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Elektroautos China

Alles bereit: Ladestationen in Wuxi, Ostchina. Bild: Shutterstock.com

China stoppt E-Auto-Förderung früher als geplant – und diktiert Europa so das Tempo

Die Regierung in Peking stellt überraschend ihre Elektroauto-Politik um. Das hat Folgen für europäische Hersteller – und für Schweizer Zulieferer.

Fabian Hock / CH Media



Vor einigen Tagen versetzte eine Meldung aus China Teile der Automobilbranche in Aufregung. Peking, das in Sachen Verkehr bis dato alles dem Batteriebetrieb unterstellt hatte, könnte umdenken, befürchteten Beobachter. Konkret laufen Förderungen und Kaufprämien von umgerechnet Tausenden Franken pro E-Auto, deren Ende erst in einem Jahr vorgesehen war, bereits jetzt aus.

Es scheint, als sollte künftig nicht mehr alles auf Batterieautos ausgerichtet werden. Stattdessen sollten etwa die Brennstoffzelle oder alternative Treibstoffe ihre Chance bekommen.

Eine gute Sache, findet etwa der Präsident des Industriekonzerns Linde, Wolfgang Reitzle. Dieser ist auch in der Schweiz kein Unbekannter: Von 2014 bis 2016 präsidierte er den Verwaltungsrat von LafargeHolcim. Mit E-Autos werde niemand auf absehbare Zeit Geld verdienen, sagte er einem deutschen Medium. Reitzels Kritik:

«Wir in Europa befinden uns in einer Art Einbahnstraßen-Tunnel. Die Politiker geben uns die Technologie vor, mit der sie glauben, uns beglücken zu müssen.»

Auch Marktbeobachter warnen. Etwa der Chef einer Automobilberatung aus Shanghai, der der «Süddeutschen Zeitung» sagte, er erwarte nicht, dass der Anteil der Elektrofahrzeuge in China in den kommenden Jahren stark ansteigen werde.

Das E-Auto als «essenzieller Pfeiler»

Verliert die Elektromobilität mit China nun also ihr wichtigstes Zugpferd? Die Auswirkungen wären freilich gross, sind doch gerade europäische Hersteller und mit ihnen eine ganze Reihe an Zulieferern ein Stück weit vom Kurs der Chinesen abhängig: So verkauft etwa Volkswagen vier von zehn produzierten Autos nach China.

Und gerade der VW-Konzern hat sich mittlerweile komplett auf die Elektromobilität eingeschossen. Tausende Stellen baut der Wolfsburger Konzern im Zuge dieses Umbaus ab, so eine Ankündigung aus diesem Jahr.

Es steht die Frage im Raum: Hat sich Europas Autobranche verzockt?

Jaqueline Ives glaubt das nicht. «Die chinesische Politik sieht Elektromobilität nach wie vor als essenziellen Pfeiler der chinesischen Mobilitätswende», sagt die China-Expertin von der Beratungsfirma Sinolytics mit Sitz in Berlin und Zürich.

Das Zurückfahren der Subventionen sollte nicht als Abkehr der chinesischen Regierung von der Elektromobilität gewertet werden, sagt sie. «Vielmehr geht es nun darum, dass der E-Auto-Markt sich weiter konsolidiert und konkurrenzfähiger wird.»

Zahl der verkauften E-Autos wird weiter steigen

Auch Ferdinand Dudenhöffer ist sicher: «China kehrt der E-Mobilität nicht den Rücken.» Vielmehr finde eine Umstellung statt, erklärt der bekannteste Automobilexperte Deutschlands: «Die Subventionen werden ersetzt durch eine Quote.»

Ab 2020 müssen mindestens zehn Prozent der in China verkauften Autos eines Herstellers elektrisch sein. Bis 2025 erhöht sich diese Quote auf 20 Prozent. Dadurch seien Hersteller gefordert, ihre E-Autos am Markt ohne Förderung zu verkaufen.

Bild

Ladestationen in Chongqing. bild: shutterstock.com

Das vorgezogene Ende der Förderungen führte laut Dudenhöffer zu einem Rückgang bei den Verkäufen in diesem Jahr. Der Professor der Universität Duisburg-Essen geht jedoch davon aus, dass die Absätze ab dem kommenden Jahr wegen der Quote wieder deutlich ansteigen.

