International
USA

Christopher Young: Texas vollstreckt Todesurteil

Sohn des Opfers bittet um Begnadigung: Texas vollstreckt Todesurteil trotzdem

18.07.2018, 14:5418.07.2018, 15:42

Der US-Bundesstaat Texas hat trotz eines Gnadengesuchs einen zum Tode verurteilten Mann hingerichtet. Christopher Young wurde am Dienstagabend (Ortszeit) für tot erklärt, wie die Strafvollzugsbehörde mitteilte.

Mitesh Patel, der Sohn des von Young getöteten Hasmukh Patel, hatte sich in den vergangenen Wochen beim Gouverneur von Texas vergeblich für eine Begnadigung eingesetzt.

In this June 13, 2018, photo, death-row inmate Christopher Young holds a phone to his ear during an interview outside death row at the Texas Department of Criminal Justice Polunsky Unit near Livingsto ...
Christopher Young erschoss im November 2004 den Leiter eines Supermarkts. Bild: AP/AP

Patel hatte Young am Montag besucht und das Treffen als emotional aufwühlend für beide beschrieben. Die letzten Worte des Verurteilten waren an die Familie des Opfers gerichtet: «Ich möchte sichergehen, dass die Patel-Familie weiss, dass ich sie liebe, so wie sie mich lieben.»

Im November 2004 hatte Young unter Einfluss von Alkohol und Drogen Hasmukh Patel erschossen, den Leiter eines Supermarkts in San Antonio. Young, der einer gewalttätigen Gang angehörte, hatte nach eigenen Angaben nicht vor, den 50-Jährigen zu erschiessen. Der Vorfall war von einer Überwachungskamera aufgezeichnet worden.

Gnadengesuch abgelehnt

Neben dem Sohn des getöteten Marktleiters hatte auch eine von Youngs Töchtern die Behörden um Gnade für ihren Vater gebeten. Der Begnadigungsausschuss lehnte die Gesuche ab. Texas ist der US-Bundesstaat mit den meisten Hinrichtungen. Young war der achte Verurteilte, der seit Anfang des Jahres dort hingerichtet wurde. (sda/afp)

Im US-Bundesstaat Arkansas werden 7 Männer hingerichtet

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Fabio74
18.07.2018 15:49registriert März 2016
Evangelikale Christen halt die im Alten Testament leben
00
Melden
Zum Kommentar
1
Trumps rassistischer Obama-Post sorgt für Empörung – es ist nicht das erste Mal
US-Präsident Donald Trump will sich für einen rassistischen Post auf seinem Social-Media-Account nicht entschuldigen. Der Beitrag ist inzwischen gelöscht – die Empörung über das Video, in dem Ex-Präsident Barack Obama und dessen Frau Michelle als Affen dargestellt werden, ist trotzdem riesig.
Zur Story