International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hat Trump wirklich gesagt, alle Flüchtlinge aus Haiti hätten Aids?



US-Präsident Donald Trump ist nach einem Bericht der New York Times bei einem Treffen mit Spitzenmitarbeitern im Juni so wütend über die hohe Zahl von Immigranten gewesen, dass er sich ausfallend über bestimmte Ausländergruppen äusserte.

Demnach stürmte er mit einem Zettel voller Zahlen ins Oval Office, in dem sich unter anderem bereits sein Sicherheitsteam versammelt hatte. Dann habe er geklagt, es hätten seit Januar so viele Ausländer ein Einreisevisum bekommen, dass sein Wahlkampfversprechen strikterer Regeln zum Gespött werde.

Freunde hätten ihn angerufen, um ihm zu sagen, dass er wie ein Idiot aussehe, sagte Trump der Zeitung zufolge. Er habe dann Zahlen von dem Zettel mit Einreisestatistiken vorgelesen und sich zunächst über die Zahl von Zuwanderern aus Afghanistan ausgelassen, «einem Zufluchtsort für Terroristen».

President Donald Trump speaks to reporters after signing the tax bill and continuing resolution to fund the government, in the Oval Office of the White House, Friday, Dec. 22, 2017, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci)

Wütende Ausfälle über Immigranten: Donald Trump. Bild: AP/AP

Aus Haiti seien 15'000 Menschen gekommen, sie «alle haben Aids», zitierte die Zeitung den Präsidenten weiter. Sie berief sich dabei auf einen Beamten, der an dem Treffen teilnahm und einen zweiten, der von einem Teilnehmer unterrichtet worden sei.

Demnach äusserte sich Trump auch abfällig über den Zustrom von nigerianischen Immigranten. Wenn sie einmal die USA gesehen hätten, würden sie niemals «in ihre Hütten» in Afrika zurückkehren, sagte er den Schilderungen zufolge.

White House press secretary Sarah Huckabee Sanders talks to reporters during the daily press briefing in the Brady press briefing room at the White House, in Washington, Tuesday, Dec. 19, 2017. (AP Photo/Manuel Balce Ceneta)

Sarah Sanders, Sprecherin des Weissen Haus, findet deutliche Worte für den Artikel der New York Times. Bild: AP/AP

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Sanders, bestritt, dass diese Äusserungen gefallen seien. Sowohl der damalige Minister für innere Sicherheit John Kelly als auch Sicherheitsberater H.R. McMaster und Aussenminister Rex Tillerson, die dabei gewesen seien, wiesen «diese empörenden Behauptungen» zurück, erklärte sie am Samstag. (sda/dpa/mlu)

40 (momoll, vierzig!) Gründe, weshalb man trotz Trump die USA immer noch lieben kann

Das könnte dich auch interessieren:

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Belgische Behörde büsst Google mit 600'000 Euro

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

35
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gummibär 24.12.2017 09:10
    Highlight Highlight Wenn Märchentante Sarah Huckabee Sanders etwas deutlich verneint, darf man getrost annehmen, dass es stimmt.
  • cheko 24.12.2017 02:58
    Highlight Highlight Gesagt oder nicht.. eine Schweinerei, dass man solch eine Behauptung von einem Präsidenten (wohl gesagt der USA) überhaupt ernst nehmen kann.. Der Typ ist eine Schande für die Vereinigten Staaten und für die Demokratie.. Zumindest ist seine Marionetten Regierung im weissen Haust und in der UNO unterhaltsam.. Frage mich ernsthaft welche verblödeten Wähler für ihn gestimmt haben.. Peinlich.. einfach nur PEINLICH für die USA
    • rodolofo 24.12.2017 09:41
      Highlight Highlight Wenn das nur keiner dieser "verblödeten Wähler" liest!
      Aber die hören und sehen ja eh nur FOX und Breitbart-News...
      Aber einige Exemplare aus dem Rechtsnationalen bis Ultra-Liberalen Sumpf könnten sich sehr wohl hier auf Watson tummeln!
      Seit geraumer Zeit versuchen die ja sogar, dieses Portal in einem eingebildeten Häuserkampf einzunehmen und zu besetzen!
      Dabei arbeiten sie mit infiltrierten "Journalisten" zusammen, die Einfluss nehmen auf die Art, wie hier zensuriert wird.
      Wir sind also weit weg von den USA und zugleich beängstigend nah...
      Da sage ich natürlich trotzig: "No Passaran!"
  • Selbstverantwortin 23.12.2017 23:20
    Highlight Highlight Habe, hätte, soll...
    Jemand soll gesagt haben, er hätte von jemandem gehört, dass es eine Quelle gäbe, welche jemanden kennen soll, der meint gehört zu haben, dass...
    ...dies die heutige Qualität und Relevanz der Medien sei.