Seine Prognose: Nach nur 1,2 Millionen E-Autos im laufenden Jahr, werden im kommenden Jahr bereits um die zwei Millionen Elektro-Fahrzeuge in China verkauft. Fünf Jahre später sollen es gar fünf Millionen sein. In den drei grössten Automärkten China, EU und USA zusammen steigt die Zahl der jährlich verkauften E-Autos dann laut Dudenhöffers Prognose auf neun Millionen an.

In Deutschland gehen 124'000 Jobs verloren

Die Folgen für die Beschäftigten in der Branche sind gravierend. «Durch Umstellung auf die Elektromobilität gehen Arbeitsplätze verloren, die auch durch Wachstumsprozesse in den nächsten Jahren nicht kompensiert werden können.

Wichtige Wertschöpfung beim Verbrennungsmotor fällt Stück für Stück weg und wird durch hochautomatisierte Batterie- und Elektromotorfertigung ersetzt», hält Dudenhöffer fest – und präsentiert eine gewaltige Zahl:

«Bis zum Jahre 2030 rechnen wir für Deutschland mit einem Entfall von 124'000 Arbeitsplätzen bei Autobauern und Zulieferer.»

Von der Umstellung von Benziner auf Elektromotor bleiben freilich auch die Automobilzulieferer in der Schweiz nicht verschont. Die Firmen müssten sich darauf einstellen, betont Anja Schulze, Direktorin des swiss Center for Automotive Research (swiss CAR) der Universität Zürich. Zwar dürfte es die hiesigen Firmen gerade in Sachen Jobabbau weniger hart treffen als die deutschen Hersteller.

Allerdings nur dann, wenn sie etwas tun, mahnt Schulze. Die meisten Firmen in der Schweiz hätten jedoch verstanden, dass es sich bei der Elektromobilität nicht etwa um einen Hype handelt, der bald wieder vorbei ist. «Ich sehe überall Bewegung», sagt Schulze. Sie nennt das Beispiel des Familienbetriebs Panolin aus dem Kanton Zürich.

Das Unternehmen stellt unter anderem Öle für Benziner und Dieselmotoren her. Im Zuge der Mobilitätswende dürfte dieses Geschäft jedoch eher schrumpfen, daher hat die Firma nun ein Öl zur Kühlung von Elektromotoren entwickelt.

9 von 10 Elektroautos aus chinesischer Produktion

Wie viel die Anpassungen der Zulieferer und vor allem auch der Hersteller letztlich Wert sind, haben diese nicht allein in der Hand. Denn dass die Europäer wie beim Verbrennungsmotor auch in der Elektromobilität die Oberhand behalten, ist keineswegs ausgemacht.

Das zeigt der Blick nach China. Es gebe mittlerweile äusserst starke und konkurrenzfähige chinesische Anbieter von E-Fahrzeugen, wie etwa BYD oder BAIC, die die Anbieter von weniger hochwertigen Produkten zunehmend aus dem Markt verdrängen können, sagt Jaqueline Ives von Sinolytics.

Zwar klingen die ambitionierten Pläne der Chinesen für Europas Autoindustrie zunächst durchaus positiv. Ives verweist jedoch ebenso auf eine Zahl aus den industriepolitischen Plänen der Regierung in Peking, die nicht nur in der VW-Zentrale in Wolfsburg für feuchte Hände sorgen dürfte: Bis 2025 sollen 90 Prozent der in China verkauften E-Fahrzeuge aus chinesischer Hand stammen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Auric 23.12.2019 15:51
    Highlight Highlight Ja die Chinesen machen so vieles richtig.

    Sie subventionieren in allen Richtungen und lassen die Industrie was entwickeln und dann stoppen die die Subventionen und lassen den MARKT entscheiden was sich durchsetzt und welche Firma überlebt.

    Hier dagegen wird subventioniert bis Märkte verzerrt sind, die Firmen sich darauf ausruhen und wenn dann ein anderer Global Player mit was besserem kommt... geht alles den Bach hinunter.
  • MachoMan 23.12.2019 12:22
    Highlight Highlight Gewisse Leute sollten sich überlegen, warum gerade Shell die Wasserstoff Technologie pusht. Nächstenliebe?

