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epa06147246 (FILE) - Hope Hicks, then White House director of strategic communications, arrives to a swearing in ceremony of White House senior staff in the East Room of the White House in Washington, DC, USA, 22 January 2017 (reissued 16 August 2017). Acoording to reports, a White House official on 16 August 2017 said Hope Hicks will be named as interim White House communications director. The 28-year-old follows short-term ousted communications director Anthony Scaramucci.  EPA/Andrew Harrer / POOL

Hope Hicks macht schon wieder einen Abgang als Trump-Kommunikationschefin. Bild: EPA/Bloomberg POOL

Trumps «Tochter» Hicks tritt zurück – und das ist die irrwitzige Erklärung des Ex-Models

Sie gilt als eine von Trumps treuesten Mitarbeiterinnen. Doch nun räumt die 29-jährige Kommunikationschefin Hope Hicks nach nur sechs Monaten ihren Posten. Womöglich ist sie über Lügen und eine Affäre gestolpert. 



Schon wieder rollen im Weissen Haus die Köpfe. Jetzt trifft es eine von Trumps Lieblingsmitarbeiterinnen. Die erst 29-jährige Kommunikationschefin Hope Hicks tritt zurück. Wann genau, steht noch nicht fest. Dies nur sechs Monate, nachdem das Ex-Model den Job vom skandalumwitternden Antonio Scaramuci übernommen hatte.

Das ist umso bemerkenswerter, als Hicks zum innersten Zirkel des Trump-Clans gehört. Der US-Präsident hatte sie einst gar als «weitere Tochter» bezeichnet. Denn Hicks startete ihre Karriere 2012 als Model und Beraterin von Ivanka Trump. 2015 übernahm sie den Job als Pressesprecherin von Trumps Wahlkampagne. 

In this Feb. 9, 2018 photo, White House Communications Director Hope Hicks is shown during a meeting in the Oval Office between President Donald Trump and Shane Bouvet, in Washington. Hicks is scheduled to meet with the House intelligence committee Tuesday for a closed-door interview as part of the panel's Russia investigation. (AP Photo/Evan Vucci)

Hicks gehörte zum innersten Trump-Zirkel.  Bild: AP/AP

Was ist Hicks Erklärung für den Rücktritt? 

Offiziell äussert sich Hope Hicks nicht zu den Gründen ihres Rücktritts. Laut New York Times hat Hicks aber gegenüber Freunden ihren Abgang  wie folgt begründet – und die Erklärung tönt so ziemlich irrwitzig. 

Sie habe schon einige Zeit über einen Rücktritt nachgedacht. Die Arbeit habe sie in den letzten Monaten zu einem der mächtigsten Menschen in Washington gemacht. Sie habe in dieser Zeit erreicht, was sie für möglich gehalten habe. Und es werde niemals den perfekten Zeitpunkt geben, um zu gehen. 

Was sagt Trump?

epa05747181 US President Donald Trump (F), with White House chief of staff Reince Pribus (L), White House Communications Director Hope Hicks (2L) and  Senior Advisor Jared Kushner (R), after signing five executive orders related to the oil pipeline industry in the oval office of the White House in Washington, DC, USA, 24 January 2017. US President Trump on 24 January 2017 signed an executive order that allows the disputed Dakota Access and Keystone XL pipelines, under the precondition that US-American steel was used. Former president Obama's administration in 2015 halted the controversial Keystopne XL project.  EPA/SHAWN THEW

Hicks (hinten) im Oval Office.  Bild: EPA/EPA

US-Präsident Donald Trump bedauerte den Abschied von Hicks, die seit Jahren in verschiedenen Funktionen für ihn gearbeitet hatte. Der Präsident bezeichnete Hicks in einem Statement als «herausragend». Sie habe «grossartige Arbeit» geleistet, und er werde sie an seiner Seite vermissen.

Sie habe «keine Worte, um ihre Dankbarkeit für Präsident Trump ausdrücken», erklärte Hicks ihrerseits.

Was steckt wirklich dahinter?

Der Zeitpunkt ihres Rücktritts scheint aber alles andere als zufällig. Hicks war am Dienstag neun Stunden lang vom Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses befragt worden. Dabei ging es nicht zuletzt um eine Affäre mit Rob Porter. Dieser hatte kürzlich ebenfalls seinen Posten räumen müssen, weil ihm seine beiden Ex-Frauen häusliche Gewalt vorwerfen. 

epa05715974 Trump transition team member Rob Porter walks outside the Eisenhower Executive Office Building following meetings, at the White House complex in Washington, DC, USA, 13 January 2017. Senior staff and Cabinet nominees of US President-elect Donald Trump's administration attended meetings at the Eisenhower Executive Office Building.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Ist Rob Porter der Grund für Hicks Abgang? Bild: EPA/EPA

US-Medien berichten gar, dass Hicks mit Porter liiert sei. Sie soll am Verfassen einer Erklärung von Stabschef John Kelly beteiligt gewesen sein, in der er Porter als Ehrenmann bezeichnete. Das ist womöglich der Knackpunkt. 

Oder war es die «Notlügen»?

Laut US-Medienberichten räumte Hicks in der Anhörung ein, dass sie durch ihre Tätigkeit im Weissen Haus manchmal zu «Notlügen» gezwungen gewesen sei. Allerdings habe sie nie über Themen gelogen, die mit den Ermittlungen zu den russischen Einmischungen in den US-Wahlkampf zu tun hätten.

In this Feb. 27 2018 photo, White House Communications Director Hope Hicks, one of President Trump's closest aides and advisers, arrives to meet behind closed doors with the House Intelligence Committee, at the Capitol in Washington. Hicks, one of President Donald Trump's most loyal aides, is resigning. In a statement, the president praises Hicks for her work over the last three years. He says he

Hicks log schon mal für Trump. Bild: AP/AP

Präsidentensprecherin Sanders bestritt, dass Hicks' Rücktritt etwas mit deren Aussage vor dem Repräsentantenhaus zur Russland-Affäre zu tun habe. In der Affäre geht es um mögliche illegale Kontakte von Trumps Wahlkampfteam nach Moskau. Hicks hatte bei der achtstündigen Anhörung durch den Geheimdienstausschuss auf viele Fragen die Antworten verweigert, wofür sie von den oppositionellen Demokraten heftig kritisiert wurde.

(amü/sda)

Donald Trumps erstes Amtsjahr

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