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So plump wollen US-Waffen-Narren NRA-Gegnerin Emma Gonzalez diskreditieren 



Sie sind viele und sie sind laut: Am Wochenende haben sich USA-weit rund 800'000 vor allem junge Leute bei Massenprotesten versammelt. Seit dem Schulmassaker in Florida demonstrieren Schüler vehement gegen die ihrer Meinung nach viel zu laschen Waffengesetze im Land.

Aushängeschild der Bewegung ist die 17-jährige Emma Gonzalez, die das Massaker überlebt hatte und deren Wutrede gegen Präsident Donald Trump und die Regierung in den Sozialen Medien viral ging

Gonzalez' Gegner wollten der Waffengegnerin nun mit Photoshop ein Bein stellen: Ein Bild (bzw. ein GIF), das die Schülerin dabei zeigt, wie sie ein Blatt mit einer Zielscheibe zerreisst, wurde verfälscht: Statt einer Zielscheibe zerreisst Gonzalez auf der Fake-Animation die US-Verfassung.

Der Account «Free Speech Social Network», beliebt bei den Ultra-Rechten, vertwitterte das GIF an seine über 100'000 Follower, um es dann Stunden später als Satire zu bezeichnen.

Die Animation ist zwar derart lausig, dass der Fake schnell erkannt wird, das Foto hingegen, das unter anderem über einen Account namens «Linda NRA Supporter» verteilt wurde, ist verfänglich – und provozierte Empörung.

Don Moynihan, Professor an der Universität Wisconsin, twitterte: «Nur ein Beispiel dafür, was die NRA-Unterstützer Teenager antun, die das Massaker überlebt haben» mit einem Screenshot des Twitter-Accounts «Linda NRA Supporter». Offenbar handelt es sich bei diesem Account um einen Bot: Twitter hat ihn inzwischen gesperrt.

«Schüler sollten lieber Wiederbelebung lernen»

Und die Jugendlichen haben noch einen weiteren Gegner. Rick Santorum: Der ehemalige republikanische Senator sagte, die Schüler sollten nicht von anderen verlangen, ihre Probleme zu lösen, sie sollten sie selbst angehen.

«Wie wäre es damit», sagte Santorum beim TV-Sender CNN, «wenn Kinder etwas tun und vielleicht Wiederbelebungskurse belegen?» Ausserdem schlug er vor, Schüler sollten sich auf Situationen eines Amoklaufs vorbereiten, damit sie für diesen Fall eine Antwort parat hätten.

Santorum, der 2012 und 2016 bei der parteiinternen Vorwahl als Präsidentschaftskandidat scheiterte, sagte, die Schüler sollten daran arbeiten, Mobbing zu bekämpfen oder «selbst auf einen Schützen reagieren» und nicht vom Gesetzgeber verlangen, «Gesetze durchzubringen, die sie beschützen».

«Sie haben Massnahmen ergriffen, jemanden zu bitten, ein Gesetz zu beschliessen», sagte Santorum weiter: «Sie haben keine Massnahmen ergriffen zu sagen: 'Wie kann ich mich als Einzelner mit diesem Problem befassen?'» In sozialen Medien folgte enorme Empörung auf die Aussagen. Noch vor dem Start der Demonstrationen hatte sich bereits die Waffenlobby kritisch geäussert. Aus ihrer Sicht sei die Jugend für politische Zwecke instrumentalisiert worden.

(dwi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • alterecht? 26.03.2018 16:44
    Highlight Highlight Also Leute ist doch ganz einfach macht hald was zum Beispiel euch nicht erschiessen lassen... oder spielt doch mal mit dem sympathischen Rassisten in eurer Klase vielleicht erschiesst er euch dann nicht... was Santorum sagt ist nur noch menschenverachtend, von der NRA ganz zu schweigen...
  • Citation Needed 26.03.2018 16:09
    Highlight Highlight Santorum war doch derjenige, dessen Name mit einer etwas grüsigen körperlichen Absonderung in Verbindung gebracht wurde? Stichwort Google-Bombing. Nur soviel: bei dem zynischen Müll, den er da absondert, hat er jegliche Verunglimpfung nachträglich mehr als verdient.
  • joe 26.03.2018 13:47
    Highlight Highlight "So plump wollen US-Waffen-Narren NRA-Gegnerin Emma Gonzalez abschiessen"

