International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Ich liebte ihn und ahnte nichts» – Freundin des Vegas-Schützen bricht ihr Schweigen

This undated photo provided by the Las Vegas Metropolitan Police Department shows Marilou Danley. Girlfriend of the active shooter in the Sunday, Oct. 1, 2017, incident, Danley, 62, returned to the United States from the Philippines on Tuesday night and was met at Los Angeles International Airport by FBI agents, according to a law enforcement official. (Las Vegas Metropolitan Police Department via AP)

Marilou Danley zeigt sich geschockt über die Bluttat.  Bild: AP/Las Vegas Metropolitan Police Department

Was trieb Stephen Paddock zur schlimmsten Bluttat der US-Geschichte? Seine Lebenspartnerin Marilou Danley hat sich erstmals geäussert. Auch sie steht vor einem Rätsel. 



Als Stephen Paddock in Las Vegas das grösste Massaker der US-Geschichte anrichtete, weilte seine Freundin Marilou Danley auf den Phillippinen. Am Dienstag ist sie in die USA zurückgekehrt. Die Ermittler erhoffen sich von ihr, endlich Hinweise auf das Motiv des Todesschützen zu finden. Doch auch die Frau steht vor einem Rätsel. Über Ihren Anwalt gab sie am Mittwochabend erstmals eine Erklärung ab: 

Danley über die Beziehung zu Paddock

«Ich habe Stephen als freundlichen, liebevollen, stillen Mann gekannt. Ich habe ihn geliebt und hatte auf eine ruhige Zukunft mit ihm zusammen gehofft»

Sie sei in keiner Weise in die Anschlagspläne eingeweiht gewesen. «Stephen hat nie irgendetwas gesagt oder gemacht, was auf so eine grauenvolle Sache hindeutete.»

This undated photo provided by Eric Paddock shows his brother, Las Vegas gunman Stephen Paddock. Stephen Paddock opened fire on the Route 91 Harvest Festival on Sunday, Oct. 1, 2017, killing dozens and wounding hundreds. (Courtesy of Eric Paddock via AP)

Stephen Paddock. Bild: AP/Courtesy of Eric Paddock

Der Phillippinen-Trip

Vor etwas mehr als zwei Wochen habe ihr Paddock ein Flugticket auf die Phillippinen geschenkt, damit sie ihre Verwandten besuchen könne. «Wie alle Philippiner im Ausland war ich begeistert, nach Hause zu fahren und meine Familie und Freunde zu sehen», berichtete Danley.

Später habe er ihr Geld überwiesen, um ein Haus zu kaufen. «Ich war ehrlich gesagt schon ein bisschen besorgt. Zuerst der spontane Trip in die Heimat. Dann das Geld. Das fühlte sich schon etwas wie eine Trennung an.»

Es sei ihr nie in den Sinn gekommen, dass Paddock in irgendeiner Weise Gewalt gegen irgendjemanden plante, fügte Danley hinzu.

Die FBI-Ermittlungen

Danley zeigte sich erschüttert über die Bluttat. Als Mutter und Grossmutter fühle sie mit allen, die geliebte Menschen verloren hätten. Danley betonte, sie sei freiwillig nach Los Angeles zurückgeflogen und werde bei den Ermittlungen vollständig mit dem FBI kooperieren.

Die Australierin war laut Medienberichten vor Jahrzehnten in die USA ausgewandert. Paddock lernte sie demnach vor einigen Jahren in einem Casino in Reno im Bundesstaat Nevada kennen, wo sie als Hostess arbeitete. Der spätere Massenmörder war ein leidenschaftlicher Spieler und besuchte häufig Casinos.

Die Erklärung im Video

(amü/sda)

Mehr als 50 Tote bei Angriff in Las Vegas

abspielen

Video: srf

Schiesserei in Las Vegas

Das könnte dich auch interessieren:

Das? Das ist nur die wohl umfangreichste Schatzkarte aller bisherigen Zeiten

Link zum Artikel

«Sorry, ich muss heute noch fahren» – aus dem Leben eines Rollstuhlfahrers

Link zum Artikel

8 Dinge, die jeden Schweizer aus der Fassung bringen. Garantiert!

Link zum Artikel

Die Neue meines Ex ist ein Baby mit Balkanslang und Billig-Mini

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Röschtigraben 05.10.2017 13:17
    Highlight Highlight Die Australierin? Ich dachte sie kommt von den Philippinen?
    • Saraina 05.10.2017 20:36
      Highlight Highlight Menschen migrieren. Nicht erst seit gestern. Diese Frau ist von den Philippinen nach Australien gelangt, wann und wie auch immer, hat die Staatsbürgerschaft bekommen, und ist von dort in die USA ausgewandert. Also ist sie Australierin, kommt aber von den Philippinen.
  • IrmaFirma 05.10.2017 12:17
    Highlight Highlight Sollten die Medien wirklich noch weiter das Bild der Frau verbreiten wenn sie, wie die Ermittlungen zur Zeit meinen, nichts gewusst hat?
  • Spooky 05.10.2017 02:29
    Highlight Highlight Der Schriftsteller Jim Thompson hat in seinem Roman "The Killer Inside Me" über Leute wie Paddock berichtet.

    • Saraina 05.10.2017 11:38
      Highlight Highlight Warum nicht? Auch Romanautoren sind Menschen, noch dazu solche, die aus professionellen Gründen den Blick in Abgründe schulen. Und auch wenn man sich schwer tut mit dieser Erkenntnis, Mord ist etwas, das dem Menschen als Möglichkeit gegeben ist. Wäre nicht diese Faszination, würden sich Killer- und Shootergames nicht so gut verkaufen.
    • Free Info 05.10.2017 12:55
      Highlight Highlight Erinnert Ihr den Film "Telefon" mit Charles Bronson (1977)?
      "the woods are lovely, dark and deep but I have promises to keep and miles to go before I sleep"

      Play Icon


      Vielleicht war dieser Täter ja tatsächlich ein "mindcontrolled" menschlicher Roboter der dann mit einem gezielten Telefonanruf zur Tat aktiviert wurde? Hat da der englische Autor David Icke vielleicht recht und es war nichts anderes als eine gezielte "action, reaction, solution" Operation um das Volk für neue Waffengesetze zu konditioniern? Ach Unsinn! Oder etwa doch?
    • Spooky 05.10.2017 13:00
      Highlight Highlight @Holla die Waldfee
      Ja. Ich glaube schon.

      Und Robert Ressler, ein Kriminologe, hat in einem seiner Bücher einen Serienkiller zitiert:

      "We don't march to the same drummer you do."

      ("Wir marschieren nicht zum gleichen Trommler wie ihr.")

Die vier grossen Fragen zum Mueller-Report

Washington fiebert der Veröffentlichung des Mueller-Berichts entgegen. Drohen Donald Trump peinliche Enthüllungen? Schwärzt sein Justizminister alles potenziell Schädliche? Die wichtigsten offenen Punkte im Überblick.

Die Erwartungen sind wieder einmal hochgeschraubt: Die amerikanische Hauptstadt fiebert der Veröffentlichung des kompletten Berichts von Sonderermittler Robert Mueller entgegen.

Heute um 15:30 Uhr Mitteleuropäischer Zeit will der Justizminister William Barr die knapp 400 Seiten zeitgleich dem Kongress und der Öffentlichkeit vorlegen. Zuvor hatte Barr lediglich eine knappe Zusammenfassung bzw. eine Interpretation geliefert – und die letzten Wochen mit der Durchsicht des Berichts auf geheime …

Artikel lesen
Link zum Artikel