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Trump motzt zwar ständig über Leaks im Weissen Haus – verbreitet sie aber gleich selber

Trump motzt zwar ständig über Leaks im Weissen Haus – verbreitet sie aber gleich selber

08.08.2017, 17:2908.08.2017, 17:29

US-Präsident Donald Trump hat auf Twitter einen Bericht von Fox News zu Nordkorea weiterverbreitet, der vermutlich vertrauliche Informationen enthält. Im Fox-Beitrag heisst es, angeblich habe Nordkorea Lenkwaffen zur Bekämpfung von Schiffen auf ein Boot vor seiner Ostküste verlegt.

Die Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, sagte am Dienstag ebenfalls bei Fox News: «Ich kann nicht über etwas sprechen, das vertraulich ist. Und wenn so etwas in der Zeitung steht, ist das eine Schande. Ich kann das nicht kommentieren.»

Der Fox-Bericht enthält keine klare Quelle. Er bezog sich am Montagabend (Ortszeit) auf nicht näher bezeichnete Geheimdienstberichte. Haley sagte zu Fox News, es sei «unglaublich gefährlich», wenn derlei Informationen an Medien weitergegeben würden. Wer so etwas tue, könne Leben gefährden.

Das US-Justizministerium hatte am Freitag angekündigt, deutlich schärfer gegen das Weiterverbreiten vertraulicher Informationen vorgehen zu wollen.

Trump selbst zieht seit langem gegen das Weiterverbreiten vertraulicher Informationen zu Felde. Er hat diese «Leaks» wiederholt als grosses Problem und Verbrechen bezeichnet.

Der Konflikt mit dem kommunistisch regierten Nordkorea gilt als einer der weltweit gefährlichsten. Nordkorea treibt gegen internationalen Widerstand ein Atom- und Raketenprogramm voran. (sda/dpa)

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Mindestens 200 Tote bei Einsturz einer Mine im Kongo
Bei einem Einsturz in einer Coltan-Mine im Osten der Demokratischen Republik Kongo sollen mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen sein.
Der Einsturz ereignete sich am Dienstag in den Rubaya-Minen, die von der Rebellengruppe M23 kontrolliert werden, wie das Bergbauministerium am Mittwoch mitteilte. Die M23 bestreiten die Angaben der kongolesischen Behörden. Fanny Kaj, eine führende Vertreterin der Rebellen, erklärte, es seien nur fünf Menschen getötet worden. «Es gab keinen Erdrutsch; es gab Bombardierungen, und die Zahl der Toten entspricht nicht dem, was die Leute sagen», sagte Kaj.
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