweden. Auf Rang fünf folgt Finnland mit 43.5 Prozent und danach Italien mit 42.2 Prozent.

16.2 Prozent in Mexiko

Am niedrigsten war die Steuerquote unter den OECD-Ländern in Mexiko: Sie lag 2017 bei 16.2 Prozent. (awp/sda/dpa)

Geografisch bedingte Vorurteile auf den Punkt gebracht von Comiczeichner Aleix Saló.

Steuererklärung ausfüllen: Ein Leidensweg in 10 Stufen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tim_S. 07.12.2018 07:43
    Highlight Highlight Sicherlich wurde bei dieser Statistik die Pflichtabgaben Krankenkassenprämie und Billag gebühren nicht berücksichtigt. Da private Firmen in der Schweiz die Möglichkeit haben Steuern zu erheben, man nennt es zwar Prämie oder Fernsehgebühren aber was ist die Vertragspflicht anderes als eine Pflichtabgabe, wird diese Statistik massiv verfälscht. Würde dies mit eingerechnet stünde die Schweiz wahrscheinlich noch viel schlechter da. Diese Statistik ist eine typische Politikerart der Volksbelügung.
  • Waedliman 06.12.2018 10:47
    Highlight Highlight Die Steuern in der Schweiz sind zu niedrig, vor allem die lächerlich tiefe Mehrwertsteuer. Allerdings müsste die Steuergerechtigkeit ebenfalls unter die Lupe genommen werden, denn die Abschaffung der Begünstigungen für Unternehmen und Reiche würde deutlich mehr Steuergelder in die Kassen spülen, die den Mittelstand und kleinere Einkommen entlasten könnte.
  • Sonnenfeld28 05.12.2018 20:01
    Highlight Highlight Ich bin mir schon ganz lange bewusst, dass wir für unsere Steuern sehr viel an Infastruktur haben und über soziale Errungenschaften verfügen.
    Nicht dass ich sehr gerne Steuern bezahle. Aber ich weiss, dass diese Sinn- und massvoll eingesetzt werden.
  • andrew1 05.12.2018 18:46
    Highlight Highlight Und im kanton bern? 40%?
    • Fabio74 06.12.2018 20:41
      Highlight Highlight und das in einem SVP-Kanton. Freude herrscht
  • Ökonometriker 05.12.2018 18:33
    Highlight Highlight Nunja, diese Zahlen enthalten keine Leistungsvergleiche, kein Defizit, keine impliziten zukünftigen Leistungsversprechen usw - für den Normalbürger sind sie damit nicht wirklich brauchbar. Sie kann v.a zum Berechnen aggregierter Effekte im akademischen Bereich verwendet werden. Dort wird sie dann aber noch mit anderen Kennzahlen kombiniert und oft nur relativ über die Zeit verglichen.
  • walsi 05.12.2018 17:55
    Highlight Highlight Ich hatte mal die Möglichkeit den Lohnausweis mit sämtlichen Abzügen eines deutschen zu sehen der hat ziemlich genau 40% Abzüge. Ich hab das für mich ausgerechnet, inl. Krankenkasse, sind es 30%. Er und ich sind vergleichbar betreffend sozialer Situation, Alter, Ausbildung und Einkommen. Das macht effektiv ein Unterschied von mehreren tausend Franken.
    • Waedliman 06.12.2018 11:57
      Highlight Highlight Und nun nehmen wir auch noch die Kaufkraft unter die Lupe und stellen fest, dass man mit den 70 % netto in der Schweiz weiterkommt als mit den 60 % in Deutschland, wo der nominale Wert derart niedrig liegt, dass inzwischen 40 % des Nettos für Mieten draufgehen.
  • virus.exe 05.12.2018 16:31
    Highlight Highlight Bitte selbe Rechnung nochmal. Dieses Mal jedoch die Krankenkassenausgaben auf die Steuern rechnen. Danke
  • Dr no 05.12.2018 16:24
    Highlight Highlight Kein Problem; Sobald wir die Unternehmenssteuern überall im Rahmen der USR III senken, werden die Steuern der natürlichen Personen automatisch deftig in die Höhe schiessen. Die Steuerausfälle muss ja jemand bezahlen...
  • Menel 05.12.2018 15:43
    Highlight Highlight Ich würde sehr gern mehr Steuern zahlen, wenn dafür die KK billiger werden, das dritte Kind wieder keine KK Beiträge mehr zahlen muss, das gesammte Schulmaterial gratis ist, die ÖVs mit den Preisen runter kommen usw. Damit spare ich nämlich mehr als was ich an Steuern mehr bezahle.
    • Dr no 05.12.2018 16:21
      Highlight Highlight und wert bezahlt dann all die Leistungen, die du beziehen willst ? Die anderen Steuerzahler ?
    • meine senf 05.12.2018 16:36
      Highlight Highlight Leider sehen die meisten Leute diesen Zusammenhang nicht.

