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President-elect Donald Trump calls out to the media as Mitt Romney leaves Trump National Golf Club Bedminster in Bedminster, N.J., Saturday, Nov. 19, 2016. (AP Photo/Carolyn Kaster)

Mitt Romney nach einem Gespräch mit Trump im Jahr 2016: Romney wird am Donnerstag als Senator vereidigt. Bild: AP/AP

Romney wirft Trump in der «Washington Post» charakterliche Schwächen vor

Der frühere Präsidentschaftskandidat Mitt Romney greift Donald Trump scharf an. Beobachter gehen davon aus, dass er grössere Pläne hat.



Ein Artikel von

T-Online

Der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat den US-Präsidenten Donald Trump in einem Zeitungsartikel scharf kritisiert. Ein Präsident müsse vor allem auch charakterliches Vorbild sein, weil er zu einem gewissen Grad den Charakter einer Nation präge.

«Genau auf diesem Gebiet wurden die Defizite des Amtsinhabers besonders deutlich», schreibt Romney in dem Text, den die «Washington Post» in der Nacht zum Mittwoch deutscher Zeit veröffentlichte, also am Abend des Neujahrstages in den USA.

«Ein Präsident sollte die grundlegenden Qualitäten wie Ehrlichkeit und Integrität vorleben», schreibt Romney. Er habe gehofft, Trump werde sich im Amt entwickeln und anpassen, diese Hoffnung sei aber enttäuscht worden. «Alles in allem beweist sein Verhalten über die vergangenen zwei Jahre, vor allem im vergangenen Monat», dass der Präsident das Amt nicht angemessen ausfülle.

Spekulationen über grössere Pläne

Der Text hat bereits Spekulationen darüber ausgelöst, dass Romney sich in Stellung bringen könnte, um Trump vor den Wahlen 2020 als Kandidat der republikanischen Partei herauszufordern. Romney war lange Gouverneur von Massachusetts und wird am Donnerstag als neu gewählter Senator von Utah vereidigt werden. Im Jahr 2012 war er als republikanischer Kandidat gegen Barack Obama angetreten, hatte die Wahl aber verloren.

Vor der Wahl 2016, die Trump gewann, hatte sich Romney wiederholt sehr kritisch Trump gegenüber geäussert, ihn etwa als «verlogen» und «Betrüger» bezeichnet. Er zählte zu denjenigen, die US-Medien «Never Trumper» nannten, also Leute, die Trump nie unterstützen würden.

Allerdings sprach Romney später bei Trump für das Amt des Aussenministers vor; ein Foto vom gemeinsamen Abendessen, auf dem Trump lächelt und Romney eher gequält wirkt, ging durch die Öffentlichkeit. Trump entschied sich für Rex Tillerson als Aussenminister, sagte öffentlich, Romney habe das Amt «verzweifelt» gewollt. Romney wurde für seine Anbiederung an Trump stark kritisiert.

«Werde nicht jeden Tweet oder Fehler kommentieren»

Mit seinem Gastbeitrag positioniert sich Romney nun erneut als Kritiker. Er werde mit dem Präsidenten zusammenarbeiten, schreibt er, er werde Politiken unterstützen, die er für richtig halte. «Ich werde nicht jeden Tweet oder Fehler kommentieren», schreibt er in Anspielung auf Trumps Vielzahl von Tweets. «Aber ich werde gegen bedeutsame Statements oder Handlungen Stellung beziehen, die spalten, rassistisch, sexistisch, einwandererfeindlich oder unehrlich sind oder demokratische Institutionen beschädigen».

Aus dem Senat sind mit dem an Krebs verstorbenen John McCain  oder Jeff Flake einige der wenigen Republikaner ausgeschieden, die Trump überhaupt öffentlich und deutlich kritisiert haben, auch wenn sie in fast allen Fällen dessen Politik dann doch in Abstimmungen mittrugen. Romney könnte jetzt deren Rolle als parteiinterner Kritiker übernehmen.

 Beobachter gehen davon aus, dass der 71-Jährige nach seinen Kandidaturen 2008 und 2012 noch einmal Interesse daran hat, für das Amt des US-Präsidenten anzutreten, auch wenn es extrem unüblich ist, dass eine Partei den amtierenden Präsidenten nicht mehr als ihren Kandidaten aufstellt. 

