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President Donald Trump speaks about the coronavirus, accompanied by Dr. Anthony Fauci, director of the National Institute of Allergy and Infectious Diseases, in the James Brady Press Briefing Room of the White House, Thursday, April 16, 2020, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump,Anthony Fauci

Bild: AP

Trumps 3-Phasen-Plan – so will der Präsident die USA wieder öffnen



US-Präsident Donald Trump will die USA mit neuen Richtlinien in der Corona-Krise in drei Phasen auf den Weg zur Normalität zurückführen und die Wirtschaft graduell wieder öffnen. Eine landesweite Schliessung könne keine langfristige Lösung sein, sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) im Weissen Haus mit Blick auf die Wirtschaft.

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Nach Daten des US-Arbeitsministeriums vom Donnerstag haben innerhalb eines Monats rund 22 Millionen Menschen ihren Job verloren. Trump sagte: «Wir müssen eine funktionierende Wirtschaft haben. Und wir wollen sie sehr, sehr schnell zurückhaben.»

Trump war auch wütend, dass ihm niemand gesagt hat, dass eine Pandemie stattfindet.

Trumps Plan sieht eine weitgehende Rückkehr zur Normalität in drei Schritten vor, wenn in Bundesstaaten oder Regionen in den USA bestimmte Kriterien erfüllt sind. Einen genauen Zeitplan beinhalten die Richtlinien nicht. Stattdessen sollen Bundesstaaten oder Regionen vor dem Eintritt in jede der drei Phasen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen. So soll dort beispielsweise vor jeder neuen Phase die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen jeweils über einen 14-tägigen Zeitraum abgenommen haben.

Das letzte Wort haben die Gouverneure

30 Prozent des Landes hätten in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Coronavirus-Fälle gemeldet, sagte Trump. «Wir öffnen, einen vorsichtigen Schritt nach dem anderen.» Er betonte, den Gouverneuren der Bundesstaaten bleibe es überlassen, die Richtlinien umzusetzen.

Sollten sie beschliessen, dass schärfere Schutzmassnahmen weiter notwendig seien, «werden wir ihnen das erlauben». Damit ruderte Trump zurück. Noch am Montag hatte der Präsident gesagt, er habe bei der Frage der Wiederöffnung Amerikas die «allumfassende Macht».

Das war auf erhebliche Kritik gestossen. So hatte etwa New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo erwidert, Trump sei kein «König», sondern ein gewählter Präsident.

Cuomo verlängerte in dem besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen Bundesstaat die relativ strengen Ausgangsbeschränkungen am Donnerstag bis Mitte Mai. Das sei in Absprache mit anderen Bundesstaaten der Region geschehen, sagte er. «Was passiert danach? Ich weiss es nicht. Das werden wir sehen, je nachdem was die Daten sagen.»

Die Lage in den USA

Trump zeigte sich optimistisch, dass die Opferzahlen in den USA letztendlich unterhalb der am wenigsten verheerenden Prognosen liegen könnten. Vom Weissen Haus kürzlich vorgestellte Vorhersagen hatten selbst unter Berücksichtigung von Schutzmassnahmen mindestens 100 000 Tote befürchtet. Wenn alles gut gehe, würden die USA deutlich darunter liegen, sagte Trump.

Die Experten der Universität Johns Hopkins haben in den USA rund 33 000 Todesfälle in Folge einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verzeichnet (Stand 5.00 MESZ am Freitag).

Trump spricht davon, dass die Kurve in den USA beginnt abzuflachen.

Die jüngste dramatische Zunahme der Opferzahlen dürfte auch daran liegen, dass der Statistik offenbar zahlreiche Tote aus New York nachträglich hinzugefügt wurden. Diese Opfer sind nach jüngsten Erkenntnissen vermutlich infolge des Virus gestorben, wurden aber nie positiv getestet. Die Zahl der bestätigten Infektionen lag nach Angaben der Universität bei mehr als 667 000 – höher als in jedem anderen Land.

Die neuen US-Richtlinien im Detail

Trump-Gegner kritisieren, dass der Exit-Plan keine explizite Test-Komponente enthält.

Wahlkämpfer Trump

Die Richtlinien tragen die Überschrift «Opening Up America Again» (Amerika wieder öffnen). Das ist eine Anspielung auf Trumps Wahlkampfslogan «Make America Great Again» (Amerika wieder grossartig machen). Im November stehen in den USA Präsidentschaftswahlen an.

