DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Donald Trump spricht an der gemeinsamen Pressekonferenz mit Vladimir Putin.
Donald Trump spricht an der gemeinsamen Pressekonferenz mit Vladimir Putin.
Bild: AP/AP

Syrien, Ostukraine, Wahlkampf-Einmischung: Darüber haben Trump und Putin gesprochen

16.07.2018, 09:56

Der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Trump haben am Montag nach Angaben des US-Präsidenten «eine ganze Reihe kritischer Fragen» zwischen den beiden Ländern besprochen. So rief Putin die USA zu einem gemeinsamen Engagement für eine Beilegung des Konflikts auf.

«Russland und die USA können in diesem Land die Führung in dieser Frage übernehmen und bei der Überwindung der humanitären Krise zusammenarbeiten», sagte Putin in einer Medienkonferenz nach dem Treffen. Er nannte auch die Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Heimat als einen der wichtigen Punkte.

Trump sagte dazu, dass beide das Potenzial hätten, Tausende von Menschenleben in dem Bürgerkriegsland zu retten. Es dürfe nicht erlaubt werden, dass der Iran von der erfolgreichen Kampagne gegen das Terrornetzwerk Islamischer Staat profitiere. Trump hatte noch vor kurzer Zeit erklärt, die USA wollten sich bald aus Syrien zurückziehen.

Mehr Engagement in Ostukraine

Der russische Präsident forderte die USA zudem zu mehr Engagement für eine Friedenslösung im Konflikt in der Ostukraine auf. «Die USA könnten entschlossener sein und die ukrainische Führung dazu bringen, ihre Arbeit zu machen», erläuterte er die Forderung.

Der russische Präsident schlug den USA zudem einen neuen Dialog über Fragen der atomaren Rüstungskontrolle vor. Russland und die USA als grösste Atommächte der Welt stünden in einer besonderen Verantwortung, sagte Putin. Besorgt äusserte sich Putin über die Raketenabwehrsysteme der USA und eine mögliche Aufrüstung im Weltraum. Ausserdem schlug Putin eine enge Zusammenarbeit gegen Terrorismus und Cyber-Bedrohungen vor.

Wahlkampf: «Putin hat interessante Idee»

Trump seinerseits hat nach eigener Aussage viel Zeit darauf verwendet, die mutmassliche russische Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl 2016 zu thematisieren. «Ich hatte das Gefühl, dass diese Botschaft am besten persönlich überbracht wird», sagte Trump. Das Gespräch über die Angelegenheit habe «eine Menge Zeit» eingenommen.

Trump führte aus, Putin wolle den Vorwürfen der Wahlkampfmanipulation nun «sehr stark» begegnen. «Es liegt ihm sehr viel daran, und er hat eine interessante Idee», fügte der US-Präsident hinzu, ohne dies weiter auszuführen. Zugleich bezeichnete Trump die US-Ermittlungen in der Russland-Affäre als «Desaster». Es habe keinerlei Absprachen zwischen seinem Wahlkampfteam und Russland gegeben, und das wisse auch alle Welt.

US-Präsident Donald Trump hat nach dem Treffen zudem die Militärzusammenarbeit beider Länder gelobt. «Unsere Militärs kommen gut miteinander aus», sagte er. Russland habe in einigen Aspekten geholfen, es gebe koordinierte Aktionen. Die Armeen kämen besser miteinander zurecht als die Politiker beider Länder, sagte Trump. (sda/dpa)

Wenn sich Kleinkinder vor Gericht selbst verteidigen müssen

Video: watson
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wie Trump seinen Wählern über 100 Millionen Dollar abzockte

Donald Trumps Wahlkampagne verleitete Unterstützer mittels vormarkierten Checkboxen dazu, nicht nur einmalig einen Betrag zu spenden, sondern jede Woche. Über 100 Millionen Dollar wurden so gegen den Willen von Spendern generiert.

Stacy Blatt, ein 63-Jähriger aus Kansas City, lag im September letzten Jahres im Spital wegen seiner Krebserkrankung, als er sich entschied, Donald Trump 500 Dollar zu spenden. Weniger als 30 Tage später wurde sein Konto gesperrt. Als er sich nach dem Grund erkundigte, fand er heraus: Die Trump-Kampagne hatte ihm in knapp einem Monat 3000 Dollar verrechnet. Blatt, der von weniger als 1000 Dollar im Monat lebte, war pleite.

So wie Stacy Blatt erging es letztes Jahr hunderttausenden Unterstützern …

Artikel lesen
Link zum Artikel