    Man muss sich doch nur den Prozess anschauen:
    el. Energie -> Elektrolyse -> Speicherung u. Transport -> Wandlung in el. Energie (Brennstoffzelle) -> Speicherung in Batterie -> Antrieb el. Motor

    Im Vergleich dazu rein elektrisch:
    el. Energie -> Transport (vorh. Stromnetz) -> Speicherung in Batterie -> Antrieb el. Motor





    • Auric 23.12.2019 15:47
      Highlight Highlight Du hast das Bild gesucht ;-)
      Benutzer Bild
    • the Wanderer 23.12.2019 16:39
      Highlight Highlight @MachoMan

      glauben Sie wirklich, dass Shell Wasserstoff aus Elektrolyse herstellen will?
      Ich glaube (...ich befürchte....) viel eher, dass Shell Wasserstoff aus Erdgas herstellen will.
  • Posersalami 23.12.2019 12:16
    Highlight Highlight Die Chinesen haben doch ihre Quote für E Autos und diesen Stop von Neuzulassungen von Verbrennern ab ca. 2030? Weiterhin wird es auch in Zukunft für den Kauf eines E Autos viel schneller eine Bewilligung geben als für einen Verbrenner, usw.

    Die werden sich schon was dabei überlegt haben, als sie die Subventionen heruntergefahren haben. Möglicherweise geht man auch einfach davon aus, das sich E Autos ab jetzt auch ohne gut verkaufen werden. Wir werden sehen.
  • aglio e olio 23.12.2019 12:01
    Highlight Highlight Subventionen erhöhen als Anschub und dann verringern damit sich niemand damit in ein "bequemes" Geschäftsmodell bettet und so konkurrenzgetriebene Innovationen bremst. Die haben diesen Teil der freien Marktwirtschaft verstanden.
    • Eine_win_ig 23.12.2019 12:27
      Highlight Highlight China macht ja Marktwirtschaft auch generell besser als die kapitalistischen Staaten. Leider Gottes halt auf dem Rücken der Bevölkerung...
  • Turicum04 23.12.2019 11:19
    Highlight Highlight China hat es eingesehen, dass eAutos den Bleibedarf stark fördert. Jede Batterie besteht aus mehreren 100 kg, die zu einer Zeit immer wieder entsorgt werden muss. Was ist nun Umwelt freundlicher?
    • Astrogator 23.12.2019 14:56
      Highlight Highlight Die 12 Volt Autobatterie hat rein gar nichts mit dem Lithium-Ionen-Antriebsakku zu tun.
  • Meyer Andrej 23.12.2019 10:36
    Highlight Highlight Ein Schritt in die richtige Richtung, man kann halten was man will von den Chinesen, aber diese Technik hat Zukunft. Die Elektrofahrzeuge sind nicht der Weisheit letzter Schluss! Wasserstoff, oder syntethisch hergestellter Treibstoff, aber sicherlich keinen Stromer!
    • mutorintemporibus 23.12.2019 10:45
      Highlight Highlight Synthetischer Treibstoff ist ebenfalls energieaufwändig in der Herstellung, ganz zu schweigen vom Wasserstoff. Es gibt kein entweder/oder, vielmehr ein sowohl-als auch. Für dem MIV dürfte aber das Elektrofahrzeug durchsetzen, auch weil es im Fahrbetrieb voll überzeugt und die Verbrenner vorgestrig aussehen lässt.
    • DerHans 23.12.2019 10:52
      Highlight Highlight Auch für Andrej nochmals, Wasserstoffautos sind Elektroautos, nur mit einem weitaus grösserem Energieverbrauch.🤷🏼‍♂️
    • Astrogator 23.12.2019 11:16
      Highlight Highlight Ich habe mir just heute ein Elektro-Auto bestellt, sehe es folglich nicht ganz so.

      Grössere Strecken mache ich in der Regel mit ÖV und für alles andere reichen 400 km Reichweite zum abwinken. Ich Pendle 70 km am Tag, in Zukunft lokal emissionsfrei und gesamthaft wegen des Wirkungrades mit weniger Umweltbelastung als mit allen anderen Antrieben. Klingt für mich schon mal ganz vernünftig.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Jungleböy 23.12.2019 10:32
    Highlight Highlight Die chinesen haben immer schon für mehrere jahrzente voraus geplant. Europäer hingegen denken oft in zwischen lösungen. Zumindest ist das mein eindruck.
  • Karnüsel 23.12.2019 09:55
    Highlight Highlight Man darf gespannt sein, ob uns die Chinesen eine sinnvolle Anwendung der Wasserstofftechnologie aufzeigen. Bis jetzt braucht sie nämlich 3x mehr Strom als EVs für die gleiche Strecke.
    • Posersalami 23.12.2019 12:17
      Highlight Highlight Auch in China gilt die Physik. H2 wird immer deutlich teurer sein als Strom direkt zu tanken.
  • Thinkdeeper 23.12.2019 08:58
    Highlight Highlight Wieder einmal ein Artikel der von Nonsens und Halbwissen strotzt und reisserisch auf Verunsicherung macht.
    Die Frage ist nicht Elektromobilität ja/nein sondern:

    Wird sich künftig das mit Wasserstoff oder das batteriebetriebene Elektromobil oder gar beides durchsetzen?
    Für beides gibt es gute Gründe.

    Derzeit ist die Batterie in Pool Position.
    Einseitige staatlich befristete Anschubfinanzierungen können also gekürzt werden.

    Energie- und Effizienztechnisches absolutes NO GO ist das betreiben der veralteten Verbrennungsmotoren mit Wasserstoff, was economy of scale Anhänger, befürworten.
    • Der Tom 23.12.2019 10:26
      Highlight Highlight Welche guten Gründe sollte es es für Wasserstoff geben?
    • Bruno Meier (1) 23.12.2019 11:09
      Highlight Highlight Ganz einfach: Wasserstoff kann gespeichert werden.
      Akkus dagegen sind als Stromspeicher nicht optimal oder direkt ausgedrückt: in der jetzigen Form, Müll.
    • Pubic Enemy 23.12.2019 12:05
      Highlight Highlight @Tom
      Man könnte weite Teile der bestehenden (Erdöl-)Infrastruktur weiternutzen. Und damit diese Lobby für die Idee gewinnen. Nicht unbedingt ein wissenschaftliches Argument, mehr ein wirtschafts- und sozialpolitisches.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 23.12.2019 08:54
    Highlight Highlight Mit den Autos ist es zurzeit eine vertrackte Sache. Da wurde der Diesel gelobt als effizienter und recht umweltfreundlich. Dann wurde er als dreckig verschrien. So stiegen etliche auf Benziner um. Jetzt hat man gemerkt, dass gerade der Diesel weniger CO2 produziert als der Benziner. Inzwischen haben wir auch den E-Motor mit den Batterien. Zudem werden alle mit der Produktion von CO2 aufgerechnet. Im Moment ist es besser, seinen Wagen zu behalten um zu schauen, wohin die Motorenreise wirklich geht.
    • Astrogator 23.12.2019 11:20
      Highlight Highlight Man hat nicht "jetzt gemerkt", dass der Diesel weniger CO2 ausstösst. Deswegen wurde er ja gefördert.

      Und als dreckig wurde er auch nicht verschrien. Hätten die Marketingmanager nicht entschieden, dass für Harnstofftank kein Kofferraumvolumen draufgehen darf oder, dass es Kunden nicht zuzumuten sei alle 10k km Harnstoff nachzufüllen hätte man bei der Motorsteuerung nicht bescheissen müssen und der Diesel würde weiterleben.
    • Posersalami 23.12.2019 12:22
      Highlight Highlight Ein Diesel verbraucht etwas weniger Sprit, das stimmt. Allerdings verbrennt ein Liter Diesel auch zu mehr CO2 als ein Liter Benzin weil er mehr Kohlenstoff enthält (woher soll sonst die höhere Energiedichte kommen?), insofern nehmen sich die beiden in der Realität nicht viel. Der Diesel ist maximal im esoterischen Bereich besser.

      Ein BEV hat ein unendlich viel höheres Potential zur Vermeidung von CO2 Emissionen. Vor allem, da der Strom auch in China immer mehr EE enthält. Das verbessert auch die Bilanz des Akkus in der Herstellung massiv.
    • Amateurschreiber 23.12.2019 15:23
      Highlight Highlight @Posersalami
      Du vergisst den Wirkungsgrad: Der ist beim Diesel einiges höher als beim Benziner. Das heisst ein Diesel produziert im Verhältnis wirklich weniger CO2 als der Benziner.
    Weitere Antworten anzeigen
  • David Tschan 23.12.2019 08:41
    Highlight Highlight Wieso wir Neues wie die Elektromobilität gerne schlecht reden