    Echt jetzt: Beweisbare Fakten?
    Nicht? Dann spart die Pixel.
    • chraebu 24.12.2017 10:28
      Highlight Highlight Zwei unabhängige Quellen die es bestätigen.

      Was erwatest du: Verwanzen des oval office?

      Aber eigentlich auch egal. Wir sind heute leider soweit, dass es gar keine Rolle mehr spielt ob es wahr ist oder nicht.

      "Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit" ... bedenkliche Zeiten
    • Selbstverantwortin 24.12.2017 13:48
      Highlight Highlight Zwei Quellen, die keinen Namen haben, können auch frei erfunden sein.
      Mein Punkt ist, dass es dann bloss Behauptung gegen Behauptung bleibt, was einfach keine Substanz hat. Wenn wir die Verluderung der Sitten beklagen, sollten wir auch nur Fakten und echte Zeugen bringen.
    • chraebu 24.12.2017 14:34
      Highlight Highlight Wieso, weil Trump ja so viele Fakten liefert?!

      Und wieso sind die Zeugen unecht? Weil sie nicht namentlich genannt werden wollen ist es doch nicht gleich erfunden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Normi 23.12.2017 23:04
    Highlight Highlight Beleidigungen hin oder her das zitat:
    "Wenn sie einmal die USA gesehen hätten, würden sie niemals «in ihre Hütten» in Afrika zurückkehren, sagte er den Schilderungen zufolge."

