International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Lebenslange Haftstrafe wegen Angriff auf Schweizer Touristen in Tadschikistan



Bild

screenshot youtube/euronews

Im Prozess um den tödlichen Angriff auf vier ausländische Velotouristen – darunter ein Schweizer – in Tadschikistan ist ein Mann zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das verlautete am Mittwoch aus tadschikischen Justizquellen.

Der Angeklagte, der sich zur Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») bekennt, hat die Tat gestanden. Zusammen mit mehreren Komplizen hatte er Ende Juli eine Gruppe Velofahrer im Bezirk Danghara rund 100 Kilometer südöstlich von Duschanbe zunächst mit dem Auto angefahren.

Anschliessend attackierten die Angreifer die Touristen mit Messern und Schusswaffen. Zwei US-Touristen, ein Niederländer und ein Schweizer wurden dabei getötet. Ein weiterer Schweizer wurde verletzt.

Die «IS»-Terrormiliz veröffentlichte anschliessend ein Video, in dem die Täter den sunnitischen Fanatikern die Treue schwören. Vier Verdächtige wurden nach der Tat bei einer Verfolgungsjagd von der Polizei erschossen.

Regierung beschuldigt

Die tadschikische Regierung machte trotz des Bekennervideos jedoch nicht den «IS», sondern die islamistische Partei IRPT für den Angriff verantwortlich. Kritiker halten diese Anschuldigung für politisch motiviert. Zahlreiche Anführer der 2015 verbotenen Partei verbüssen derzeit lange Haftstrafen.

Der Prozess fand hinter verschlossenen Türen in einem Hochsicherheitsgefängnis statt. 16 weitere Angeklagte müssen sich vor Gericht verantworten, weil sie Informationen über den bevorstehenden Angriff nicht an die Polizei weitergegeben hatten.

Bundesanwaltschaft ermittelt

Auch die Schweizer Justiz hat sich in die Ermittlungen eingeschaltet. Das Strafverfahren der Bundesanwaltschaft (BA) richtet sich gegen unbekannt wegen des Verdachts auf Mord, schwere Körperverletzung, Mitgliedschaft respektive Unterstützung einer kriminellen Organisation sowie Verletzung des Gesetzes über das Verbot der Gruppierungen «Al-Kaida» und «Islamischer Staat» sowie verwandter Organisationen.

Laut BA handelt es sich dabei um das übliche Vorgehen bei mutmasslichen Anschlägen, bei denen Schweizer Staatsbürger in Mitleidenschaft gezogen worden seien. (aeg/sda/afp)

Angriff auf das Büro von Save the Children in Afghanistan

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Die Geschichte zu diesem Foto mit Pogba ist wirklich unglaublich lustig

Link zum Artikel

Dieser Bündner Lokführer hat wohl gerade den besten Job der Welt

Link zum Artikel

«Der grösste Fehlentscheid der NFL-Geschichte» – und natürlich wieder Brady

Link zum Artikel

9 simple WhatsApp-Kniffe, die nicht jeder kennt

Link zum Artikel

Vor 50 Jahren: Als der Traum von der Schweizer Atombombe platzte

Link zum Artikel

Von frierenden Möpsen und fliegenden Vibratoren: Eine kleine Abrechnung mit Hollywood

Link zum Artikel

«Ken ist nur ihr schmuckes Anhängsel»: Soziologin über Geburtstagskind Barbie

Link zum Artikel

«Steigende Mieten!» – «Nur noch Beton!»: Das Streitgespräch zur Zersiedelungs-Initiative

Link zum Artikel

Ist die #10YearChallenge gefährlich? Die Fakten zum Internet-Phänomen

Link zum Artikel

Hunderte Millionen geklaute Zugangsdaten im Netz – so prüfst du, ob du gehackt wurdest

Link zum Artikel

3 Punkte: Wie Kritiker über den Reichen-Report motzen – und was davon zu halten ist

Link zum Artikel

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Präsident Bolsonaro am WEF: «Brasilien tut sehr viel für die Umwelt und den Naturschutz» 🤔

Der neue brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat am Weltwirtschaftsforum (WEF) eine wirtschaftliche Öffnung seines Landes angekündigt. «Wir werden unsere Wirtschaft öffnen und die Handelsbeziehungen zu anderen Staaten vertiefen», sagte der Rechtspopulist in Davos.

«Unsere Wirtschaft ist für ausländische Investitionen noch relativ verschlossen. Das wollen wir ändern», sagte Bolsonaro bei seinem ersten internationalen Auftritt. Seine Regierung werde Steuern senken, staatliche Unternehmen …

Artikel lesen
Link zum Artikel