    In diesem Zusammenhang finde ich den Wortlaut unglücklich.
    • Daria Wild 26.03.2018 15:00
      Highlight Highlight Einverstanden, wir haben das durch «diskreditieren» ersetzt.
    • Watson=Propagandahuren 26.03.2018 18:42
      Highlight Highlight Apropos plump: Alle Amerikaner die hinter dem zweiten Verfassungszusatz stehen oder sonst eine andere Meinung haben als "Waffennarren" zu bezeichnen, ist auch nicht gerade ein geistiger Höhenflug.
      Aber ist nichts neues: Die Methoden die man beim gegenüber kritisiert wendet man dann gerne selber an wenn es einem nützlich erscheint. Man spricht dann gemeinhin von Heuchelei
    • Watson=Propagandahuren 27.03.2018 18:54
      Highlight Highlight Von mir aus kann man ruhig so was ("Waffennarr" z.B.) rauslassen. Es ist dann aber nur noch heuchlerisch wenn man ähnliches auf der Gegenseite beklagt.
      Aber ist ja nichts neues. Diejenigen die bei Charlie Hebdo noch schrien "Satire darf alles", beklagen sich jetzt über die "fiese Hetze mit gefälschten Bildern". ;-)
  • Dageka 26.03.2018 12:40
    Highlight Highlight Bis jetzt habe ich noch nie erlebt, dass mich eine Aussage eines Politikers so sprachlos gemacht hat. Gratuliere, Rick Santorum...
  • el heinzo 26.03.2018 12:08
    Highlight Highlight Zynisch, zynischer, NRA & Friends. 🤮
  • Anschie85 26.03.2018 11:41
    Highlight Highlight Da fällt mir nur Dan Savages Kampagne gegen Santorum ein und wie man diese wieder aktivieren sollte :-) https://en.wikipedia.org/wiki/Campaign_for_the_neologism_%22santorum%22
  • Thomas Rohrer 26.03.2018 11:36
    Highlight Highlight Die Massentierhaltung und das Tragen von Waffen sind mit der Zukunft der Menschheit nicht zu vereinbaren.
    • Hierundjetzt 26.03.2018 12:44
      Highlight Highlight Netter Versuch. Beide Argumente sind weder begründbar noch sinnvoll.
    • Silent_Revolution 26.03.2018 13:42
      Highlight Highlight Ergibt dann gesündere Menschen und weniger Tote.
      Was das Hauptproblem der stetig wachsenden Bevölkerungsanzahl und somit auch den Raubbau verschlimmern würde.

      Ein Wirtschaftssystem welches auf stetigem Wachstum beruht ist auf einem begrenzten Planeten nicht mit der Zukunft der Menschheit vereinbar.

      Aber nur die wenigsten wollen ihren Wohlstand für Nachhaltigkeit aufgeben und diese werden von der gehorsamen Masse als Psychos und Extremisten denunziert!
    • Valon Gut-Behrami 26.03.2018 14:51
      Highlight Highlight Hierundjetzt: Na klar...
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  • amberli 26.03.2018 11:25
    Highlight Highlight Grotesk, einfach nur grotesk.
  • Frank Morgan III 26.03.2018 11:15
    Highlight Highlight Sie hat sich in die Arena begeben und die NRA hart angegriffen (teilweise zu recht, wie ich finde). Nun kommt halt was zurück, mich wundert es nicht. Sie hat entschieden sich politisch zu engagieren, das bleibt nicht ohne Folgen.
    • Nicholas Fliess 26.03.2018 11:51
      Highlight Highlight Was für ein dümmlicher Kommentar...
    • aglio e olio 26.03.2018 11:52
      Highlight Highlight Und das rechtfertigt d.M.n. derartige Aussagen die tief unter die Gürtelinie gehen?
    • James McNew 26.03.2018 12:27
      Highlight Highlight Hier werden also Schmutzkamagnen mit manipulierten Fake-Videos schon gutgeheissen? Viel Spass, Demokratie. Man darf anderer Meinung sein, hart diskutieren und campaignen, gelogen eurde wohl auch schon immer. Aber dass die schamlose, erniedrigende, offensichtliche Lüge so dominant geworden ist in der Politik, ist gefährlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paddiesli 26.03.2018 10:39
    Highlight Highlight Wie lange dauert's wohl noch, bis es endlich eine Kennzeichnungspflicht für Bots gibt? Ich habe das Recht, zu wissen, ob ich einen Menschen vor mir habe oder einen Algorythmus.
    • Redly 26.03.2018 10:59
      Highlight Highlight Wenn es viereckig ist und ein Bildschirm hat, ist‘s meist ein System mit Algorithmen.
    • Duscholux 26.03.2018 11:38
      Highlight Highlight "Ich habe das Recht, zu wissen, ob ich einen Menschen vor mir habe oder einen Algorythmus."

      Warum?
    • The Destiny // Team Telegram 26.03.2018 12:03
      Highlight Highlight Mensch und KI haben ein Recht auf Anonymität, oder willst du ernsthaft KIs diskriminieren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • D(r)ummer 26.03.2018 10:38
    Highlight Highlight Uff...