    Stimmt einfach oder hat jemand schon Ausreise wellen gesehen ?
    • chnobli1896 24.12.2017 08:30
      Highlight Highlight Wenn Trump seine Agenda durchsetzt wird es in ein paar Jahren einige geben.
    • rodolofo 24.12.2017 09:27
      Highlight Highlight Na und?
      Erstens liegt Haiti nicht in Afrika, und zweitens hat mir eine Haitianerin, die das College in Frankreich absolviert hat und heute in der Schweiz lebt und arbeitet, erzählt, dass das ihre Kindheit früher auf Haiti sehr schön war, dass sie in ihrer Familie sehr viel Liebe erfahren habe, was sie für das Leben offensichtlich stark gemacht hat.
      Und das Beste: Sie spricht mit mir sehr geduldig französisch, bis ich ermüde und wir die Konversation auf deutsch wechseln, das SIE ebenfalls bestens beherrscht.
      Ähnliche Geschichten höre ich von meiner Frau, die aus den Philippinen kommt.
    • rodolofo 24.12.2017 09:32
      Highlight Highlight ...
      Oder letzthin eine Frau aus dem Kongo, die ich kennenlernen durfte.
      Alle diese Lebensgeschichten erzählen mir vom unglaublichen vor allem seelischen Reichtum der Tropen, von herzlicher Wärme, von sehr viel Liebe vor allem zu den Kindern, von sehr viel Lebensfreude, Humor, Gelassenheit und Toleranz.
      Doch die früheren und heutigen Kolonisatoren, Missionare und Ausbeuter sahen in ihrer grenzenlosen Gier nur den materiellen Reichtum.
      Und diesen haben sie sich auch geholt...
      Den wahren, menschlichen Reichtum aber haben sie übersehen und verpasst.
      Armer Trump! Arme USA! Arme "Reiche"...
    Weitere Antworten anzeigen
  • chnobli1896 23.12.2017 22:54
    Highlight Highlight würde mich nicht wundern 🙈
  • freeday 23.12.2017 22:50
    Highlight Highlight Times Square New York. Sagt alles.
    Benutzer Bild
  • Mangi 23.12.2017 22:40
    Highlight Highlight Und was solls! Wenn die Insel im Meer verschwunden ist, spielt auch dieses Geschwätz der Welt keine Rolle mehr
    • ChlyklassSFI 24.12.2017 08:33
      Highlight Highlight Danke für deinen konstruktiven Kommentar...
      Vorläufig möchten die Menschen aber noch leben.
  • AdvocatusDiaboli 23.12.2017 22:26
    Highlight Highlight Es musste ja fast nun so etwas verzweifeltes kommen, nachdem Trump in den letzten Tagen (aus republikanischer Sicht) nur Erfolge verzeichnete und Versprechen gut machte.
    • Normi 23.12.2017 23:41
      Highlight Highlight Come to the Dark Side
      Play Icon
    • ChlyklassSFI 23.12.2017 23:45
      Highlight Highlight Ja, das darfst du schreiben und wirst nicht zensiert. Aber überzeugend ist es nicht.
  • rodolofo 23.12.2017 21:44
    Highlight Highlight Ist doch egal, was Trump gesagt hat!
    Irgendein Stuss natürlich!
    Aber dieser "Witz" wird langsam alt und bekommt einen langen Bart.
    Wie wär's mit einer neuen Form von Provokation, dem SCHWEIGEN?
    "Seht alle her! Ich bin so mächtig, dass ich es mir leisten kann, einfach NICHTS zu sagen!"
    Wie wohltuend doch Nichts sein kann, wenn man sich nur noch unnützes Lügen-Geschwätz gewohnt ist!
    Und alle Paparazzi können endlich mal blau machen und müssen ihre Lebenszeit nicht mit dem Aufnehmen von Lügengeschichten und dem Fotographieren eines sagen wir mal unattraktiveren alten Mannes vergeuden...
    • Törtl_Boiii 24.12.2017 05:33
      Highlight Highlight Für dich ist das Widerstand. Für andere Resignation. Ich zähl zu den anderen.
    • rodolofo 24.12.2017 09:15
      Highlight Highlight @ SonShine
      Ich habe ja nicht gesagt, dass WIR schweigen sollen!
      Ich habe gesagt, dass ER endlich mal seine Klappe halten soll!
      Verstehst Du den Unterschied?
    • Törtl_Boiii 25.12.2017 18:37
      Highlight Highlight Ja, das wünsch ich mir auch. Nur scheint sein mögliches Schweigen eine Utopie zu sein.
  • Tobi-wan 23.12.2017 21:40
    Highlight Highlight Ob es nun stimmt oder nicht... das Traurige daran ist ja, dass man es ihm zutrauen würde, das gesagt zu haben...
  • ChiliForever 23.12.2017 21:40
    Highlight Highlight Tragisch, aber in einem Klima, in dem das Blödsinn-labern üblich geworden ist spielt die Wahrheit keine Rolle mehr, weil am Ende sowieso Wort gegen Wort steht und mindestens die Hälfte der Sprechenden lügt, ohne rot zu werden...
    Man wird also wahrscheinlich nie herausfinden, ob Trump das so gesagt hat oder nicht.
    Und das ist eigentlich noch schlimmer als solche eine Aussage wäre :(
    • ChlyklassSFI 23.12.2017 23:48
      Highlight Highlight Stimmt! Interessante Sichtweise. Trump verschiebt Grenzen bezüglich Stil, im Denken aber scheinen die Grenzen eng gesetzt.

Analyse

Trio infernal: Trump, Putin – und die Deutsche Bank

Der russische Geheimdienst hat in Afghanistan ein Kopfgeld auf amerikanische Soldaten ausgesetzt. Warum reagiert der US-Präsident nicht? Und welche Rolle spielt die Deutsche Bank?

Am vergangenen Freitag hat die «New York Times» einmal mehr eine News-Bombe platzen lassen: Gemäss einer streng vertraulichen Einschätzung sind die amerikanischen Geheimdienste zur Überzeugung gelangt, dass eine russische Spionageeinheit den Taliban ein Kopfgeld für getötete amerikanische Soldaten und andere Nato-Militärs versprochen hat.

Präsident Donald Trump soll bereits im März darüber informiert worden sein. In den vergangenen drei Jahren sind gegen 30 US-Soldaten getötet worden. Ob …

Artikel lesen
Link zum Artikel