(js/t-online.de)

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    Alle Leser-Kommentare
  • #Technium# 02.01.2019 18:17
    Highlight Highlight Nicht die charakterlichen Schwächen von Trump sind das Problem, sondern eher seine multiplen Persönlichkeitsstörungen wie Narzissmus, emotional impulsiv und Erwachsenen-ADHS. Laut Insidern im Weißen Haus ist Trump nicht mal fähig einem Gespräch länger als 1 Minute aufmerksam zu folgen, geschweige von kompletten Dossiers durchzugehen.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 02.01.2019 22:09
      Highlight Highlight Jetzt muss ich also sehr bitten.
      Das restliche mag zu 100 Prozent zutreffen. Aber ADHS hat der definitiv nicht.
      Das kann ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen. Ich hab es selbst und kenne auch noch ein paar Menschen mit.
    • #Technium# 03.01.2019 07:33
      Highlight Highlight @Gähn: Warum soll das mit ADHS nicht zutreffen? Menschen die an ADHS leiden, leiden oft unter zusätzlichen Persönlichkeitsstörungen. Faktisch erwiesen.
  • Rubby 02.01.2019 17:17
    Highlight Highlight Trump wird charakterliche schwäche vorgeworfen...da frage ich mich allerdings: warum wurden nicht schon lange konzequenzen getroffen..?...warum lässt man trump einfach weitermachen..?...weil alle seine kritiker ebenfalls dreck am stecken haben...und trump das weiss...trump würde ohne scham diese leichen ausgraben und gegen seine wiedersacher einsetzen...
  • Roterriese 02.01.2019 16:46
    Highlight Highlight Wo bleibt Löpfes Wein doch?
    • sowhat 02.01.2019 20:54
      Highlight Highlight Hat gekniffen.
      Als Antwort auf einen Kommentar unter einem seiner Texte, fand er, dass er Versprechen auch nicht halten müsse, wenn doch Trump das auch nicht tut.

      Komische Art sich an seinen Lieblingsfeind anzupassen...
    • Roterriese 02.01.2019 21:23
      Highlight Highlight Ziemlich peinlich..
  • Gawayn 02.01.2019 16:40
    Highlight Highlight Die Guten unter der Regierung, haben den Bettel hin geschmissen.

    Der traurige Rest, wird kaum was bewirken.
    Hoffentlich sind sie wenigstens in der Lage, ihn aufzuhalten. Den allergrößten Blödsinn von ihm, wie Miliarden für eine sinnfreie Mauer aus zu geben.

    Leider wird dann soviel Energie damit verbraucht, den Irren auf zu halten, das sie kaum ein guten Leistungsausweis vorweisen werden können.
    • Dirk Leinher 02.01.2019 18:51
      Highlight Highlight Angesichts eines sinnfreien über 700 milliardenschweren Budgets für das Militär, sind die paar milliarden füreine sinnfreie Mauer wirklich nichts Schlimmes.
    • Gawayn 03.01.2019 05:26
      Highlight Highlight Es geht um eine gegen 1000 Kilometer lange Mauer.
      Die wird gewartet und instand gehalten werden müßen.

      Dafür reichen die 5 Milliarden nirgends hin. Es werden mindestens 70 fällig werden.
      Fängt der Bau aber erst an, kostet esgenauso viel, den zu vollenden, wie einfach bleiben lassen und oder wieder abreissen.
      Ausderdem, wenn jetzt Trumpel nachgegeben wird, kann man getrost die Diktatur ausrufen...
  • banda69 02.01.2019 13:16
    Highlight Highlight Charakterliche Schwächen vorwerfen und dann Trump trotzdem bei jeder Gelegenheit unterstützen.

    Der Kerl war mir noch nie sympathisch.

