International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06147246 (FILE) - Hope Hicks, then White House director of strategic communications, arrives to a swearing in ceremony of White House senior staff in the East Room of the White House in Washington, DC, USA, 22 January 2017 (reissued 16 August 2017). Acoording to reports, a White House official on 16 August 2017 said Hope Hicks will be named as interim White House communications director. The 28-year-old follows short-term ousted communications director Anthony Scaramucci.  EPA/Andrew Harrer / POOL

Die 28-jährige Hope Hicks soll die Presse im Weissen Haus bändigen. Bild: EPA/Bloomberg POOL

Hope Hicks: Die 28-Jährige hat den schwierigsten Job der Welt

13.09.17, 11:51 13.09.17, 13:27


Sie soll dafür sorgen, dass im Weissen Haus nicht jeder und jede etwas anderes sagt oder wie ihre Vorgänger unflätig über Kollegen herzieht: Hope Hicks ist die neue Kommunikationsdirektorin von Donald Trump. Bereits vor einigen Wochen hatte die PR-Fachfrau provisorisch die Nachfolge des nach nur kurzer Amtszeit geschassten Anthony Scaramucci («The Mooch») übernommen, nun wurde sie dauerhaft ernannt.

Hicks' Job ist nicht zuletzt deshalb besonders heikel, weil Trump in gewisser Hinsicht sein eigener Kommunikationschef ist. Das frühere Model soll im Zusammenwirken mit Mediensprecherin Sarah Huckabee Sanders tagtäglich die Kommunikationslinien und Sprechweisen des Weissen Hauses festlegen – doch der Präsident nimmt diese Aufgabe oftmals eigenständig und ohne Absprache per Kurzbotschaften im Internetdienst Twitter in die Hand.

Gehört schon fast zur Familie: Hicks posierte auch für die Firma von Ivanka Trump. 

Stiehl Trump die Show nicht

Die Rolle einer Kommunikationsdirektorin ist anders als die einer Mediensprecherin. Während Sanders etwa Medienkonferenzen und Briefings gibt, soll eine Kommunikationschefin eine einheitliche Botschaft aus dem Weissen Haus orchestrieren und abstimmen. Sie soll also dafür sorgen, dass nicht jeder etwas anderes sagt. Kein einfacher Job im Weissen Haus.

«Sie hat akzeptiert, dass Trump Dinge sagen wird, welche die Menschen schockierend oder verstörend finden.»

Insidermagazin «Politico»

Ihrem Ansehen beim Präsidenten hat wohl auch geholfen, dass Hicks keinen übermässigen Drang ins Rampenlicht gezeigt hat. Bekannt ist, dass Trump es nicht mag, wenn ihm Mitarbeiter die Show stehlen. Hicks hält sich im Hintergrund und gibt kaum Interviews. Auch in ihrer neuen Rolle wird sie die Auftritte vor den Kameras wohl überwiegend der Kollegin Huckabee Sanders überlassen.

epa06147243 (FILE) - White House then Director of Strategic Communications Hope Hicks (L) and Senior Counselor to the President and White House Chief Strategist Steve Bannon (R) walk down the West Wing Colonnade following a bilateral meeting between US President Trump and Japanese Prime Minister Abe at the White House in Washington, DC, USA, 10 February 2017 (reissued 16 August 2017). Acoording to reports, a White House official on 16 August 2017 said Hope Hicks will be named as interim White House communications director. The 28-year-old follows short-term ousted communications director Anthony Scaramucci.  EPA/Chip Somodevilla / POOL AFP OUT *** Local Caption *** 53318246

Ob Steve Bannon mit der neuen Kommunikationschefin klarkommt?  Bild: EPA/Getty Images POOL

Kontrastprogramm zu Scaramucci

Hicks ist insofern das Kontrastprogramm zu dem schwatzhaften und geltungsbedürftigen Finanzinvestor Anthony Scaramucci, den Trump im Juli nach nur zehn Tagen im Amt gefeuert hatte – nachdem Scaramucci in einem Interview unflätig über Kollegen im Weissen Haus hergezogen war.

Dass sich ihr Vertrauensverhältnis zum Präsidenten zumindest in dessen ersten knapp acht Amtsmonaten als stabil erwiesen hat, liegt wohl auch daran, dass Hicks nie versucht hat, Trump allzu sehr in seine Kommunikation hineinzufunken. «Sie weiss, dass es vergebliche Liebesmüh ist, wenn sie Trump erzählt, was er nicht sagen soll (...). Sie hat akzeptiert, dass er Dinge sagen wird, welche die Menschen schockierend oder verstörend finden», schrieb das Insidermagazin «Politico».

