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Biden kassiert nach TV-Duell die Quittung – Harris und Warren legen zu

Nach der ersten TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber für die Wahl 2020 hat Spitzenreiter Joe Biden einer Umfrage zufolge stark an Beliebtheit eingebüsst. Zulegen konnten die Senatorinnen Kamala Harris und Elizabeth Warren.



Moment, was sind die genauen Resultate?

In der am Montag veröffentlichten Umfrage im Auftrag des Senders CNN unterstützten nur noch 22 Prozent der Anhänger der Demokraten eine Kandidatur des ehemaligen Vizepräsidenten gegen den republikanischen Präsidenten Donald Trump. Das sind 10 Punkte weniger als einen Monat zuvor und sogar 17 Punkte weniger als noch im April.

An zweiter Stelle liegt inzwischen Senatorin Kamala Harris, 17 Prozent wünschen sich ihre Kandidatur – im Mai waren es nur 8 Prozent. Auf Harris folgen Senatorin Elizabeth Warren mit 15 Prozent (Mai: 7 Prozent) und Senator Bernie Sanders mit 14 Prozent (Mai: 18 Prozent).

Keiner der anderen 18 Kandidaten erreichte 5 Prozent. Gezählt wurden Antworten von 656 registrierten Wähler, die angaben, eingetragene Demokraten zu sein oder zu der Partei zu tendieren.

Aber Biden liegt immer noch vorne, oder?

epa07680754 Democratic candidate for US president, former Vice President Joe Biden speaks at the opening of the Rainbow PUSH International Convention at the Chicago Teachers Union headquarters in Chicago, Illinois, USA, 28 June 2019. The convention will run from 26 June to 02 July with the theme of '400 Years Later - Repairing the Damage 1619-2019' referring to the effects of slavery and the struggle for Civil Rights movement in the US.  EPA/TANNEN MAURY

Ihm geben die Befragten die besten Chancen: Joe Biden. Bild: EPA

Ja, unabhängig von ihrer Präferenz sagten weiterhin 43 Prozent der befragten Parteianhänger, Biden habe die beste Chance, Trump bei der Wahl im November 2020 zu schlagen. Von Sanders glaubten das nur 13 Prozent, von Harris und von Warren je 12 Prozent.

Was war zuvor passiert?

Am Mittwoch und Donnerstag vergangener Woche hatten sich 20 Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten in Miami ihr erstes TV-Duell geliefert. Wegen der vielen Bewerber fanden zwei Runden mit je zehn Kandidaten statt.

Den stärksten Moment der Diskussion am Donnerstag konnte die afroamerikanische Senatorin Harris für sich verbuchen, als sie Biden scharf für Positionen zur Integration von Schwarzen angriff. Bei der Debatte am Mittwoch hatten US-Medien Warren unter den Gewinnern gesehen.

Und was meinen die Wähler dazu?

In this June 27, 2019, photo, Democratic presidential candidate Sen. Kamala Harris, D-Calif., gestures during the Democratic primary debate hosted by NBC News at the Adrienne Arsht Center for the Performing Arts in Miami. (AP Photo/Wilfredo Lee)

Kamala Harris erhält für ihren Auftritt die besten Noten. Bild: AP

In der CNN-Umfrage sagten 41 Prozent der Befragten, Harris habe sich bei der Debatte am besten geschlagen. An zweiter Stelle lag Warren, allerdings nur mit 13 Prozent. Lediglich 10 Prozent bescheinigten das Biden. Auf diese Frage antworteten 534 registrierte Wähler, die angaben, eingetragene Demokraten zu sein oder zu der Partei zu tendieren und die die Debatten verfolgt haben.

Wie gehts es nun weiter?

Die Vorwahlen, bei denen der Kandidat oder die Kandidatin der Demokraten gegen Trump für die eigentliche Wahl am 3. November 2020 bestimmt wird, beginnen erst im Februar im Bundesstaat Iowa.

Und die Republikaner?

epa07372566 Former Massachusetts Governor Bill Weld announces his intention to form an exploratory committee to purse the Republican nomination for United States President at the New England Council Politics and Eggs at the Bedford Inn, in Bedford, New Hampshire, USA 15 February 2019. Weld is the first Republican to announce a possible challenge to President Donald J. Trump for the Republican nomination in 2020.  EPA/CJ GUNTHER

Kaum Chancen: Bill Weld. Bild: EPA/EPA

Bei den Republikanern gibt es ausser Trump bislang nur einen weiteren Kandidaten, der für die Partei in die Wahl ziehen will. Dabei handelt es sich um den früheren Gouverneur des US-Bundesstaats Massachusetts, Bill Weld. Ihm werden aber keine nennenswerten Chancen eingeräumt, Trump die Kandidatur der Republikaner streitig zu machen.

