International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Paddock schoss 10 Minuten – darum brauchte die Polizei 75 Minuten, bis sie vor ihm stand

Wie ging die Polizei vor, als sie die Suite von Stephen Paddock gestürmt hat? Das Las Vegas Metropolitan Police Department hat nun eine Zeitleiste veröffentlicht. Protokoll der blutigsten Massenschiesserei in der neueren US-Geschichte.



75 Minuten hat es gedauert, bis die Polizei in Las Vegas das  Zimmer stürmte, von dem aus Stephen Paddock das Feuer auf die 22'000 Konzertbesucher eröffnet hatte. Das zeigt die Timeline, die das Las Vegas Metropolitan Police Department nun veröffentlicht hat:

Für die gefühlt lange Dauer gibt es einen Grund.

Bezirkssheriff Joe Lombardo sagte vor den Medien, dass die Polizisten bereits 12 Minuten nach den ersten Schüssen von Paddock den 32. Stock erreicht haben – «was phänomenal ist».

Zu diesem Zeitpunkt hatte Paddock das Feuer auf die Konzertbesucher eingestellt. Der 64-Jährige hatte zuvor den Sicherheitsbeamten entdeckt, der sich seinem Zimmer genähert hatte. Paddock schoss ihm durch die Türe ins Bein.  

Windows are broken at the Mandalay Bay resort and casino, Tuesday, Oct. 3, 2017, in Las Vegas. Authorities said Stephen Craig Paddock broke the windows and began firing with a cache of weapons, killing dozens and injuring hundreds. (AP Photo/John Locher)

Die zerbrochenen Fenster im 32. Stock des Mandalay Bay Hotels. Bild: AP/AP

Zwei Minuten später trafen die Beamten ein. Weil keine Schüsse mehr zu hören waren, entschieden sie sich, mit der Stürmung des Zimmers zu warten, bis ein Sondereinsatzkommando vor Ort war. Gleichzeitig begannen sie mit der Evakuierung der anderen Hotelzimmer auf dem Stock. 

75 Minuten nach den ersten Schüssen stürmen die Polizisten Paddocks Zimmer. Der 64-Jährige ist dann bereits tot. Er hatte sich selbst gerichtet.

So lief nach Angaben der Polizei die Stürmung von Paddocks Zimmer ab:

22.05 Uhr (Ortszeit): Paddock eröffnet das Feuer. Der Zeitpunkt wurde mittels Aufnahmen von Überwachungskameras auf dem Konzertgelände bestimmt.

22.12 Uhr: Die zwei ersten Polizeibeamten erreichen den 31. Stock des Hotels. Sie melden, dass direkt über ihnen geschossen wird.

22.15 Uhr: Paddock feuert zum letzten Mal. Die Polizei beruft sich bei diesen Angaben auf Bodycam-Aufnahmen ihrer Beamten.

Grundriss Suite Paddock

Die «LA Times» hat einen Grundriss von Paddocks Suite veröffentlicht. Rechts unten der zweite Raum, den die Polizei am Schluss stürmte.  Bild: LA Times

22.17 Uhr: Die zwei ersten Polizeibeamten treffen im 32. Stock des Hotels ein.

22.18 Uhr: Ein Sicherheitsbeamter des Hotels berichtet den Polizisten, er sei angeschossen worden. Er gibt ihnen Paddocks Zimmernummer. 

22.26 - 22.30 Uhr: Acht weitere Polizisten erreichen den 32. Stock. Weil sie keine Schüsse mehr hören, entscheiden sie sich, systematisch die Zimmer rund um Paddocks Raum zu evakuieren und nach verletzten Personen zu suchen.

22.55 Uhr: Über das Treppenhaus am anderen Ende des Gangs erreichen weitere acht Polizisten den 32. Stock. Das Treppenhaus liegt ganz in der Nähe von Paddocks Zimmer. 

23.20 Uhr: Die Polizisten stürmen Paddocks Zimmer. Sie sehen den 64-Jährigen tot am Boden liegen. Sie entdecken eine weitere Tür im Zimmer.

23.27 Uhr: Der zweite Raum wird gestürmt. Laut den Angaben des Las Vegas Metropolitan Police Departments entdecken die Beamten schnell, dass der Raum leer ist. Sie melden, dass sie den Schützen ausgeschaltet haben.