Trump war auch in die Kritik geraten, weil sein Name auf den Schecks der Direkthilfen für Steuerzahler in der Krise stehen wird – mitten im Wahlkampf vor der Präsidentschaftswahl im November. Er entgegnete: «Ich bin mir sicher, dass sich die Menschen sehr freuen werden, einen grossen, fetten Scheck zu bekommen, und mein Name steht darauf.» (abu/sda/dpa)

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • [CH-Bürger] 18.04.2020 06:53
    Highlight Highlight er liess seinen Namen auf die Schecks schreiben:
    - eindeutig Wahlpropaganda
    - eindeutig verwerflich und illegal
    - aber hey: who cares?!
    - ich kann tun und lassen was ich will
    - bin schliesslich Best POTUS eväää!


    ich glaube, es ist soweit: er könnte tatsächlich jemanden unbestraft auf der Wallstreet erschiessen!
    Adieu, Rechtssystem 👋🏻👏🏻
  • Lowend 17.04.2020 14:20
    Highlight Highlight Der Teflonpräsident bereitet sich schon mal darauf vor, den Gouverneuren die Schuld zu geben, sollte sein "Plan" nicht aufgehen.
  • BlickvonAussen 17.04.2020 11:02
    Highlight Highlight Zuerst: Ich entscheide ganz alleine. Nun: Das letzte Wort haben die Gouverneure.

    Wie üblich bei ihm erst schiessen dann denken.
    • THEOne 17.04.2020 12:31
      Highlight Highlight ehm... das denken kannst getrost weglassen
  • Gawayn 17.04.2020 10:58
    Highlight Highlight Der Plan mag vernünftig klingen.
    Aber da gibt es nichts was konkrete Massnahmen beschreibt.
    Symbolpolitik wie immer halt.

    Ohne Tests kann niemand die Ausbreitung der Seuche abschätzen.
    Vor den Tatsachen die Augen zu schließen löst das Problem nicht.
    Ist dem Trumpel egal.
    Rotzfrech wird er behaupten, ER hätte ein super Job gemacht und die Kriese mit viel weniger Opfer als befürchtet bewältigt.

    Der Hohn... man wird diesem inkompetenten Widerling glauben...
  • Neemoo 17.04.2020 10:28
    Highlight Highlight Kann es sein, dass der Heuchler DT es mit der Angst zu tun bekommt?
    Das es vielleicht sehr eng werden könnte im Herbst?

  • HerbertBert 17.04.2020 10:17
    Highlight Highlight Positiv finde ich aber, dass sie für ihren "Öffnungsplan" eine klare Webseite mit allen Informationen gemacht haben:
    www.whitehouse.gov/openingamerica

    Ob der Plan jetzt gut ist oder nicht ist ein anders Thema.
    • Gawayn 18.04.2020 09:16
      Highlight Highlight With all NOT due respect...
      Das ist nur Blah Blah.
      Es gibt in den Ländern nicht annährend genügend Testkits um die vor zu nehmen.
      Von genug geschultem Personal ganz zu schweigen.
      Die daraus resultierten Zahlen werden massiv von der unbekannten Realität abweichen.

      Aber who cares?
      Es bringt sicher eine super Statistik...
  • Quacksalber 17.04.2020 09:29
    Highlight Highlight Er ist und bleibt ein Schurke. Und er schreibt/brünzelt überall seinen Namen drauf. Es müffelt gewaltig.
  • Füürtüfäli 17.04.2020 08:49
    Highlight Highlight Und morgen haut er einen Tweet raus der das alles über den Haufen wirft...