Konzerne vs. Trump

Video: watson

Donald Trump

Selbst das amerikanische Wappentier ist vor Trump nicht sicher

Trump hat die USA in eine nationale Sicherheitskrise gestürzt

Make America Weak Again: Trump beschleunigt den Niedergang der USA

Trump bleibt Trump: Bei der Richterwahl denkt er nur an sich selbst

Der Mann, der Trump retten soll

«F**k July 4th»: Kritische Stimmen und Proteste gegen Trump am Unabhängigkeitstag

Warum US-Medien besessen sind von Donald Trump

Harry-Potter-Autorin macht sich via Twitter über Donald Trump lustig

Trump kann sein giftiges Erbe auf Jahre hinaus zementieren

Gestern hatte Trump einen «Wow!»-Tag – aber diese Frau könnte ihm den Spass noch verderben

Donald Trump ätzt gegen 2 US-Comedians – und die schiessen so zurück 😅

Harley-Davidson ist nur der Anfang: Wie Trump sich im Handelskrieg verfahren hat

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

14
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 13.09.2017 21:07
    Highlight Easy. Den Chef bei seiner Kommunikation nicht reinfunken und alle anderen daran ausrichten. Wenn sie keine Politik macht und nur beratend zur Seite steht, kommt sie dem Chef und seiner Frau nicht in den Weg. Damit steigert sie ihren Marktwert als diskrete Kommunikationsdirektorin auch für die Zeit nach Trump.
    0 0 Melden
  • Grundi72 13.09.2017 17:48
    Highlight Ich will auch ins Weisse Haus! 😘😍
    11 4 Melden
  • ChrisPronto 13.09.2017 16:15
    Highlight Wieder etwas das er von seinem Freund Putin gelernt hat.
    Der hat nach dem Krim Chaos auch auf eine Hübsche Sprecherin gesetzt und plötzlich war alles in Ordnung :-)
    36 2 Melden
  • ChrisPronto 13.09.2017 16:12
    Highlight Ich glaube nicht das Steve Bannon mit ihr klar kommen muss.
    Schliesslich arbeitet er nicht mehr für Trump.
    28 1 Melden
    • Lami23 13.09.2017 21:46
      Highlight Auch gedacht :-)
      5 0 Melden
  • SJ_California 13.09.2017 16:09
    Highlight Hope Hicks - die letzte Hoffnung im weissen Haus 🤣
    5 6 Melden
  • yyungmani 13.09.2017 15:48
    Highlight Wird wohl kaum der schwirigste Job der Welt sein..Auch wenn es definitiv schönere Jobs gibt, als für Trump zu arbeiten.
    15 1 Melden
  • Calvin WatsOff 13.09.2017 13:50
    Highlight Hope Hicks 😊👍🏻 wie poetisch. Aber so was von 👍🏻😊
    39 2 Melden
    • Sisiphos 14.09.2017 07:57
      Highlight Schon, aber hoffen wir, dass der fiese alte Sack nicht anfängt zu "grabben" :```))
      0 0 Melden
  • 足利 義明 Oyumi Kubo 13.09.2017 13:00
    Highlight Zwei Wochen. Wettet jemand mehr?
    15 6 Melden
    • Cmo 13.09.2017 14:26
      Highlight 2 Jahre
      13 2 Melden
    • peterli90 13.09.2017 15:33
      Highlight 9 Monate
      25 3 Melden
    • Darth Unicorn 13.09.2017 16:44
      Highlight 3 scaramuccis
      26 1 Melden

Die «Queen of Soul» lebt nicht mehr: Aretha Franklin ist gestorben

Wer Aretha Franklin live erlebte, dem konnte ihre Stimme ins Mark gehen. Ihr wuchtiger Soul liess schnell vergessen, dass sie die wenigsten ihrer Hits selbst schrieb. Zu den Jahren voller sozialer Umbrüche in den USA lieferte Franklins Gesang den Soundtrack.

Wie viele Menschen müssen in diesen Takten Kraft getankt haben: Steil ansetzende Bläser, dazu ein heiter verzerrtes Gitarrenriff und dann eine Aretha Franklin, die mit all ihrem Soul ins Mikrofon schmettert: «What you want / Baby, I got it …

Artikel lesen