    https://olavdreier.ch/2019/05/18/wieso-wir-neues-wie-die-elektromobilitaet-gerne-schlecht-reden/
    • Gubbe 24.12.2019 10:01
      Highlight Highlight Ob Olav von Tesla gesponsert ist? Seine 'Wenn's' - Abschnitte sind aber gut.
  • FischersFritz 23.12.2019 08:24
    Highlight Highlight Dass E-Autos noch grössere Rohstoffabhängigkeiten als Benziner schaffen, könnten vielleicht auch einmal unsere Öko-Idealisten erkennen.. Pazifist sein wollen und Rohstoffabhängigkeiten schaffen passt wie eine Faust auf das Auge...
    • Cyberpunk 23.12.2019 11:33
      Highlight Highlight Schau mal etwas genauer hin bei der Beschaffung von Erdöl,was alles dahinter steckt.Oder hast du im ernst gedacht, dass dein edler Treibstoff an der Zapfseule gemischt wird?Da wird unmengen von Strom,wiederum Erdöl & Treibstoff verschwendet.Oder wie glaubst du werden die Bohrinseln getrieben?Oder die Dieselmotoren der Tankschiffe,die dann hie & da untergehen & Weltmeere verpesten?Oder die undichten Ölpipelines?Von all den Metallen, die in deinem Verbrenner verarbeitet (Kat, Motorenblock,Glaßcheiben etc) sind, wollen wir gar nicht anfangen,~Kinderarbeit/Menschenunwürdige Arbeitskonditionen
    • Pubic Enemy 23.12.2019 12:11
      Highlight Highlight Wenn man die Diskussion entideologisieren will, ist es nicht gerade hilfreich, den politischen Gegner als Ökoideologe zu bezeichnen, um dann - gänzlich auf die ideologische Schiene wechselnd - eine Pazifismusdiskussion vom Zaun zu brechen.
    • Bayon 24.12.2019 17:42
      Highlight Highlight @Pubic Enemy: Du hst es versucht, aber du schlägst mit Wörtern um dir herum die zum Schluss den Kontext in die Schleuder werfen!
  • Bayon 23.12.2019 08:12
    Highlight Highlight Tja, die Chinesen wie immer - einen Tick schneller als der Rest der Welt. Der Elektroschrott ist und wird nie Zukunftstauglich sein!
    • Der Tom 23.12.2019 10:26
      Highlight Highlight Nochmal lesen...
    • Bayon 23.12.2019 11:16
      Highlight Highlight Tom, da kann man lesen solange man will, die Chinesen fahren sukzessive runter.
    • Astrogator 23.12.2019 16:48
      Highlight Highlight @Bayon: die Chinesen fahren die Subventionen runter, aber nicht die E-Mobilität.

      „ Seine Prognose: Nach nur 1,2 Millionen E-Autos im laufenden Jahr, werden im kommenden Jahr bereits um die zwei Millionen Elektro-Fahrzeuge in China verkauft. Fünf Jahre später sollen es gar fünf Millionen sein. In den drei grössten Automärkten China, EU und USA zusammen steigt die Zahl der jährlich verkauften E-Autos dann laut Dudenhöffers Prognose auf neun Millionen an.“
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ricardo Tubbs 23.12.2019 08:04
    Highlight Highlight TOP, die chinesen wiedermal die einzigen, die mitdenken und nicht mitmachen bei diesem ganzen e-mobilitäts-irrsinn!
    • Der Tom 23.12.2019 10:30
      Highlight Highlight Sie kürzen die Förderbeiträge weil die Ziele schon erreicht wurden. Solche Beiträge würden der Weiterentwicklung schaden und die Preise hoch halten.
  • Rectangular Circle 23.12.2019 07:57
    Highlight Highlight Naja, Linde gehört schon länger den Chinesen. Wundert mich jetzt nicht, dass der Chef da deren Neuausrichtung bezüglich Elektroautos unterstützt ...
  • Nikolaj NH 23.12.2019 07:48
    Highlight Highlight Elektroautos sind keine Lösung. Wir brauchen Wasserstoffautos!
    • mutorintemporibus 23.12.2019 10:48
      Highlight Highlight Eassestoffautos sind ebenfalls Elekttroautos, einfach mit schlechterem Gesamtwirkungsgrad, weil der Wasserstoff sehr energieaufwändig hergestellt werden muss.
    • Posersalami 23.12.2019 12:23
      Highlight Highlight Nein