      "Aber natürlich will ich Fr. 10.-- weniger Steuern zahlen!!!" (und damit der Milliardär Millonen weniger)

      Danach: "Wie, das Skilager für meine Kinder wird um Fr. 100.-- teurer? Das liegt doch sicher nur an diesen ausländischen oder invaliden Parasiten!!!" (auch der Milliardär, der sich ins Fäustchen lacht, zahlt dann nur Fr. 100.-- mehr)
    • skofmel79 05.12.2018 17:00
      Highlight Highlight Meine senf: du siehst den zusammenhang nicht:
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Conca 05.12.2018 15:17
    Highlight Highlight Neben Steuerlast sollten auch die Leistungen verglichen werden.
    Sonst hinkt der Vergleich, denke ich.
    • bebby 05.12.2018 15:32
      Highlight Highlight Absolut - würden wir die KK-Prämien in der Schweiz als Steuern reinnehmen, sähe das Bild etwas anders aus.
    • aglio e olio 05.12.2018 16:31
      Highlight Highlight Sind denn die Krankenversicherungsprämien in anderen Ländern als Steuern oder Sozialabgaben berücksichtigt worden? Das geht aus dem Artikel nicht hervor.
    • Officer 05.12.2018 19:28
      Highlight Highlight Kann ich mir nicht vorstellen, da es explizit um steuern geht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kyle C. 05.12.2018 14:50
    Highlight Highlight Wie genau berechnet sich die Wirtschaftskraft? Da dürfte es wohl auch Unterschiede geben. Könnte mir das mal ein Hobby- oder Profiökonom erklären? Relation Einkommen/Preisniveau? Anders formuliert: Wenn in gewissen Ländern z.B. Kitas staatlich/steuerlich subventioniert (oder "gratis") sind oder Heizkosten in kalten Ländern, oder Krankheitskosten etc., sind solche Leistungen, die weitgehend mit Steuern beglichen werden, auch berücksichtigt?
    • Sarkasmusdetektor 05.12.2018 19:13
      Highlight Highlight Könnt ich dir schon erklären, aber nicht mit 600 Zeichen. Es gibt nicht umsonst ganze Bücher zu dem Thema. Mit 600 Seiten bekommst du wahrscheinlich ein mehr oder weniger gutes Verständnis von dem Thema.
  • hävi (the return) 05.12.2018 14:12
    Highlight Highlight Ist ja sattsam bekannt, dass die Linken die Steuer schon lange erhöhen wollen.
    Um mehr Geld für Ihre staatsfinanzierten Wähler zu haben.
    • ingmarbergman 05.12.2018 14:53
      Highlight Highlight du meinst nachdem die Bürgerlichen die Steuern für Unternehmen so stark gekürzt hatten, dass die Büezer jetzt darunter leiden, weil Krankenkassen, Gebühren, etc immer teurer werden und die staatlichen Leistungen (Bildung, Altersvorsorge, Infrastruktur) immer mehr abnehmen?
      Wie kann man bloss so blind sein und die Linken für etwas verantwortlich machen, was die Rechten verantwortet haben... 🤷🏻‍♂️
    • Dominik Treier (1) 05.12.2018 15:13
      Highlight Highlight Die Frage ist wer alles bezahlt... Das der Kleinste genug Steuern zahlt und von gutbürgerlichen Bürokratem nur gegängelt wird ist uns klar, aber sobald man viel Geld hat, bekommt man fast noch heraus, damit man auch ja nicht auf irgendeine Insel abhaut...
    • rakki 05.12.2018 15:16
      Highlight Highlight Ist ja bekannt, dass die Rechten die Steuern senken wollen, damit man weiter in der Bildung, öffentlichem Verkehr, Sozialwesen usw. sparen kann.
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