International
USA

US-Senat bestätigt Rex Tillerson als Aussenminister

FILE PHOTO: Rex Tillerson, the former chairman and chief executive officer of Exxon Mobil, testifies during a Senate Foreign Relations Committee confirmation hearing to become U.S. Secretary of State  ...
Der 64-jährige Rex Tillerson ist Amerikas neuer Aussenminister.Bild: KEVIN LAMARQUE/REUTERS

US-Senat bestätigt Rex Tillerson als Aussenminister

01.02.2017, 21:0801.02.2017, 21:37

Die USA haben nach fast zweiwöchiger Vakanz wieder einen Aussenminister: Rex Tillerson. Der US-Senat gab dem 64 Jahre alten Texaner am Mittwoch grünes Licht.

In einer Abstimmung der Kongresskammer am Mittwoch bekam Tillerson 56 Stimmen, 43 Senatoren stimmen gegen ihn. Tillerson kann damit nun in Kürze vereidigt werden. Er war von Präsident Donald Trump vorgeschlagen worden.

Enge Verbindung nach Russland

Einige der engsten Verbindungen hat Tillerson nach Russland, mit Präsident Wladimir Putin versteht er sich auch persönlich gut. 2013 zeichnete Putin ihn mit einem Orden der Freundschaft aus. Tillerson hält nichts von Sanktionen gegen Moskau.

Kritiker sehen in seiner Bestallung des 64-Jährigen einen besonders schweren Fall drohender Interessenkonflikte. Exxon Mobil ist auf allen Kontinenten unterwegs und unterhält Operationen in mehreren Dutzend Ländern.

Der Ölmanager war Ende Dezember als Vorstandschef zurückgetreten. Er hatte mit Exxon ein millionenschweres Abfindungspaket ausgehandelt. Alle finanziellen Verbindungen werden gekappt.

Sachpolitisch nicht leicht einzuordnen

Sachpolitisch ist Tillerson nicht leicht einzuordnen. Als Exxon-CEO vertrat er vehement die Interessen der fossilen Energieindustrie, erkannte aber den Klimawandel als echt und ernst an. Angeblich ist er gegen einen US-Rückzug aus dem Pariser Klimaschutzabkommen.

Positionen zu Syrien, zu Nahost, dem internationalen Terrorismus oder dem Verhältnis zu China sind bislang nicht hinterlegt.

Bei Exxon verbrachte Tillerson fast sein ganzes Berufsleben. Es heisst, daneben hätten ihn die Boy Scouts mindestens ebenso geprägt. Der Multimillionär wird als sehr konservativ beschrieben, andererseits hat er als jahrelanger Präsident der Pfadfinder die Organisation für homosexuelle junge Männer geöffnet. Tillerson ist verheiratet, das Paar hat vier Kinder.

Zu Beginn des Präsidentschaftswahlkampfs unterstützte Tillerson Jeb Bush, Floridas Ex-Gouverneur. (sda/dpa)

Was ist seine Strategie? Stephan Bannon: Krasse Zitate von Trumps neuem Chefstrategen

1 / 11
lösch mich
«Nun fragt ihr mich vielleicht, womit ich die Pille ersetzen würde, weil sie offensichtlich so schrecklich ist. Kondome? Vasektomie? Meine Antwort ist: durch nichts. Wir brauchen die Kinder, wenn wir genug brüten wollen, um die muslimischen Invasoren in Schach zu halten.» (Quelle) ... Mehr lesen
quelle: x90181 / carlo allegri
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Snaggy
01.02.2017 22:35registriert März 2016
Super, jetzt muss Exxon gar keine Politiker mehr schmieren, sie sitzen ja schon selbst an der Macht! oh man oh man...
00
Melden
Zum Kommentar
5
2 Tote, mindestens 20 Verletzte – das ist zur Amokfahrt in Leipzig bekannt
Schreckliche Szenen in der Leipziger Innenstadt: Bei einer mutmasslichen Amokfahrt sind eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann getötet worden, mindestens 20 Menschen wurden verletzt. Eine Übersicht.
In der deutschen Stadt Leipzig ist ein Mann in einem PKW in eine Menschenmenge gefahren. Das bestätigte die Polizei. Der Vorfall ereignete sich in der Grimmaischen Strasse, einer Einkaufsstrasse in der Innenstadt Leipzigs.
Zur Story