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U.S. Sen. Amy Klobuchar wipes snow from her hair after announcing she is running for president of the United States, at Boom Island Park, Sunday, Feb. 10, 2019, in Minneapolis. Klobuchar joined the growing group of Democrats jostling to be president and positioned herself as the most prominent Midwestern candidate in the field, as her party tries to win back voters in a region that helped put Donald Trump in the White House. (Anthony Souffle/Star Tribune via AP)

Bild: AP/Star Tribune

«Schweizerin» kündigt US-Präsidentschaftskandidatur an – und Trump so: «Schneefrau»



Die demokratische US-Senatorin Amy Klobuchar ist ins Präsidentschaftsrennen 2020 eingestiegen. Die 58-Jährige aus Minnesota gab ihre Kandidatur am Sonntag in Minneapolis bekannt. Ihre Grosseltern mütterlicherseits waren Immigranten aus der Schweiz.

Die ehemalige Staatsanwältin ist damit die bisher bekannteste Kandidatin aus dem Mittleren Westen, wo die Demokraten Wähler zurückzugewinnen wollen. Stimmen aus der traditionell demokratisch geprägten Region hatten US-Präsident Donald Trump 2016 ins Weisse Haus geholfen. Klobuchar war im November in Minnesota mit grosser Mehrheit für eine dritte Amtszeit als Senatorin gewählt worden.

In einer Rede im Bundesstaat Minnesota bei minus zehn Grad und starkem Schneefall kritisierte sie den Umgang der Technologie-Konzerne mit den Daten der Kunden. «Das Gefühl der Einheit zerbricht in unserem Land», sagte sie und machte dafür «unsere kleinliche und lasterhafte Politik» verantwortlich. «Genug ist genug», rief Klobuchar ihren Anhängern zu.

Gemässigte Demokratin

Klobuchar gilt als gemässigte Demokratin und Politikerin, die Unterstützer aus ländlichen wie städtischen Regionen gleichermassen hinter sich vereinen kann. Die 58-Jährige ist eine Pragmatikerin, die zur Zusammenarbeit mit den Republikanern gewillt und damit eine der produktivsten Senatorinnen bei der Verabschiedung von Gesetzen ist.

Sie gehört zu einem Kandidatenfeld der Demokraten, das bereits jetzt so viele Frauen aufweist wie niemals zuvor. Bislang haben insbesondere linke Bewerber der Partei von sich reden gemacht. Sie muss sich gegen bekanntere parteiinterne Rivalen wie Elizabeth Warren, Kamala Harris, Cory Booker und Kirsten Gillibrand durchsetzen, um tatsächlich Präsidentschaftskandidatin der Demokratin zu werden. Ausserdem wird erwartet, dass bald der frühere US-Vizepräsident Joe Biden und Senator Bernie Sanders ihre Kandidatur bekanntgeben.

Trump fand – wie für auch für alle anderen Herausforderer – keine guten Worte. Es sei ein schlechter Zeitpunkt, der Klimaerwärmung bei eisigen Temperaturen den Kampf anzusagen. Sie hätte bei der Bekanntgabe ihrer Kandidatur wie eine «Schneefrau» ausgesehen. 

Diese Demokraten kandidieren gegen Trump:

Immigranten aus Slowenien und der Schweiz

Die Vorwahlen beginnen in etwa einem Jahr. Erwartet wird, dass auch der republikanische Amtsinhaber Donald Trump zur eigentlichen Wahl im November 2020 antritt.

Klobuchar hat laut eigenen Angaben teils Schweizer Wurzeln. Ihre beiden Grosseltern mütterlicherseits - Margaret und Martin Heuberger – stammten demnach aus der Deutschschweiz und liessen sich in den 1920er Jahren in Milwaukee nieder. Ihre Grossmutter war als Baby in die USA gekommen, ihr Grossvater war im Alter von 22 in die USA ausgewandert. Er arbeitete unter anderem in einem Käsegeschäft und verkaufte Miniatur-Chalets. Klobuchars Ur-Grosseltern väterlicherseits stammten aus Slowenien. (sda/reu/afp/ap)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Randalf 11.02.2019 15:08
    Highlight Highlight Dieser Titel hat mich zum Lachen gebracht. Seit ihre Grosseltern sich in den Staaten niedergelassen haben sind fast 100 Jahre vergangen und Ihr schreibt "Schweizerin". Typisch schweizerisch eben.

    Die sind drum zuegwanderät🤣🤣🤣
  • Lörrlee 11.02.2019 08:31
    Highlight Highlight Jaja, Trump und sein "global waming"
  • kettcar #lina4weindoch 11.02.2019 06:02
    Highlight Highlight Au ja, mit Kritik am Umgang mit Daten hat es Edward Snowden in den USA ja schon zu Ruhm und Ehre gebracht. So viel Ehre, dass er sich in Russland versteckt halten muss und so viel Ruhm, dass ihn der Durchschnittsamerikaner nicht von Julian Assange unterscheiden kann.
    Falls sie nicht umgehend vor einem staatlichen Dick-Pic-Program warnt, wird das wohl nichts.


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  • Pana 11.02.2019 03:44
    Highlight Highlight Der Vollpfosten muss natürlich noch einen Global Warming Spruch raushauen.
    • Mia_san_mia 11.02.2019 04:27
      Highlight Highlight Der war aber gut 🤣
    • R4ZKO 11.02.2019 07:31
      Highlight Highlight ...und er hat scheinbar den Unterschied zwischen Wetter und Klima noch immer nicht gepeilt!
      #lernresistent
    • goldmandli 11.02.2019 09:50
      Highlight Highlight Ne war er nicht. Trump hat damit lediglich wieder mal gezeigt, dass er keine Ahnung hat (oder zumindest so tut), was Klimawandel ist.

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