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Trauernde Menschen in Charlottesville – bei einem rechtsextremen Aufmarsch kam eine Person ums Leben.
Trauernde Menschen in Charlottesville – bei einem rechtsextremen Aufmarsch kam eine Person ums Leben.Bild: EPA/EPA

Ivanka Trump nach Rassisten-Aufmarsch: «Kein Platz für weisse Vorherrschaft und Neonazis» 

Während US-Präsident Donald Trump den Aufmarsch der Rechtsextremen in Charlottesville wenn überhaupt, nur indirekt kritisiert, nimmt seine Tochter Ivanka kein Blatt vor den Mund.
13.08.2017, 21:5114.08.2017, 06:15

Bei einem Aufmarsch von Rechtsextremen in der Universitätsstadt Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia ist eine 32-jährige Frau ums Leben gekommen. Bei Konfrontationen mit Anhängern der Gegendemonstration gab es ausserdem Dutzende Verletzte.

US-Präsident Donald Trump vermied es jedoch, die rechtsextreme Gewalt konkret zu verurteilen. Trump sprach lediglich von «Gewalt auf vielen Seiten» und kritisierte «den unerhörten Ausbruch von Hass, Fanatismus und Gewalt», obschon beim Aufmarsch Mitglieder des Ku-Klux-Klan und der «Alt Right»-Bewegung mit von der Partie waren.

«Es ist sehr wichtig, dass der Präsident die Ereignisse in Charlottesville als das beschreibt, was sie sind, ein Terroranschlag weisser Rassisten.»
Marco Rubio, republikanischer Senator

Was Donald Trump unterlässt, hat seine Tochter Ivanka nun auf dem Kurznachrichtendienst Twitter nachgeholt. Die Beraterin des Präsidenten erklärte, dass in der US-Gesellschaft «kein Platz für Rassismus, weisse Vorherrschaft und Neonazis» sei. Ausserdem betonte Ivanka Trump: «Wir müssen als Amerikaner alle zusammenstehen – und ein vereintes Land sein.»

Die Empörung ob dem Ausbleiben von Kritik am rechtsextremen Aufmarsch ist riesig. Der republikanische Senator Cory Gardner schrieb etwa: «Mr President – wir müssen das Böse beim Namen nennen. Dies waren weisse Rassisten und dies war einheimischer Terrorismus.» Marco Rubio, auch er sitzt für die Republikaner im Senat, führte weiter aus: «Es ist sehr wichtig, dass der Präsident die Ereignisse in Charlottesville als das beschreibt, was sie sind, ein Terroranschlag weisser Rassisten.»

Es ist nicht das erste Mal, das dem amtierenden US-Präsidenten vorgeworfen wird, er würde Aktionen aus der rechtsextremen Ecke zu wenig konsequent verurteilen. Auch kommt in diesem Kontext erneut zum Vorschein, dass die Ultrarechte die Wahl Trumps als Legitimation für ihr Gedankengut und daraus entstehende Vorfälle missbraucht. In Charlottesville erschienen am Samstag diverse Teilnehmer des Aufmarsches mit Trump-Plakaten, zudem sprach der ehemalige Ku-Klux-Klan-Führer David Duke vor laufenden Kameras von einem «Wendepunkt» für eine Bewegung, die «die Versprechen von Donald Trump erfüllen» wolle. (rst)

Donald Trump ahmt Menschen nach

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Rassisten-Aufmarsch in US-Unistadt

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Rassisten-Aufmarsch in US-Unistadt
quelle: ap/ap / steve helber
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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mr. Raclette
13.08.2017 21:05registriert Januar 2017
Nun gut, das ist für Trump natürlich eine unglückliche Situation, denn dank den Rechtsradikalen wurde er schliesslich zum Präsidenten gewählt. Er hat ihnen ja während seinem Wahlkampf die richtigen Parolen endlos um die Ohren gehauen.
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Pana
13.08.2017 21:26registriert Juni 2015
Hitlergruss und "Heil Trump" Rufe. Eine KKK / Alt-Right Demo ist nicht viel anders als eine Trump Rally. Und der weiss das. Und er schätzt diese Leute. Vielleicht nicht unbedingt, weil sie Nazis sind, sondern weil sie ihn verehren.

Bin gespannt wie sich das weiter entwickelt. Ich gehe jedoch sehr fest davon aus, dass sich Trump nicht von den White Supremacists distanzieren wird. Und ob dies seine Tochter, das Weisse Haus oder seine Parteikollegen tun, ist völlig irrelevant. ER wird es nicht tun.
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Überdimensionierte Riesenshrimps aka Reaper
13.08.2017 21:34registriert Juni 2016
Jetzt verstehe ich wieso Ivanka so nahe bei ihrem Vater ist.
Sie hat noch jedes mal die Dampfende Kacke die ihr Papa hinterlies weggeräumt.
Sie scheint ja noch Kopf und Anstand zu haben was man von ihrem Herr Vater nicht sagen kann
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