    "die Schüler sollten nicht von anderen verlangen, ihre Probleme zu lösen, sie sollten sie selbst angehen."

    Und was bitte machen die Schüler gerade im Moment?
    Er hat scheinbar vergessen, was die Aufgabe von Politikern ist.
    Toll.

    Mobbing bekämpfen... OK. Aber ansonsten...

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  • Slavoj Žižek 26.03.2018 10:36
    Highlight Highlight Zum Thema Gun Control eine interessante Debatte, die aufzeigt, das viele gar nicht wissen um was es eigentlich geht.
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    • Alfadas 26.03.2018 10:49
      Highlight Highlight Unbedingt schauen! Steven Crowder geht sehr entspannt an solche Diskussionen (ind mMn auch sehr gut vorbereitet).

      Auch sehr gut:
      Play Icon
      =
      Diese, diese und diese Waffe sieht böse aus. Verbieten! Ahnung davon? Keine!
    • mostlyharmless 26.03.2018 11:23
      Highlight Highlight Zum Thema Gun Control gibts den guten alten Klassiker von Jon Stewart / John Oliver. Sorry, keine Lobhudelei auf die NRA, dafür sehr viel lustiger:
      https://www.youtube.com/playlist?list=PLOKWcH1zBl2kfnCwyyZWk5MW28lgaNa7L
    • roger.schmid 26.03.2018 12:08
      Highlight Highlight Steven Crowder?
      Das ist eine ganz üble, extrem rechte alt right-figur:
      Schaut euch mal das Video an. Ab Minute 11 z.b.
      Einfach nur widerlich und menschenverachtend.

      Play Icon
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  • N. Y. P. D. 26.03.2018 10:33
    Highlight Highlight Santorum, der 2012 und 2016 bei der parteiinternen Vorwahl als Präsidentschaftskandidat scheiterte, sagte, die Schüler sollten daran arbeiten,... ...«selbst auf einen Schützen zu reagieren» und nicht vom Gesetzgeber verlangen, «Gesetze durchzubringen, die sie beschützen».

    ..und nicht vom Gesetzgeber verlangen, «Gesetze durchzubringen, die sie beschützen» ??

    Die Schüler sollen selber schauen ?

    Echt krank !

    Abartig dieser Typ.
    • Klaus07 26.03.2018 20:59
      Highlight Highlight Passt doch zur Tweet Abstinenz seines Orangen Chefs. Die GOP (Grand Old Party) schafft sich langsam aber sicher selber ab. Würde mich nicht wundern, wenn sich diese Partei noch aufsplitten würde. Ein liberaler Flügel und ein Teaparty Flügel. Der USA würde es jedenfalls gut tun, mal mehr als nur 8 Jahre von keinem Republikaner geführt zu werden.
  • chnobli1896 26.03.2018 10:32
    Highlight Highlight Ich habe im Internet auf einer (mir nicht vertrauenswürdig erscheinenden) Seite gelesen, dass kein Anschlag (leider wurde kein Zeitraum angegeben, ich nehme an es bezieht sich auf 2017/2018) mit Waffen von einem NRA-Mitglied gemacht wurde.
    Weiss jemand ob die Aussage korrekt ist?
    • Mr. Malik 26.03.2018 11:07
      Highlight Highlight Spielt doch keine Rolle..

      Du musst ja kein NRA-Mitglied sein um von ihrem Lobbyieren zu "profitieren".

      Du musst ja auch nicht bei Proinfirmis sein um Rollstuhlrampen zu nutzen. (Auf keinen Fall möchte ich Proinfirmis mit NRA gleichsetzen, ich hoffe das versteht sich von selbst).

      Ausserdem sin (Schul)massaker nur die medienwirksame Spitze des Eisberges wenn es um Waffengewalt in dem USA geht.
      (Häusliche Gewalt, Unfälle etc. Bei welchen Schusswaffen involviert sind)
    • chnobli1896 26.03.2018 12:03
      Highlight Highlight Habe auch nirgends gesagt das es eine Rolle spielt für mich. Ich wollte lediglich wissen ob jemand diesen Fakt bestätigen kanm oder nicht. Sollte ja nicht so schwierig sein das zu lesen und zu ignorieren wenn mans nicht weiss... 🙄🙄🙄
    • mostlyharmless 26.03.2018 12:31
      Highlight Highlight Weissichnicht, chnobli. Vielleicht finden Sie mit Ihren Zusatzinfos hier etwas darüber:
      http://www.politifact.com/

      Vielleicht sind «concealed carriers» gemeint und nicht NRA-Mitglieder?
      http://www.politifact.com/texas/statements/2015/nov/23/gun-free-ut-gun-free-ut/campus-carry-claims-tangled-definitions/
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