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A man walks past a graffiti depicting U.S. Republican presidential Donald Trump (R) and Russia's President Vladimir Putin in Vilnius, Lithuania, June 1, 2016. REUTERS/Ints Kalnins   FOR EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVES

Putin und Trump im Bruderkuss vereint: Graffiti in Litauen. Bild: INTS KALNINS/REUTERS

Donald Trump preist die Führungskraft von Kreml-Chef Putin



US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat sich beeindruckt von den Führungsqualitäten des russischen Kreml-Chefs Wladimir Putin gezeigt. Putin sei US-Präsident Barack Obama an Führungskraft weit überlegen.

An dem russischen Präsidenten schätze er, dass dieser «sehr starke Kontrolle über sein Land hat», sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) bei einem TV-Forum zur Sicherheitspolitik, an dem auch Gegenkandidatin Hillary Clinton teilnahm.

Republican presidential candidate Donald Trump speaks with 'Today' show co-anchor Matt Lauer at the NBC Commander-In-Chief Forum held at the Intrepid Sea, Air and Space museum aboard the decommissioned aircraft carrier Intrepid, New York, Wednesday, Sept. 7, 2016. (AP Photo/Evan Vucci)

Donald Trump am «Oberkommandierenden-Forum» am 7. September in New York. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Russland habe «ein ganz anderes System, und ich mag dieses System nicht besonders», räumte Trump ein. Mit Blick auf Putin fügte er hinzu: «Aber in diesem System ist er der klare Anführer – sehr viel mehr, als unser Präsident ein Anführer war.»

Mit seinen wiederholten Ehrbezeugungen für Putin hat Trump auch in der eigenen Partei Kritik hervorgerufen. Putin seinerseits hatte Trump, der das Verhältnis zu Russland verbessern will, als «aussergewöhnlichen Mann» bezeichnet.

Nie wieder Bodentruppen

Der Fernsehsender NBC hatte Trump und Clinton nach New York zu einem so genannten «Oberkommandierenden-Forum» geladen, wo sie nacheinander vor Publikum Auskunft zu ihren sicherheitspolitischen Vorstellungen geben sollten. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS»).

Clinton legte dar, dass die USA die Miliz im Irak und in Syrien auch ohne Bodentruppen schlagen könnten. «Wir schicken niemals wieder Bodentruppen in den Irak», sagte Clinton. Es werde unter ihrer Führung auch keine Bodentruppen der US-Streitkräfte in Syrien geben. Sie setzt damit die Politik von Amtsinhaber Barack Obama fort, der dies ebenfalls ablehnt.

Die Kandidatin hob beim Auftritt ihre Erfahrung als frühere Aussenministerin hervor und lieferte in ihren Antworten mehr Details als der Republikaner Trump.

Kontingente aufstocken

Dieser kündigte bei dem Forum an, er würde als Präsident die Generäle damit beauftragen, den «IS» komplett zu vernichten. Auf die Frage, wie sein Plan zur Niederschlagung des «IS» genau aussehe, entgegnete der Republikaner: «Ich will dem Feind jetzt nicht über den Sender sagen, was mein Plan ist.»

Trump setzte sich zudem vehement für eine Stärkung der US-Streitkräfte und eine Aufhebung der Finanzgrenzen zu deren Budgets ein. Die Obama-Administration habe die Armee geschwächt.

Er wolle die Streitkräfte auf mehr als 540'000 aktive Soldaten aufstocken und mit mehr Flugzeugen und Schiffen ausrüsten. Zur Finanzierung werde er zudem nicht gezahlte Steuern in Milliardenhöhe eintreiben.

Die Forderung steht im Gegensatz zu früheren Aussagen Trumps, er wolle sich als US-Präsident weniger in internationale Angelegenheiten einmischen und sogar NATO-Partnern im Zweifel nur dann helfen, wenn das Geld stimmt.

TV-Debatte am 26. September

Gegenüber der Führung der US-Streitkräfte zeigte sich Trump misstrauisch. Unter Obama und Clinton «sind die Generäle zu Schutt und Asche geworden», sagte der Kandidat. Er fügte hinzu, dass er «zu einigen der Kommandeure» Vertrauen habe.

Das TV-Forum fand an Bord des historischen Flugzeugträgers «USS Intrepid» in New York statt. Zunächst wurde Clinton befragt, dann Trump. Am 26. September sollen sie in der ersten Fernsehdebatte direkt aufeinandertreffen.

Mit gegenseitiger Kritik hielten sich beide bei dem Forum zurück. Trump kritisierte Clinton wegen der E-Mail-Affäre. Clinton hielt Trump vor, nicht öffentlich dazu zu stehen, dass er den Irak-Krieg von 2003 zunächst unterstützt habe. (sda/dpa/afp)

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lowend 08.09.2016 10:00
    Highlight Highlight Verständlich, dass Trump seine Finanzen nicht offenlegen will. Hat eventuell russische Gelder dabei?
    Wird bei le Pen und den anderen Rechtspopulisten ähnlich sein, denn Putin unterstützt ja auch hier alle, die gegen die EU arbeiten und Hass und Unruhe schüren.

    Und jetzt extra für meine nationalistischen Lieblinge:
    Wie dass bei der SVP ist wissen wir leider nicht, denn sie wollen die Finanzen auch nicht offenlegen aber wie heisst es jetzt beim NDG immer so schön; Wer nichts zu verbergen hat, kann den Schnüfflern freie Hand lassen. Darum frage ich mich, warum dann bei den Parteifinanzen nicht?
  • rodolofo 08.09.2016 09:18
    Highlight Highlight Barak Obama war als Teamplayer tatsächlich lange von der Illusion beseelt, die politisch gespaltene US-Bevölkerung zusammen zu bringen und mit den Republikanern konstruktiv nach Lösungen zu suchen.
    Doch er hat seine Rechnung nicht mit der Rechtsextremen "Teaparty"-Bewegung gemacht...
    Diese Amerikanischen "Wutbürger" blockierten, attackierten und diffamierten alles, was Obama machte.
    Da er noch dazu dunkelhäutig ist, kann er es diesen Rassisten ohnehin niemals recht machen.
    Gegen Ende seiner Amtszeit nutzt aber Obama seine Macht und wird uns deshalb als "starker" Präsident in Erinnerung bleiben
  • Sapere Aude 08.09.2016 08:21
    Highlight Highlight Der letzte nützliche Idiot der im Oval Office sass, führte zwei nutzlose Kriege und liess die Staatsschulden explodieren. Clinton versteht zumindest die Materie.
    • Beobachter24 08.09.2016 12:20
      Highlight Highlight Einmal mehr empfehle ich bei youtube zu suchen und reinzuhören, was Trump über Putin und was Putin über Trump tatsächlich sagen.

      Trump u.a. hat betont, dass er bereit ist mit Putin zu sprechen, und dass er dafür ist, dass das derzeit ziemlich gestörte Verhältnis der USA zu Russland zu normalisieren. UND DAS IST GUT SO!

      Dass in diesem Zusammenhang immer wieder die "Graffiti in Litauen" gezeigt wird, welche eine schwules Verhältnis impliziert, zeigt auf, wie verzerrt und respektlos "unsere Medien" über Trump und Putin berichten.
    • Beobachter24 08.09.2016 12:34
      Highlight Highlight btw. ... ich wollte dies nicht als Kommentar an Sapere Aude Post. Sondern als "top level comment". Jä nu ... selber schuld bin ich.

«IS»-Terroristen nutzen Chaos nach türkischer Invasion

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