    Anstonsten ist es ja ein halbwegs vernünftiger Plan, kann also nicht von ihm sein...
    • poltergeist 17.04.2020 20:22
      Highlight Highlight Kann nicht von Trump sein, der ist nicht in der Lage einen mehrstufigen Plan zu entwickeln. Morgen ist es vielleicht wieder anders. Er wirkt nervös, der Concealer geht wohl langsam aus.
  • wast*on (*e my life on wats) 17.04.2020 08:31
    Highlight Highlight Haha. Erst wollte er die Mauer bauen, jetzt will er sie wieder abreissen? (aber im grossen und ganzen wirkt der Plan ja vernünftig)
  • Jein 17.04.2020 07:54
    Highlight Highlight Das Problem ist nach wie vor das gewisse Bundestaaten nicht genügend testen, und das werden nun genau diejenigen sein die zuerst öffnen weil sie vermeintlich keine Fälle haben. Landesweit wurde in den USA nur halb so viel getestet wie in der Schweiz, und die durchschnittliche Zahl der Tests würde noch viel schlechter darstehen wenn man die sehr hohe Testrate in NYC ausklammern würde.
    • Heidi Weston 17.04.2020 09:05
      Highlight Highlight Bitte erwähnen Sie auch noch, dass Trump die angebotenen Test der WHO abgelehnt hat!
  • walsa 17.04.2020 07:54
    Highlight Highlight es ist halt eine intelligenzfrage. was sollen wir dann erwarten? ist ja irgendwie logisch, dass er nicht einfach plötzlich mit empathie und intelligenz durch eine krise führt.
  • Alice36 17.04.2020 07:27
    Highlight Highlight "And I was angry, because this should have been told to us". Der Arme, mittlerweile wissen wir um die Bemühungen der Nachrichtendienste und div. Wasserträgern ihm die nicht genehme Nachricht einer möglichen Pandemie zu verklickern, dummerweise liest und hört dieses stabile Genie nicht und lässt sich auch zu keiner Zeit auf nicht genehme News ein. Dazu kommt die Neigung die Überbringer schlechter Nachrichten einen Kopf kürzer zu machen, d.h. sie zu entlassen oder in den sozialen Medien lächerlich zu machen. Wenn wundert's da das dieses Genie immer wieder ins Leere läuft.
    • äti 17.04.2020 19:57
      Highlight Highlight Voilà
      Benutzer Bild
  • Funboy 17.04.2020 06:54
    Highlight Highlight Ja Himmel Herrgott, so kleinlaut habe ich ihn, glaube ich, noch nie gehört.... 🧐
    • Neemoo 17.04.2020 10:36
      Highlight Highlight Das ist doch einfach nur Wahlpropaganda.
      So kann er evt.wieder "Menschen" auf seine Seite holen...
      Aber ich denke er wird es wieder so versauen🤘
  • Lunaral 17.04.2020 06:44
    Highlight Highlight «Ich bin mir sicher, dass sich die Menschen sehr freuen werden, einen grossen, fetten Scheck zu bekommen, und mein Name steht darauf.»

    Ich bin mir sicher, die Leute interessiert wohl eher die Zahl, als der Name auf dem Check...
    Wieso steht da überhaupt Trumps Name drauf? Das erweckt doch den Eindruck, als ob das Geld von ihm komme? Und viele Trumpies werden dies wohl auch tatsächlich so empfinden, anstatt zu merken, dass dies nichts anderes als Steuergelder sind.
    Ich finde es höchst bedenklich, dass Trump mit seinen fragwürdigen Corona-Massnahmen in erster Linie Wahlkampf betreibt.
    • Walter Sahli 17.04.2020 08:44
      Highlight Highlight Er selbst wird das Gefühl haben, dass es sein Geld ist und dass er mit dieser Aktion zeigt, was er für ein grosszügiger Gönner ist. Kritik an der Verteilaktion wird er als Undankbarkeit ihm gegenüber taxieren.
    • Heidi Weston 17.04.2020 09:03
      Highlight Highlight Trump glaubt wirklich, dass dieser Check die Rettung sei. Die 1600 Dollar reichen vielleicht gerade einmal für einen Monat. Und dann?
      Das einzige was jetzt wirklich helfen würde ist ein Garantiertes Grundeinkommen für die unteren Arbeitsschichten sowie Zinsfreie Darlehen für Selbständige und Kleinunternehmen!
    • Joe 'Barack America' Biden 17.04.2020 09:14
      Highlight Highlight Weil es Gratiswerbung ist für Trumps Kampagne. Durchaus einige arme Menschen in den USA erhalten zum ersten Mal in ihrem Leben eine vierstellige Zahl von Dollar, auf einmal. Trump hat clever sichergestellt das sie wissen woher das geschenkte Geld kommt. Das wird die Demokraten einige Stimmen kosten, welche sie sonst ganz sicher in der Hand hatten.
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