DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06239942 Catalan President, Carles Puigdemont, gives a press conference, in Barcelona, northeastern Spain, 02 October 2017. Puigdemont asked for an 'international mediation' to deal with the current situation in Catalonia and claimed for the 'withdrawal of the police forces' deployed in the region. Catalonia held the previous day an independence referendum, that was celebrated in spite of it had been banned by the Constitutional Court. A day after of the illegal referendum, a high tension atmosphere is present between the Catalan Government and the Spanish central Government after the consequent police forces' actions, with an open door to a possible unilateral declaration of independence by the Catalan Government.  EPA/ALBERTO ESTEVEZ

Macht vorwärts: Kataloniens Rechierungschef Puigdemont.  Bild: EPA/EFE

Katalonien spielt auf Zeit –Puigdemont will Unabhängigkeit «innert Tagen» ausrufen



Die Ausrufung der Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien nach dem Referendum ist nach den Worten des Chefs der Regionalregierung, Carles Puigdemont, nur noch eine Frage von Tagen. Seine Regierung werde «Ende der Woche oder Anfang der nächsten handeln», sagte Puigdemont am Dienstag der BBC.

Auf die Frage, was er tun werde, sollte die spanische Regierung intervenieren und die Regierungsgewalt in Katalonien übernehmen, sagte er, dies wäre «ein Fehler, der alles ändert». Derzeit bestehe aber kein Kontakt zwischen der Regionalregierung von Katalonien und Madrid.

Nach Angaben der Regionalregierung stimmten bei dem Referendum am Sonntag 90 Prozent der Wähler für eine Loslösung von Spanien. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,3 Prozent. Die Volksabstimmung war von der Zentralregierung in Madrid und dem Verfassungsgericht für illegal erklärt worden. König Felipe warf der Regionalregierung am Dienstagabend in einer Fernsehansprache vor, demokratische Prinzipien zerschlagen und die katalanische Gesellschaft gespalten zu haben.

Ermittlungen gegen katalanischen Polizeichef wegen Volksverhetzung

Die spanische Justiz hat Ermittlungen gegen den Chef der katalanischen Polizei eingeleitet. Josep Lluis Trapero und weiteren Vertretern der Unabhängigkeitsbewegung wird Volksverhetzung vorgeworfen.

Der Polizeichef und vier weitere Verdächtige haben eine gerichtliche Vorladung erhalten, teilte ein Justizsprecher am Mittwoch mit. Bei den Ermittlungen gehe es um eine Grossdemonstration gegen die spanische Polizeieinheit Guardia Civil in Barcelona am 20. September. Der katalanischen Regionalpolizei wird vorgeworfen, nicht gegen die Demonstranten vorgegangen zu sein.

Derweil teilte die katalanische Regionalregierung mit, dass der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont am Mittwoch eine Erklärung abgeben wird. Diese ist gemäss Angaben aus Regierungskreisen um 21.00 Uhr MESZ zu erwarten.

Das Präsidium des katalanischen Parlaments kommt zudem im Laufe des Tages zusammen, um einen Termin für die nächste Plenarsitzung zu festzulegen. In dieser Sitzung könnte das Datum für die Unabhängigkeitserklärung festgelegt werden. Puigdemont hatte am Dienstag in einem Interview mit der BBC gesagt, die Ausrufung der Unabhängigkeit Kataloniens sei eine Frage von Tagen.

(sda/reu/dpa)

Katalonien in Aufruhr

1 / 20
Katalonien in Aufruhr
quelle: epa/efe / santi donaire
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Nordirlands Regierungschefin Foster tritt ab

Mit dem Rücktritt der nordirischen Regierungschefin Arlene Foster muss sich die Regionalregierung der britischen Provinz neu formieren. Foster trat am Montag formell zurück, nachdem sie zuvor von Parteikollegen aus dem Amt gedrängt worden war.

Die 50-Jährige hatte neben ihrem Amt als Erste Ministerin Nordirlands auch den Vorsitz der protestantischen Democratic Unionist Party (DUP) inne. Auch dieses Amt legte sie kürzlich nieder.

Als Nachfolger für den Posten des Regierungschefs will die Partei …

Artikel lesen
Link zum Artikel