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Wieder Klinik bombardiert: Luftangriff auf Aleppo trifft eines der letzten Spitäler



In this photo provided by the Syrian Civil Defense group known as the White Helmets, taken Sept. 23, 2016, a destroyed ambulance is seen outside the Syrian Civil Defense main center after airstrikes in Ansari neighborhood in the rebel-held part of eastern Aleppo, Syria. A year after Russia waded into the war in Syria, aiming to flex its national security muscles and prop up beleaguered Syrian President Bashar Assad, Moscow appears no closer to one of its military goals: getting the U.S. to coordinate combat operations in the civil war. And prospects of a diplomatic resolution seem dim.  (Syrian Civil Defense White Helmets via AP)

Zerstörtes Ambulanzfahrzeug in dem von Rebellen gehaltenen Gebiet im Osten der Stadt. Bild: AP/Syrian Civil Defense White Helmets

Bei Luftangriffen im Norden Syriens ist nach Angaben von Aktivisten und Ärzten eines der letzten Spitäler in den Rebellengebieten der umkämpften Grossstadt Aleppo bombardiert worden. Die Klinik im Nordosten der Stadt sei von zwei Fassbomben getroffen worden.

Das erklärte ein Mediziner am Samstag. Die Rettungshelfer der Weisshelme meldeten, das Spital sei nun völlig ausser Betrieb. Es gebe zudem Berichte über eine Streubombe.

Der Hilfsorganisation Syrisch-Amerikanische Medizinische Gesellschaft (SAMS) zufolge handelt es sich um die grösste von insgesamt acht Kliniken in Aleppos Rebellengebieten. Das Gebäude und ein anderes Spital im von Regimegegnern beherrschten Osten der Stadt waren bereits am vergangenen Mittwoch getroffen worden.

Die Angriffe hatten für grosse Empörung gesorgt, UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon stufte sie als Kriegsverbrechen ein.

Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurde am Samstag auch ein kleineres Feldlazarett im Stadtviertel Sachur bombardiert. Dabei sei mindestens ein Mensch getötet worden, erklärte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Das Lazarett musste seinen Betrieb demnach einstellen.

Kinder in Kriegsregionen

Die Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle, die sich auf Informanten vor Ort beruft, sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

Unter Dauerbeschuss

Aleppo steht unter Dauerbeschuss, seitdem eine von den USA und Russland ausgehandelte Waffenruhe am 19. September nach nur einer Woche wieder zerbrochen war.

Die syrischen Regierungstruppen starteten mit Unterstützung Russlands eine Offensive auf Aleppo, um die seit vier Jahren zwischen Regierung und Rebellen geteilte Grossstadt wieder vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen. Besonders der von Rebellen gehaltene Ostteil der Stadt wird heftig bombardiert.

Durch die Angriffe spitzte sich die humanitäre Krise im seit Monaten belagerten Ostteil der Stadt weiter zu. Auch in der Nacht zum Samstag stand die Stadt wieder stundenlang unter heftigem Artilleriebeschuss, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Im Stadtviertel Suleiman al-Halabi, das zwischen Regierung und Rebellen geteilt ist, und im Viertel Bustan al-Bascha sei die ganze Nacht über Gefechtslärm zu hören gewesen. (wst/sda/dpa/afp)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hirnwinde 01.10.2016 15:55
    Highlight Highlight "Im Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer."

    Aischylos
  • Beobachter24 01.10.2016 14:16
    Highlight Highlight Zum wievielten Mal wurde bereits "eines der letzten Spitäler" bombadiert?
    Und wie glaubwürdig ist eine solche Meldung noch?
    (Siehe auch "Last Hospital In Aleppo Destroyed - Week After Week After Week?“, moonofalabama, https://goo.gl/pSVTPZ)

    Nein, Krieg ist nicht schön, beileibe nicht.
    Aber bitte hört doch auf mit dieser Tränendrüsenpropaganda, die nur darauf abspielt Assad als Hauptschuldigen zu erklären und den Ruf nach Flugverbotszonen durchzuboxen.
    • Toerpe Zwerg 01.10.2016 15:03
      Highlight Highlight Werden überhaupt Krankenhäuser bombardiert?
    • Beobachter24 01.10.2016 15:43
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg

      Davon ist auszugehen.
      Aber wenn all die Meldungen darüber alle wahr werden, dann gäbe in Aleppo jetzt -10 Stück (geschätzt).
      Aber, ja, das passiert leider. Gewisse Staaten empfehlen das sogar zu tun.

      Ich bin nicht für eine Verharmlosung.
      Aber ich bin auch nicht dafür, dass jedes Kriegsverbrechen Asssad und seinen Alliierten angehängt wird. Und ich bin entschieden gegen inszenierte Tränendrüsenpropaganda (Stichwort Brutkastenlüge in Kuwait).

      Die Welt soll davon überzeugt werden, dass es ein Flugverbot braucht in Syrien. Das würde aber nur die Wahhabiten stärken.
    • Maragia 01.10.2016 18:20
      Highlight Highlight Ist wahrscheinlich westliche Propaganda. Ausser wenn Syrien all Woche wieder neue Krankenkäuser in Aleppo bauen würde, aber das denke ich weniger...
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