DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Denkt trotz Trump-Tiraden nicht an Rücktritt: Jeff Sessions. 
Denkt trotz Trump-Tiraden nicht an Rücktritt: Jeff Sessions. Bild: AP/AP

Von Trump gedemütigter US-Justizminister Sessions will im Amt bleiben

28.07.2017, 06:1428.07.2017, 06:16

Trotz der Verbalattacken von US-Präsident Donald Trump will Justizminister Jeff Sessions weiter im Amt bleiben. Die Äusserungen Trumps seien «gewissermassen schmerzlich», sagte Sessions am Donnerstag dem US-Sender «Fox News» während eines Besuchs in El Salvador.

Der Präsident sei jedoch ein «starker Anführer» und habe das überwältigende Verlangen, dass «wir alle unsere Jobs erledigen», sagte Sessions weiter. «Das beabsichtige ich zu tun», fügte er hinzu.

Trump hatte Sessions, der ihn als einer der ersten Republikaner im Wahlkampf unterstützt hatte, zuletzt öffentlich mit mehreren Äusserungen immer weiter in die Enge getrieben. Er bezeichnete seinen Justizminister unter anderem als «angeschlagen».

Öffentlicher Wutausbruch

Trump ist erzürnt darüber, dass sich Sessions im März in der Affäre um dubiose Russland-Kontakte von Trumps Wahlkampfteam für befangen erklärt und sich aus den entsprechenden Ermittlungen zurückgezogen hatte. In der vergangenen Woche hatte Trump diese Wut erstmals öffentlich gezeigt. Er warf dem Minister vor, sich ihm gegenüber mit seiner Befangenheitserklärung «extrem unfair» verhalten zu haben.

In dieser Woche setzte Trump dann seine Angriffe auf Sessions fort. Er bezichtigte ihn, nicht entschlossen gegen die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an die Medien vorzugehen. Auch warf er die Frage auf, warum Sessions nicht gegen die unterlegene Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ermittle.

Am Dienstag schürte Trumps neuer Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci Spekulationen über eine möglicherweise bevorstehende Entlassung des Ministers. Dieser sagte, zu Sessions' Zukunft werde es «bald eine Entscheidung» geben. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Afghanistan: Regierungschef der Taliban bricht sein Schweigen

Knapp drei Monate nach seiner Ernennung hat sich der amtierende Regierungschef der Taliban, Mullah Mohammed Hassan Achund, erstmals an die Bürger Afghanistans gewandt. Seine aufgezeichnete Audiobotschaft wurde am Samstagabend im Staatsfernsehen veröffentlicht. In der mit Spannung erwarteten Rede rief er die Nation dazu auf, für das Taliban-Regime dankbar zu sein. Zuvor war Achund kritisiert worden, bei offiziellen Treffen nicht zu sprechen.

Zur Story