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13 Studentinnen sterben bei Busunglück in Spanien – Schweizerin verletzt

Bei Tarragona, 150 Kilometer südlich von Barcelona, prallte ein Reisebus mit 57 Personen mit einem Auto zusammen. Unter den Insassen ware Austauschstudenten aus mehreren europäischen Ländern, eine Schweizerin wurde leicht verletzt.



Bei einem schweren Busunglück in Spanien sind 13 Studentinnen aus verschiedenen Ländern ums Leben gekommen. Etwa 30 Menschen in dem Reisebus wurden bei dem Unfall bei Tarragona im Nordosten des Landes schwer verletzt, 13 weitere kamen mit leichten Blessuren davon.

Das gab der katalanische Innenminister Jordi Jané am Sonntag an der Unglücksstelle bei der Ortschaft Freginals bekannt. In früheren Meldungen war noch von 14 Toten die Rede gewesen.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat inzwischen bestätigt, dass sich eine junge Schweizerin unter den Verletzten befinde. Sie habe aber das Spital inzwischen wieder verlassen können. Ob sich weitere Schweizer Staatsangehörige im Bus befanden, klärt das EDA immer noch ab.

Bundesrat Didier Burkhalter, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, drückte «den Angehörigen der Opfer dieses tragischen Verkehrsunfalls sein tiefes Mitgefühl aus». Der verletzten Schweizerin wünschte er gute Genesung. Der Magistrat erklärte zudem, dass alles unternommen werde, um den vom Unfall betroffenen Schweizer Staatsangehörigen sowie ihren Angehörigen die nötige Unterstützung zukommen zu lassen.

Menschliches Versagen

Der Bus war am Sonntag kurz vor Morgengrauen mit 57 Menschen an Bord auf einer Autobahn auf die Gegenfahrbahn geraten, mit einem anderen Fahrzeug zusammengeprallt und auf die Seite gestürzt. Alles deute darauf hin, dass menschliches Versagen des Fahrers die Ursache des Unglücks gewesen sei, sagte der katalanische Minister Jané.

epa05222674 Firemen work at the site of a coach crash that has left at least 14 students dead at the AP-7 motorway in Freginals, in the province of Tarragona, northeastern Spain, 20 March 2016. The coach carrying dozens of Erasmus students collided with a car and overturned. The students from several different countries were heading to Barcelona after attending Las Fallas Festival in Valencia, eastern Spain.  EPA/JAUME SELLART

Bild: EPA/EFE

Studierende des Erasmus-Programms

Im Bus waren Erasmus-Studierende, die einen Ausflug zum Abschluss des Volksfestes «Las Fallas» in Valencia unternommen hatten.

Nach Angaben des spanischen Online-Portals La Vanguardia stammen sie aus der Schweiz, Norwegen, England, der Türkei und der Ukraine, es waren aber auch Studenten von der Universität Barcelona.

Nach Informationen des Innenministers war der Bus an den rechten Rand der Autobahn geraten. Der Fahrer habe dann das Steuer herumgerissen. Daraufhin sei der Bus auf die Gegenfahrbahn geraten, mit einem Personenwagen kollidiert und auf der Seite liegengeblieben. Zwei Menschen in dem Auto seien verletzt worden.

Der Fahrer des Busses überstand das Unglück leicht verletzt. Ein Test auf Alkohol und Drogen habe keinen Befund ergeben, teilte die Justiz in Barcelona mit. *

Die Insassen der vier anderen Busse sind heil in Barcelona angekommen. Unter den 43 geretteten Personen des verunfallten Fahrzeugs befinden sich die zwei Insassen des Autos und der Busfahrer.

Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont ordnete eine offizielle Trauer von zwei Tagen an.

Der Bürgermeister des nahe gelegenen Dorfes Freginals, Josep Roncero, sagte dem Radiosender RAC1, an der Unglücksstelle hätten sich schön häufiger Unfälle ereignet. Im September 2014 waren in Spanien bei einem Busunglück in der Region Murcia im Südosten des Landes 14 Menschen getötet worden.

«Wir haben noch immer nicht alle Todesopfer identifiziert, weil die Reisegruppe in jeweils fünf Bussen reiste. Aber wir hoffen, den Familien in den nächsten Stunden Gewissheit geben zu können.»

Carles Puigdemont, Ministerpräsident der Region Katalonien.

Die «Generalitat de Catalunya» hat für die folgenden zwei Tage Staatstrauer ausgerufen.

* In einer früheren Version hiess es, der Fahrer sei unter Drogen- und Alkoholeinfluss gestanden. Für den Fehler entschuldigen wir uns.

(rof/rar)

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