    Na ja, das Gute an Trump ist, dass er schonungslos zeigt was für ein Drecksgeschäft die rechtsbürgerliche Politik ist.
    • AngelitosHE 02.01.2019 15:42
      Highlight Highlight Ich glaub das "Drecksgechäft" ist ein gesamtpolitspektrales Problem.
  • sherpa 02.01.2019 11:04
    Highlight Highlight es ist hinlänglich bekannt, dass Romney es bis heute es nicht verkraftet hat, dass er nicht zum Kandidaten nominiert wurde und er nun einfach einen weiteren Anlauf unternimmt. Dazu braucht er aber viele, ja sehr viele Unterstützer bei den Republikaner und da scheinen im alle Mittel recht zu sein, diese Stimmen zu mobilisieren. Auch wenn er Trump nun angreift und versucht, die zunehmende Skepsis gegenüber dem Präsi in der eigenen Partei sich zu Nutzen zu machen
  • rodolofo 02.01.2019 10:58
    Highlight Highlight Charakterliche Schwächen?
    Der "Starke Mann" soll Schwächen haben?
    Das wäre ja etwas GAAANZ NEEEUEES!
    Erinnert mich an Nestle und deren bahnbrechende Erkenntnis im Jahre 2018, dass viel Zucker in den Nahrungsmitteln doch nicht so gut ist...
    Wer hat's erfunden?
    "Isch miini Idee xii!"
    Hinter Allem steckt die geheime Schlawinski-Weltregierung...
  • Sauäschnörrli 02.01.2019 10:57
    Highlight Highlight Dass die Reps ihm aber seit zwei Jahren alles durchgehen lassen, als wäre er ein Kind an seinem siebten Geburtstag, offenbart die Charakterschwäche der ganzen Partei.
    • Trompete 02.01.2019 11:29
      Highlight Highlight Aus parteipolitischer Sicht haben sie absolut richtig gehandelt.
    • Sauäschnörrli 02.01.2019 11:49
      Highlight Highlight @Trompete, blind dem Commander-in-chief hinterherlaufen und sein gesamtes Profil verlieren, weil er Opportunist ist? Die Parteipolitik sollten alle bestimmen und dabei muss es auch reibereien geben. Hier wird aber versucht eine Einigkeit zu suggerieren mit jemandem der gar nicht an Einigkeit interessiert ist und auch keinen Moment auslässt, die in die Pfanne zu hauen die ja so einig mit ihm sind. Was die Reps tuen ist entgegen dem amerikanischen System von Cheks and Balances und ist somit eine Gefahr für die amerikanische Demokratie.
    • Trompete 02.01.2019 11:55
      Highlight Highlight Btw: Weil ich persönlich die Berichterstattung betreffend Donald Trump nicht sehr ausgeglichen finde.
      All denjenigen, welche eine faktenbasierte Diskussionsrunde betreffend Trump der medialen Polemik vorziehen, kann ich die Sendung "BILANZ Standpunkte" vom 09.12.2018 wärmstens empfehlen. Die Sendung kann auf der Internetseite des SRF nachgesehen werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 02.01.2019 10:40
    Highlight Highlight auch wenn es extrem unüblich ist, dass eine Partei den amtierenden Präsidenten nicht mehr als ihren Kandidaten aufstellt.

    Hallo? Das ist die ära Trump, hier ist alles unüblich also von dem her.
    • Ecoliat 02.01.2019 11:16
      Highlight Highlight Korrekt.
      Das Statement im Artikel stimmt aber genauso (ich mein nur, weil du «Hallo?» schreibst).
  • Gurgelhals 02.01.2019 10:39
    Highlight Highlight ...und er wird im Senat dann doch in 99.9% der Fälle so abstimmen, wie es Trump will.

    Abzulegen also in der Akte «'Moderate Republican Darlings': Profiles in Courage». Dort finden sich auch schon ausführliche Dossiers zu so mutigen Querdenkern wie Flake, Collins, Murkowski und McCain.
    • Safado 02.01.2019 17:46
      Highlight Highlight Ja aber...
      es geht doch hier um Politik. Das dreckigste Geschäft wie mein Vater zu sagen pflegte. Ich sehe schon lange keine wirklichen Hoffnungsschimmer mehr. Was aber eher mit meiner persönlichen Entwicklung zu tun hat. Politik...bin schon soweit und denke: Hans was Heiri. Schlimm ich weiss. Radikal evtl.? Ich brauche Hilfe!!!

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