International
Spanien

Puigdemont verzichtet auf Amt des Regionalpräsidenten in Katalonien

epa06573335 (FILE) Ousted Catalan leader Carles Puigdemont gathers with his parliamentary group for a working session at President Park Hotel in Brussels, Belgium, 05 February 2018 (reissued 01 March  ...
«Ich werde nicht für das Amt des Regionalpräsidenten kandidieren», gab der Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter Carles Puigdemont bekannt. Bild: EPA/EPA

Puigdemont verzichtet auf Amt des Regionalpräsidenten in Katalonien

01.03.2018, 20:2402.03.2018, 10:57
Mehr «International»

Der Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter, Carles Puigdemont, verzichtet auf das Amt des Regionalpräsidenten. «Ich werde nicht für das Amt des Regionalpräsidenten kandidieren», gab er am Donnerstagabend bekannt.

Seinen Verzicht verbreitete Puigdemont in einer in sozialen Netzwerken verbreiteten Videobotschaft. Der Politiker war wegen seiner Unabhängigkeitsbestrebungen im Oktober von der spanischen Justiz als Regionalpräsident Kataloniens abgesetzt worden und hatte sich daraufhin ins Exil nach Belgien abgesetzt, um einer Strafverfolgung in Spanien zu entgehen.

Bei einer Rückkehr nach Spanien droht Puigdemont die Festnahme wegen Aufruhrs und Rebellion. Ende Januar urteilte das spanische Verfassungsgericht, für eine Amtseinführung müsse Puigdemont persönlich vor dem Regionalparlament erscheinen.

Bei der von Madrid angesetzten Parlamentswahl in Katalonien am 21. Dezember verteidigte das Lager der Unabhängigkeitsbefürworter seine absolute Mehrheit. Seither sucht es nach einem Ausweg aus dem Dilemma.

Die linksnationalistische Partei Esquerra Republicana de Catalunya (ERC, Republikanische Linke), zweitstärkste Kraft der Unabhängigkeitsbefürworter im Parlament von Barcelona, schlug vor, Puigdemont solle die Rolle eines «symbolischen» Präsidenten übernehmen. Die Regierungsgeschäfte solle dagegen ein «exekutiver» Präsident führen.

Diese könnte der 53-jährige Jordi Sànchez, Chef der Katalanischen Nationalversammlung (ANC), übernehmen. Er sitzt derzeit allerdings wegen seiner Unabhängigkeitsbestrebungen in spanischer Untersuchungshaft. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
12 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12
Reinhold Messner will kein Tattoo: «Keine Verunstaltung»
Bergsteiger-Legende Reinhold Messner will sich auf seine alten Tage keine Tätowierung mehr stechen lassen.

Der 79-Jährige sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa an seinem Wohnsitz Schloss Juval in der Nähe von Meran in Südtirol: «Passiert nicht. Keine Verunstaltung. Ich bin kein Tattoo-Verehrer.»

Zur Story