Die Methode

Insgesamt wurden für die Umfrage im Auftrag von CNN 1613 Erwachsene zwischen dem 28. und 30. Juni per Telefon befragt. Nach Angaben des Umfrageinstituts SSRS beschrieben sich davon 32 Prozent als Demokraten und 26 Prozent als Republikaner. 42 Prozent gaben an, unabhängig zu sein oder einer anderen Partei anzugehören.

(mlu/sda/dpa)

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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Score 02.07.2019 13:09
    Highlight Highlight Man sollte keine Artikel schreiben die auf einer Umfrageergebnis von gerade mal 656 Personen (von etwa 230'000'000 Wahlberechtigten) basieren... Das ist absolut unseriös...
  • Abu Nid As Saasi 02.07.2019 12:07
    Highlight Highlight Er sollte sich auf sein Altenteil zurückziehen und auf dem Delaware River fischen gehen. Gegen KH hat er keinen Stich. Die wird ihn bis auf die Unterhose ausziehen
  • Swisslord 02.07.2019 11:21
    Highlight Highlight Funfact: AT&T, Muttergesellschaft von CNN hat 51'000 $ der Kampagne von Kamela Harris gespendet in den ersten 3 Monaten von 2019....
    • Jo Blocher 02.07.2019 15:20
      Highlight Highlight @Swisslord. Na und? Der Rest der Kandidatlnnen finanziert sich selber, oder was?
    • Swisslord 02.07.2019 15:54
      Highlight Highlight 1. Du siehst also kein Problem, dass das Medium, welches neutral berichten sollte, selber offenbar Favoriten-Kanditaten hat?

      2. Wem kann der amerikanische Bürger mehr vertrauen? Kandidaten, welche zum massiv überwiegenden Teil von Durchschnittsamerikanern finanziert werden (Sanders, Gabbard u.s.w.) oder solche, welche massiv profitieren von Firmen (Harris, Biden u.s.w.)? Welche Prioritäten haben diese wohl als PräsidentIn......?
    • Swisslord 02.07.2019 20:57
      Highlight Highlight @Jo Blocher:
      1. Du siehst also kein Problem, dass das Medium, welches neutral berichten sollte, selber offenbar Favoriten-Kandidaten hat?

      2. Wem kann der amerikanische Bürger mehr vertrauen? Kandidaten, welche zum massiv überwiegenden Teil von Durchschnittsamerikanern finanziert werden (Sanders, Gabbard u.s.w.) oder solche, welche massiv profitieren von Firmen (Harris, Biden u.s.w.)? Welche Prioritäten haben diese wohl als PräsidentIn......?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Count Suduku 02.07.2019 11:07
    Highlight Highlight Die Kandidaten haben gezeigt, wie sie die Wähler links der Mitte überzeugen können, also genau die Personen, die so oder so die Demokraten wählen. Aber wie kann man Mitte und Mitte-Rechts überzeugen, beziehungsweise die, welche Trump gewählt haben?
    • Swisslord 02.07.2019 13:01
      Highlight Highlight Bei der letzten Wahl war der Nicht-Wähler-Block grösser als der Wähler. Diese sind wichtig!
      Mit Hillary hat man genau deine Strategie versucht und verloren. Weil diese Wähler bei der Wahl zwischen R-light und Original Republikaner immer das Original wählen.
      Man muss endlich davon wegkommen, dass die Demokraten und die Republikaner Polparteien sind und alle unentschiedenen in der Mitte. Das stimmt nämlich überhaupt nicht. Es gibt links viel mehr Wähler die aus Frustration mangels echten Alternativen sich von der Politik abgewendet haben.
    • WhatATimeToBeAlive 02.07.2019 13:14
      Highlight Highlight Schauen Sie sich mal die Zustimmung für Sanders‘ Ideen genauer an. Laut Umfragen gibt es in der amerikanischen Bevölkerung eine Mehrheit für Medicare for all, 15$ Mindestlohn, Legalisierung von Cannabis, Beendigung des Afghanistankriegs etc.
    • Y. Pony 02.07.2019 16:35
      Highlight Highlight @Count Suduku
      Die Demokraten sollen ein solides Programm präsentieren und hoffen, dass es greift und die Nicht-Wähler an die Urnen treibt.

      Denn sind wir ehrlich: jemand, der noch immer von Orange in chief überzeugt ist, kann nicht mit „mittigen“ oder gar „linken, sozialen“ Themen überzeugt werden.
  • FranzXaver 02.07.2019 10:56
    Highlight Highlight Wählbar von denen sind nur Warren und Sanders.

