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Prinz Andrew kooperiert nicht in Epstein-Fall

«Tür komplett zugeschlagen»: Prinz Andrew kooperiert nicht in Epstein-Fall

10.03.2020, 11:5310.03.2020, 11:53
FILE - In this Tuesday, Oct. 1, 2013 file photo, Britain's Prince Andrew delivers the keynote speech of the Japan-UK security cooperation conference in Tokyo. Prince Andrew in a statement Saturda ...
Andrew will nicht helfen.Bild: AP

Prinz Andrew verweigert nach Angaben der Ermittler die Zusammenarbeit zur Aufklärung des Missbrauchsskandals um den US-Millionär Jeffrey Epstein. Das sagte der New Yorker Staatsanwalt Geoffrey Berman am Montag.

Trotz seiner Zusagen, bei den Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI zu helfen, habe der 60-jährige Prinz «die Tür zu einer freiwilligen Zusammenarbeit komplett zugeschlagen», so Berman. Er hatte dem zweitältesten Sohn der Queen bereits im Januar «null Kooperation» vorgeworfen.

Berman sagte, sein Büro prüfe nun «seine Optionen für das weitere Vorgehen». Welche Massnahmen er ergreifen könnte, liess er offen. Die New Yorker Staatsanwaltschaft ist für ihre unerschrockenen bis aggressiven Ermittlungen bekannt.

Epstein soll über Jahre hinweg minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben; wenige Wochen nach seiner Festnahme wurde der 66-Jährige im vergangenen August in einer New Yorker Gefängniszelle tot aufgefunden - nach Angaben der Gerichtsmedizin beging er Suizid.

Prinz Andrew, der mit dem Multimillionär befreundet war, wird vorgeworfen, 2001 Sex mit einer damals 17-Jährigen gehabt zu haben, die von Epstein dazu gezwungen worden sein soll. Er bestreitet die Vorwürfe und sagte im vergangenen Jahr öffentlich seine Kooperation mit den Ermittlern zu.

Nach heftiger Kritik an einem BBC-Interview im vergangenen November, in dem der Prinz seine Freundschaft mit Epstein verteidigte und keinerlei Mitgefühl mit den Opfern zeigte, legte Andrew alle öffentlichen Ämter als Royal nieder.

Die Ermittlungen zu dem Missbrauchsskandal laufen auch nach Epsteins Tod weiter. Dabei geht es um die Frage möglicher Gehilfen des Multimillionärs. (aeg/sda/afp)

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