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Streit mit Saudi-Arabien: Katar tritt aus der Opec aus



Katar ist nicht bereit, im Streit mit Saudi-Arabien und seinen Verbündeten klein beizugeben. Jetzt sorgt das Emirat mit dem Austritt aus dem Ölkartell Opec für Aufregung.

epa07205302 (FILE) - Minister of Energy in Qatar and former President and CEO of Qatar Petroleum Saad Sherida Al-Kaabi seen after signing the Exploration and Production Sharing Contracts for licensing blocks 10 of Cyprus' Exclusive Economic Zone (EEZ) by ExxonMobil Exploration and Production Cyprus (Offshore) Limited and Qatar Petroleum International Upstream O.P.C, in Nicosia, Cyprus, 04 April 2017 (reissued 03 December 2018). Qatar will withdraw from OPEC effective from 01 January 2019, according to Saad Sherida Al-Kaabi.  EPA/KATIA CHRISTODOULOU

Katars Energieminister Saad Sherida al-Kaabi. Bild: EPA/EPA

Katar wird zu Jahresbeginn 2019 aus dem Ölkartell Opec austreten. Das kündigte Energieminister Saad Sherida al-Kaabi am Montag an. Katar habe die Opec bereits über den Rückzug informiert, wie die staatliche Nachrichtenagentur QNA am Montag meldete. Der Rückzug spiegele den Wunsch Katars wider, sich auf die Steigerung der Gasproduktion zu konzentrieren, zitierte Qatar Petroleum den Minister. Das Land habe in den vergangenen Jahren unablässig an der Entwicklung einer Zukunftsstrategie gearbeitet, die auf Wachstum basiere.

Katar gehörte der Opec seit 1961 an. Das Land ist der elftgrösste Erdölproduzent der Opec mit einer Fördermenge von etwa 610'000 Barrel pro Tag im Oktober. Katar ist zudem der weltweit grösste Flüssiggas-Exporteur.

Al-Kaabi zufolge will Katar die Gasförderung bis spätestens 2024 von jährlich 77 Millionen Tonnen auf 110 Millionen Tonnen erhöhen. Das Gas stammt vom South-Pars-Feld vor der Küste des Emirats, dem grössten Gasfeld der Welt. Katar teilt es sich mit dem Iran. Katar ist bereits jetzt der grösste Flüssiggasproduzent der Welt. Das Golf-Emirat liefert dem Weltmarkt rund 30 Prozent der Gesamtmenge.

Blockade über Katar

Saudi-Arabien sowie seine Verbündeten Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hatten im vergangenen Jahr eine Blockade über Katar verhängt. Sie werfen dem Land die Förderung von Terrorismus vor sowie zu enge Kontakte zum schiitischen Iran, dem Erzfeind Saudi-Arabiens. Beobachter sehen in der Blockade jedoch den Versuch, Katar auf die politische Linie Riads zu bringen.

Katar gehört wegen seiner Gasvorräte zu den reichsten Ländern der Welt. Seit Beginn der Blockade arbeitet das Emirat daran, seine Wirtschaft unabhängig von den Nachbarländern zu entwickeln.

An diesem Donnerstag kommen die Mitglieder der Opec und Vertreter weiterer grosser Förderländer in Wien zusammen. Dabei dürften sie eine Senkung der Produktion vereinbaren. Am Wochenende hatten die beiden wichtigen Förderstaaten Russland und Saudi-Arabien ihren Pakt zur Kontrolle des Ölmarkts bekräftigt, daraufhin stiegen die Ölpreise. (awp/sda/dpa)

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1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • happybeast 03.12.2018 13:20
    Highlight Highlight Und ab geht es in die Runde Zwei dieser Fars! Wieso funktioniert denn noch die Dolphine Gasline? Meine lieben Gulfies, ihr seid auf der Suche nach Identität und einem neuen Zivilisystem. Faire enough; auch ihr spürt die Dekolonisierung und die damit verbunden neue Macht Verteilung.
    Katar, denkt ihr wirklich ihr werdet ein neues Währungssystem zu Stande bringen? Es hat schon einst mit den Perlen nicht funktioniert.

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