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Attentäter von Las Vegas wollte offenbar flüchten – und hinterliess eine Notiz



Das Rätseln um das Motiv des mutmasslichen Massenmörders von Las Vegas geht weiter. Noch ist unklar, was Stephen Paddock dazu veranlasste, 59 Menschen zu töten. 

Laut Sheriff Joseph Lombardo soll Padock zunächst eine Flucht geplant haben. «Er tat zu diesem Zeitpunkt alles ihm Mögliche, um zu sehen, wie er noch fliehen könnte», so der Sheriff zu CNN. Als die Polizei dann aber das Zimmer umstellte, habe er sich selber erschossen.

Clark County Sheriff Joe Lombardo listens to a question during a media briefing at Metro Police headquarters in Las Vegas Wednesday, Oct. 4, 2017. Investigators trying to figure out the Las Vegas gunman, Stephen Paddock's state of mind have so far been stymied by the secret life he appeared to lead before the attack on a country music concert on the Las Vegas Strip Sunday. (Steve Marcus/Las Vegas Sun via AP)

Sheriff Joseph Lombardo. Bild: AP/Las Vegas Sun

Zudem hat Paddock eine Notiz im Hotelzimmer hinterlassen. Ein Abschiedsbrief sei dies jedoch nicht gewesen, so Sherrif Lombardo. Nähere Angaben wollte er dazu nicht machen. 

Lombardo geht unterdessen immer mehr davon aus, dass Paddock einen Komplizen hatte. In den letzten Jahren habe er sich ein riesiges Waffenarsenal angelegt. «Man muss annehmen, dass er an irgendeinem Punkt Hilfe gehabt hat.»

In Paddocks Auto seien 1600 Schuss Munition und 50 Pfund explosives Material sichergestellt worden. Was er damit plante, ist gemäss Lombardo unklar.

Freundin war nicht eingeweiht

Die Freundin des Todesschützen von Las Vegas war nach eigenen Angaben nicht in die Anschlagspläne ihres Partners eingeweiht.

«Ich habe Stephen Paddock als freundlichen, liebevollen, stillen Mann gekannt», gab Marilou Danley in einer Erklärung bekannt, die am Mittwoch von ihrem Anwalt verlesen wurde. «Ich habe ihn geliebt und hatte auf eine ruhige Zukunft mit ihm zusammen gehofft», fügte die 62-Jährige hinzu.

Danley war am Dienstagabend von einer Auslandsreise zurückgekehrt und wurde in Los Angeles von Beamten der US-Bundespolizei FBI am Flughafen in Empfang genommen. Die Ermittler erhoffen sich von ihr Einblicke in die möglichen Motive Paddocks, der am Sonntagabend 58 Besucher eines Country-Festivals erschossen und mehr als 500 weitere verletzt hatte.

Schock über Bluttat

Während des Aufenthalts habe Paddock ihr Geld überwiesen, das sie zum Kauf eines Hauses für sich und ihre Familie verwenden sollte. Zu diesem Zeitpunkt habe sie begonnen, sich Sorgen zu machen, berichtete Danley. Sie habe zunächst befürchtet, dass Paddock sich von ihr habe trennen wollen. «Es ist mir nie in den Sinn gekommen, dass er in irgendeiner Weise Gewalt gegen irgendjemanden plante», fügte Danley hinzu.

Danley zeigte sich erschüttert über die Bluttat. Als Mutter und Grossmutter fühle sie mit allen, die geliebte Menschen verloren hätten. Danley betonte, sie sei freiwillig nach Los Angeles zurückgeflogen und werde bei den Ermittlungen vollständig mit dem FBI kooperieren.

Die Australierin war laut Medienberichten vor Jahrzehnten in die USA ausgewandert. Paddock lernte sie demnach vor einigen Jahren in einem Casino in Reno im Bundesstaat Nevada kennen, wo sie als Hostess arbeitete. Der spätere Massenmörder war ein leidenschaftlicher Spieler und besuchte häufig Casinos. (cma/sda/afp/dpa)

Mehr als 50 Tote bei Angriff in Las Vegas

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Video: srf

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Quacksalber 05.10.2017 21:32
    Highlight Highlight Ihr fragt euch komische Sachen. Vor allem die automatischen Waffen sind doch einzig dazu da Menschen zu töten. Fragt euch lieber ob es erlaubt ist eine schwangere Frau in sogenannter Notwehr zu töten. Das wäre dann Abtreibung, was ganz besonders schlimm wäre. Ami–Sorgen.
  • Sebastian Wendelspiess 05.10.2017 17:46
    Highlight Highlight Viele Gerüchte gehen in Richting eines gescheiterten Waffendeals. 20 Waffen für ein Massaker sind einfach zu viel, ausserdem war es, wie Sheriff Lombardo richtig sagte, fast unmöglich für nur eine Person, so viele Waffen und Munition zu transportieren.
    • Waedliman 05.10.2017 18:03
      Highlight Highlight Aber wenn ein Waffendeal scheitert, baller ich doch nicht aus Wut auf Menschen, oder? Das ergibt für mich wenig Sinn als Motiv.
    • Valon Gut-Behrami 05.10.2017 18:42
      Highlight Highlight Ich kann gar nicht glauben, dass du das ernst meinst.
    • Domino 05.10.2017 18:58
      Highlight Highlight Waffendeal mitten in Vegas? Da gibts bestimmt bessere Orte ausserhalb in der Wüste. Ausserdem hatte er die Waffen in verschiedenen Staaten zusammengekauft....
      Der Sheriff sprach auch von einer Radikalisierung. Offen bleibt nur in welche Richtung...
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