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President Donald Trump gestures as he delivers the commencement address at Liberty University in Lynchburg, Va., Saturday, May 13, 2017. (AP Photo/Steve Helber)

Alleine kann Trump keinen neuen FBI-Chef ernennen, die Zustimmung von Senat und Repräsentantenhaus sind notwendig. Bild: Steve Helber/AP/KEYSTONE

Trumps Suche nach einem neuen FBI-Chef



Nach der umstrittenen Entlassung von FBI-Chef James Comey will US-Präsident Donald Trump rasch einen Nachfolger ernennen. Es werde eine «schnelle Entscheidung» geben, sagte Trump am Samstag vor Reportern an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One.

Erste Gespräche mit Kandidaten für den Posten an der Spitze der Bundespolizei, die gleichzeitig Inlandsgeheimdienst ist, sollten bereits am Wochenende geführt werden. Insgesamt können sich laut US-Medien rund ein Dutzend Kandidaten Hoffnungen auf den Spitzenjob machen. Es handle sich um «sehr bekannte» Persönlichkeiten «von höchstem Rang», sagte Trump.

Laut einem Bericht der «New York Times» wollten Justizminister Jeff Sessions und sein Stellvertreter Rod Rosenstein am Samstag Gespräche mit Comeys bisherigem Stellvertreter Andrew McCabe, dem texanischen Senator John Cornyn, dem früheren Bundesanwalt Michael Garcia und der früheren Abteilungsleiterin im Justizministerium Alice Fisher führen. Nach Informationen des TV-Senders Fox News zählt auch der der FBI-Chef in Richmond, Adam Lee, zum engsten Kreis der Kandidaten.

Das Weisse Haus hat bislang kein Datum für die Ernennung eines neuen FBI-Chefs genannt. Trump sagte auf die Frage, ob der Posten bereits vor seiner Reise nach Saudi-Arabien am Freitag besetzt werden könne, «selbst das ist möglich.»

Zustimmung von Parlament nötig

Die Wahl des neuen FBI-Direktors wird von der Opposition und Kritikern aus den eigenen Reihen genauestens beäugt werden, nachdem Trump mit Comeys Entlassung ein politisches Erdbeben ausgelöst und den Verdacht geweckt hatte, er wolle damit die Ermittlungen zu möglichen Verbindungen seines Teams nach Russland ausbremsen.

Trump kann einen Kandidaten für den Posten vorschlagen, für seine Ernennung ist jedoch die Zustimmung von Senat und Repräsentantenhaus notwendig. Die Demokraten und etliche Republikaner in beiden Parlamentskammern hatten Comeys Entlassung scharf kritisiert.

Der Geheimdienstausschuss des US-Senats will kommende Woche über den Rauswurf des FBI-Chefs beraten. Comey selbst will vor dem Gremium vorerst nicht aussagen. Er habe eine Einladung für Dienstag zu einer Sitzung hinter verschlossenen Türen nicht angenommen, sagten Mitarbeiter des Ausschusses der Nachrichtenagentur AFP in Washington.

Dagegen nahm Vize-Justizminister Rob Rosenstein die Einladung an, alle 100 Senatoren über Comeys Rauswurf zu informieren. Ein Datum sei noch nicht festgelegt worden. (sda/afp)

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