International
USA

FBI-Chef: Terrorverdacht bei Schüssen in den USA erhärtet

Items are left at a memorial at Annunciation Catholic Church after Wednesday's school shooting, Thursday, Aug. 28, 2025, in Minneapolis. (AP Photo/Abbie Parr)
School Shooting Minneapolis
Bild: keystone

FBI-Chef: Terrorverdacht bei Schüssen in den USA erhärtet

29.08.2025, 07:2229.08.2025, 07:22
Mehr «International»

Nach den tödlichen Schüssen auf Kinder in einem Schulgottesdienst in Minneapolis sieht die US-Bundespolizei FBI den Terrorverdacht erhärtet. Beweise, die bei den Ermittlungen gesammelt wurden, wiesen auf einen von Hass motivierten Akt von Inlandsterrorismus hin, schrieb FBI-Chef Kash Patel auf der Online-Plattform X.

Die tatverdächtige Person habe sich in einem Manifest und in Inschriften auf den Waffen antireligiös und antikatholisch geäussert. Auch habe sie Hass gegen Juden geäussert und zu Gewalt gegen sie aufgerufen, unter anderem mit Verweis auf den Holocaust. Patel bestätigte auch frühere Angaben, wonach auf einem der Gewehrmagazine ein Aufruf zu Gewalt gegen US-Präsident Donald Trump gestanden habe.

Staatsanwalt: geballter Hass auf viele Gruppen

Die Staatsanwaltschaft erwähnt neben Hass auf Christen und Juden auch Hass auf Schwarze und Mexikaner – sie sieht einen geballten Hass auf viele Gruppen. Das Herz der tatverdächtigen Person sei voller Hass gewesen. Nur für eine Gruppe habe sie wohl Bewunderung gehabt: Massenmörder und Amokläufer an Schulen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die tatverdächtige Person Kinder leiden sehen wollte. Sie sei von der Idee besessen gewesen, Kinder zu töten, sagte der zuständige Staatsanwalt. Man werte derzeit zahlreiche Notizen aus, die man sichergestellt habe.

Was genau ist passiert?

Während eines Schulgottesdienstes in Minneapolis im Norden der Vereinigten Staaten hatte eine Person am Mittwochmorgen durch die Fenster einer Kirche auf Kinder auf Kirchenbänken geschossen. Zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren starben noch am Tatort. Darüber hinaus wurden nach neusten offiziellen Angaben 15 Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren und 3 Erwachsene verletzt. Nach der Tat brachte sich die tatverdächtige Person nach offiziellen Angaben um.

Dem örtlichen Polizeichef zufolge wurden ein paar der Verletzten am Nachmittag (Ortszeit) bereits aus dem Krankenhaus entlassen, manche befänden sich aber nach wie vor in kritischem Zustand.

Ermittler stellten laut Polizei mehr als 100 Patronen am Tatort sicher. Sie gehen inzwischen davon aus, dass die tatverdächtige Person eine Verbindung zu der Schule hatte: Demnach besuchte sie diese früher, ausserdem sei ihre Mutter für die Gemeinde tätig gewesen.

Tatverdächtige Person soll Transmensch sein

Laut US-Heimatschutzministerin soll sich die tatverdächtige Person als Transperson bezeichnet haben. Transpersonen sind Menschen, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig fühlen. Der Polizeichef bestätigte am Nachmittag (Ortszeit), dass die tatverdächtige Person vor ein paar Jahren ihren Namen geändert habe. US-Medien berichteten, dass der Person bei Geburt das männliche Geschlecht zugeschrieben wurde, sie sich aber als weiblich identifiziert habe. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
14 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
14
Vor Chinas Militärparade: US-Besuch in Taiwan erzürnt Peking
Kurz vor einer grossen Militärparade in China und unter wachsenden Spannungen im Indopazifik hat eine US-Delegation Taiwan zu Gesprächen über Sicherheit besucht. Sie seien hier, um mit ihren «Freunden und Verbündeten in Taiwan» über die Stärkung des weltweiten Friedens zu sprechen, sagte US-Senator Roger Wicker in Taipeh.
Zur Story