    Wegen der Frau Harris sitzen heute noch unschuldige Menschen lebenslang im Knast.
  • Hier Name einfügen 02.07.2019 10:07
    Highlight Highlight Trump wird auch 2020 wieder gewinnen, die Demokraten sind viel zu sehr damit beschäftigt sich selber zu bekämpfen.
    • Yes. 02.07.2019 11:03
      Highlight Highlight Sich selber bekämpfen in den Vorwahlen ist nicht schlecht. Das „Bekämpfen“ der Demokraten ist ein Kindergeburtstag im Vergleich zu den Republikanern 2016 und die haben anschliessend bekanntlich ja gewonnen.
    • WhatATimeToBeAlive 02.07.2019 13:07
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht, woher das Argument „sie bekämpfen sich selbst“ herkommt. Das ist ja genau der Sinn von Vorwahlen, dass es einen Wettkampf zwischen den Bewerbern mit den besten Ideen gibt. Die Vorwahlen 2008 der Demokraten waren extrem kompetitiv und genau das war ein Grund warum Obama so gestärkt in die Wahlen ging.
    • Shabaqa 02.07.2019 13:37
      Highlight Highlight @WhatATime: Ich kann mir das nur so erklären, dass es von Leuten kommt, die zum ersten Mal eine US-Präsidentenwahl verfolgen. Läuft ja immer so ab.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WhatATimeToBeAlive 02.07.2019 10:03
    Highlight Highlight Es war abzusehen, dass je öfter Biden sein Mund öffnet, desto unbeliebter wird er. Das hat er selbst (bzw. seine Berater) gemerkt und fährt deshalb die Strategie der „limited exposure“, also möglichst wenig Aufmerksamkeit, um sein Vorsprung noch irgendwie übers Ziel zu retten. Das Rennen wird schlussendlich zwischen Sanders, Harris und Warren entschieden und Biden wird noch vor dem Iowa Caucus oder spätestens nach dem Caucus zurücktreten.
  • Magnum44 02.07.2019 08:30
    Highlight Highlight Wegen einer TV Debatte verliert ein Kandidat 10% der Stimmen. Noch Fragen, was in diesem Land alles falsch läuft?
    • Bruno S.1988 02.07.2019 08:56
      Highlight Highlight In diesem Land läuft einiges schief, dein angesprochener Punkt gehört aber sicher nicht dazu!
      Politiker die ihre Kandidatur nur auf Plattitüden aufbauen, sollen bei TV Debatten so richtig "drunter kommen".
      Der Vize von Obama zu sein reicht vielleicht aus um in den Polls gut dazustehen, bei TV Debatten augenscheinlich nicht!
    • Yes. 02.07.2019 11:04
      Highlight Highlight Ist doch positiv wenn Leute bereit sind ihre Meinung zu hinterfragen.
  • Bruno S.1988 02.07.2019 08:29
    Highlight Highlight Was sagen die neuen Fans von Kamala Harris dazu, dass sie Eltern verhaften lies wenn ihre Kinder nicht zur Schule erschienen? Ist Sippenhaft als "linke" Politikerin in Ordnung?
    • Estelle P!nk 02.07.2019 09:19
      Highlight Highlight Das hat nichts mit Sippenhaft zu tun, als Vater oder Mutter ist es in deiner Verantwortung, dass deine Kinder zur Schule gehen.
      Wenn dein Kind in der Schweiz nicht zur Schule geht, wirst auch du bestraft und nicht dein Kind.
    • Bruno S.1988 02.07.2019 10:44
      Highlight Highlight @Estelle

      Ahja?! Also wenn das Kind in der Schweiz mal die Schule schwänzt taucht die Polizei bei der Mutter an ihrem Arbeitplatz auf und nimmt sie fest?!

      Es gab einige solche Fälle in Amerika aufgrund von Kamala's Entscheid für dieses Vorgehen! In wiefern ist dem Kind geholfen, wenn die Mutter deswegen ihren Job verliert?

      Dieses Vorgehen war völlig unverhältnissmässig und sie wird deswegen zurecht kritisiert! Wird auch bestimmt noch ein Thema während den TV Debatten.
      Play Icon
    • Estelle P!nk 02.07.2019 11:09
      Highlight Highlight @Brüno: Dann geht es dir aber um die Art der Bestrafung. Du wirst bestraft, denn du bist verantwortlich, dass dein Kind zur Schule geht, das hat nichts mit Sippenhaft zu tun. Wenn du gleich ins Gefängnis gesteckt wirst, dann muss man über das Strafmass diskutieren und das Ganze nicht als Sippenhaft bezeichnen.

      Ich glaube auch nicht, dass jemand denkt, dass Frau Kamala ausschliesslich richtige Lösungen und Ideen hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peedy 02.07.2019 07:47
    Highlight Highlight Wow. 656 Personen wurden befragt von einem Land mit 320 Millionen Einwohnern...momoll...sehr repräsentativ diese Umfrage...
    • D(r)ummer 02.07.2019 09:32
      Highlight Highlight Der Blitzer so: "Hattest wohl kein Statistikunterricht oder einen Fensterplatz."

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