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«Abscheulich»: Papst äussert sich zu Kinds-Vergewaltigungen durch Priester in den USA



FILE - In this Sunday, Aug. 19, 2018 file photo, Pope Francis prays for the victims of the Kerala floods during the Angelus noon prayer in St.Peter's Square, at the Vatican. Pope Francis has issued a letter to Catholics around the world condemning the

Bild: AP/AP

Papst Franziskus hat den sexuellen Missbrauch von mehr als tausend Kindern durch über 300 katholische Priester in den USA als «abscheulich» bezeichnet und verurteilt.

In einem vom Vatikan am Montag verbreiteten Brief an das «Volk Gottes» geht das Oberhaupt der katholischen Kirche auf den am vergangenen Dienstag veröffentlichten Untersuchungsbericht ein, der sich mit den Vorfällen im US-Bundesstaat Pennsylvania über einen Zeitraum von fast sieben Jahrzehnten befasst.

«Auch wenn sich sagen lässt, dass die Mehrzahl der Fälle der Vergangenheit angehört (...), können wir feststellen, dass die zugefügten Verletzungen niemals verschwinden», heisst es in dem Schreiben. Der Papst spricht darin von Opfern sexuellen Missbrauchs sowie Machtmissbrauchs.

Er ruft zur «Solidarität» mit den Opfern auf und schreibt: «Was die Vergangenheit betrifft, wird um Verzeihung bitten und den angerichteten Schaden reparieren niemals ausreichen.» Hinsichtlich der Zukunft müsse alles getan werden, um ein Umfeld zu schaffen, damit sich so etwas nicht wiederhole und weder verschleiert noch verstetigt werden könne.

Der Vatikan hatte bereits vergangene Woche auf den Untersuchungsbericht reagiert und erklärt, dass für Franziskus die Opfer Vorrang hätten. Die Kirche wolle ihnen zuhören. Die katholische Kirche müsse «harte Lehren» aus ihre Vergangenheit ziehen. Sowohl die Täter als auch diejenigen, die den Missbrauch zuliessen, müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Der Untersuchungsbericht wurde nach zweijährigen Ermittlungen von einem Geschworenengremium (Grand Jury) des Bundesstaates Pennsylvania vorgelegt. Fast alle der aufgezählten Fälle seien mittlerweile verjährt, heisst es in dem Bericht.

Zudem seien die meisten Verantwortlichen bereits gestorben. Lediglich gegen zwei Priester konnte Anklage erhoben werden.

Der Bericht dürfte die umfassendste Dokumentation zu Missbrauch in der katholischen Kirche der USA sein, seit die Zeitung «Boston Globe» 2002 über den Skandal berichtet hatte. Auch in anderen Ländern wurden in den vergangenen Jahren Fälle von sexuellem Missbrauch durch Priester bekannt. (sda/afp)

«Es ist kein sexueller Missbrauch, es ist Vergewaltigung»

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • TheRealSnakePlissken 20.08.2018 18:12
    Highlight Highlight Der Papst hat mächtig Fracksausen, denn im Gegensatz zum Rest der Welt drohen in den USA gigantische Strafzahlungen, da können die Täter noch so tot sein. Da muss der Vatikan einiges versilbern. Ob die 12 Mrd Euro reichen? Die kath. Kirche in den USA ist ja schon pleite von früheren Verurteilungen in Pädophilie-Prozessen.

    https://amp.blick.ch/news/wirtschaft/geschaetztes-vermoegen-13-9-milliarden-die-geheime-wirtschaftsmacht-vatikan-id8517508.html
    5 3 Melden
  • Ich mein ja nur 20.08.2018 16:42
    Highlight Highlight Wohl nur die Spitze des Eisberges...
    13 1 Melden
  • rauchzeichen 20.08.2018 15:07
    Highlight Highlight thoughts and prayers...

    aber die opfer haben vorrang. vor den tätern. weil gottes wille. oder so 🤦🏻‍♂️
    7 5 Melden
  • tychi 20.08.2018 14:40
    Highlight Highlight Der Missbrauch wird weitergehen, solange die Kirchen nicht grundsätzlich ihre Dogmen und Strukturen zu hinterfragen beginnen, z.B.:
    1) Das hierarchische System und das vergeistlichte Machtgefälle begünstigt und fördert sexuellen Missbrauch sowie deren Vertuschung.
    2) Die Überhöhung des Reinen und Jungfräulichen in Kultus und Dogma macht Kinder zu prädestinierten Opfern.
    3) Die lebensverachtende Lehre in Bezug auf Sexualität, Ehe und Familie verneint einen gesunden, reflektierten Zugung zu ebendiesen und begünstigt Priester mit gestörtem Verhältnis zur Körperlichkeit.
    37 8 Melden
  • Paddiesli 20.08.2018 14:38
    Highlight Highlight Er weiss eigentlich genau, was zu tun wäre. Nämlich das Zöllibat endlich abschaffen! Es soll doch ein Gott der Liebe sein, oder nicht? Wie kann man Liebe nur verbieten?
    15 6 Melden
    • Brat Wurst 20.08.2018 16:18
      Highlight Highlight Wenn er das Zölibat abschafft, muss er konsequenterweise die Scheidung akzeptieren... wäre ein grosser Schritt. Alles andere würde wenig Sinn machen.
      6 3 Melden
  • Linus Luchs 20.08.2018 14:38
    Highlight Highlight 1. Diese Art von Verbrechen sollte nicht verjähren.

    2. So lange die katholische Kirche am Zölibat festhält und Frauen aus der priesterlichen Tätigkeit ausschliesst, wird es unter Talarträgern überdurchschnittlich viele Kinderschänder geben.
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