(mlu)

Mehr als 50 Tote bei Angriff in Las Vegas

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

17 katastrophale Tinder-Chats, die definitiv niemanden antörnen

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 9 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

«SRF Deville» verkündet Pfadi-Putsch in Liechtenstein – diese finden's gar nicht lustig

Link zum Artikel

Fotograf schiesst DAS Foto der Notre-Dame und muss sich nun gegen Fake-Vorwürfe wehren

Link zum Artikel

Wie rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke instrumentalisieren

Link zum Artikel

Mit diesen 21 Fakten kannst du beim kommenden «Game of Thrones»-Marathon angeben

Link zum Artikel

Das grösste Verdienst von Tesla sind nicht die eigenen Autos

Link zum Artikel

Brauchen wir einen Green New Deal, um eine Rezession zu vermeiden?

Link zum Artikel

Vergiss Tinder! Hier erfährst du, welches Potenzial deine Fassade hat 😉

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

10
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sebastian Wendelspiess 05.10.2017 15:39
    Highlight Highlight Hm. Irgendwo hab ich gelesen, das man Sprengstoff bei Paddock vermutete und darum gewartet hat.
  • lilie 05.10.2017 14:20
    Highlight Highlight Ich finde es recht bedenklich, dass die Polizei so viele Details veröffentlicht. Nachahmungstäter könnten diese doch nutzen, um weniger schnell entdeckt zu werden und noch mehr Leute zu erschiessen.
  • Blitzer, achtung! 05.10.2017 09:23
    Highlight Highlight Nachtrag zu "Blick am Abend".
    Benutzer Bild
    • Ehringer 05.10.2017 11:42
      Highlight Highlight Naja, bin überhaupt kein Blickfan, aber das kannst du ihnen schwer vorwerfen. Sind ja im Endeffekt alles übersetzte Zitate von Bilzerian, für dessen Wortwahl kann nicht einmal der Blick was dafür.
    • ShadowSoul 05.10.2017 11:55
      Highlight Highlight Ich verkneif mir jetzt meinen Kommentar zu diesem Typen...
    • SilWayne 05.10.2017 13:47
      Highlight Highlight Da war ich wirklich froh, dass Watson diesen Scheiss nicht veröffentlicht hat als ich das bei Blick am Abend gesehen habe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blitzer, achtung! 05.10.2017 09:19
    Highlight Highlight Das ist Weiterbildung, USA-Schweiz. Was überlegt sich die "Blick Redaktion", welche doch Herr über Sprüche ist und diese noch genüsslich druckt. Schreibt doch "Blick am Abend" gestern über Playboy Bilzerian und übernimmt doch tatsächlich 5 x verdammt und ein mal Fuck. "Geits no!" Z.B. "Verdammt, diesem Mädchen wurde gerade in den verdammten Kopf geschossen. Blick Leute! Euch ist nicht zu helfen! Ihr verroht die Sprach, merkt ihr das??
    • jjjj 05.10.2017 11:01
      Highlight Highlight was ist das problem? dan bilzerian hat das so gesagt.

      deine grammatik verroht die sprache auch.

      und ja, ich ignoriere gross/kleinschreibung.
    • Blitzer, achtung! 05.10.2017 12:14
      Highlight Highlight ....bist du Schule gegangen?

Das sind die härtesten Strafen der Welt

In Brunei droht Homosexuellen seit gestern die Todesstrafe, Dieben werden Hände und Beine amputiert. Doch auch andere Länder kennen brutale Strafen – vor denen auch Touristen nicht verschont bleiben.

In Katar, Jemen und Iran ist die Enthauptung noch heute als Strafe vorgesehen. Der einzige Staat, der jedoch noch Enthauptungen durch das Schwert vornimmt, ist Saudi-Arabien. Mögliche Verbrechen dabei sind Vergewaltigung, Ehebruch, Mord, Hexerei, Apostasie (Abwendung aus einer Religionszugehörigkeit) oder der Handel mit Betäubungsmitteln.

Seit den 1980er Jahren gilt die Vergiftung durch Giftspritze als «humanste» Form der Hinrichtung und ist somit die meist angewandte Methode für Todesstrafen …

Artikel lesen
Link zum Artikel