      Lies dir doch wenigstens die Wikipedia zu dem Thema durch, insbesondere den Teil über die Energieeffizienz von H2. Die ist nämlich übelst schlecht, fast so schlecht wie bei einem Verbrenner.
  • beaetel 23.12.2019 07:36
    Highlight Highlight China scheint keine Lust zu haben, die ausländische Automobilindustrie zu subventionieren. Und was sagen nun die Chinabegeisterten zum Thema Quoten? Für mich eine schlaue und einfache Sache.
  • Roboter 23.12.2019 07:36
    Highlight Highlight Gerade Reitzle, der es als Topmanager bei BMW jahrzehntelang nicht geschafft hat, die Konzernintern eigentlich weit fortgeschrittene Wasserstoff Technologie marktreif zu machen, verbreitet hier sinnlosen FUD. Diese Generation von Autokonzerns Lenkern war es doch, die moderne Technologien bewusst zurückgehalten und stattdessen immer weiter auf den kurzfristigen Profit gesetzt hat. Die Quittung kriegt die klassisch Autoindustrie jetzt, und die Arbeiter und Ingenieure dürfen es ausbaden. Er soll einfach still sein mit seinem goldenen Fallschirm.
    • Bruno Meier (1) 23.12.2019 13:03
      Highlight Highlight Wäre doch super, wenn solche Experten wie du schon immer alle Firmen geführt hätten. Mit deinem Wissen und der Weitsicht über Jahrzehnte hinaus in die Zukunft, unbezahlbar.
      Mach dich selbständig und führe eine Firma an die Weltspitze, ist doch so einfach.
      Ich bin kein Fan dieser Manager, ja Manager, da sie keine Ahnung von der Firma/Produkt selbst haben, meistens Personen die BWL oder Jus studiert haben.
      Aber so einfach ist es eben doch nicht, denen einfach Unfähigkeit vorwerfen und im Nachhinein es besser wissen. Oft sieht man das Problem, kann es aber nicht lösen, aus diversen Gründen.
  • Ökonometriker 23.12.2019 07:31
    Highlight Highlight Während in Europa die meisten Elektroautomodelle über dem Budget eines Durchschnittshaushalts liegen, ist es China gelungen, die Geräte billiger als Verbrenner anzubieten. Mancherorts sieht man bereits fast 50% Elektroautos, welche neu ca. 5000 Franken kosten.

    Klar, im Westen sind die Sicherheitsanforderungen strikter und die Leute mögen grössere Autos. Aber unsere Hersteller müssen sich 'ranhalten und E-Autos für den Mittelstand bauen. Sonst wird der chinesische Hersteller BYD eines Tages VW und Co. verdrängen. Warren Buffet hat bereits reagiert: er ist der zweitgrösste Aktionär von BYD.
    • freifuchs 23.12.2019 08:17
      Highlight Highlight Bei den 5000 Franken handelt es sich um sogenannte micro cars, die in China sehr beliebt sind. Diese sind auf 45kmh gekappt und damit in China ohne Führerschein fahrbar. Für die Grossstadt sinnig, hier wohl weniger. Auf Galaxus kannst du welche bestellen
    • Firefly 23.12.2019 09:05
      Highlight Highlight @freifuchs micro cars sind die Zukunft, alles andere ist bald Müll der Geschichte.
    • Thinkdeeper 23.12.2019 09:25
      Highlight Highlight Über dem Budget liegen sie nicht! Zudem, die Aussage ist eine subjektive von Wunschvorstellungen geprägte Sichtweise.

      5000 Franken dürfte für den Durchschnittschinesen über dem Budget liegen und nur durch automatisierte Massenproduktion, Subvention, keine Sozialabgaben, Lohnnebenkostenfreie Arbeit, gar Zwangsarbeit erreicht werden.

      Hier liegt das Dilemma des Westens, der einerseits nicht bereit ist seine Sozialsysteme disruptiv, bei gleichbleibenden Leistungen, komplett von den Lohnkosten abzutrennen und dies auf Güter und Leistungen zu verlagern, anderseits immer billiger erwartet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerHans 23.12.2019 07:20
    Highlight Highlight China hat wohl erkannt, dass eine Quote zielführender ist, als Förderbeträge welche die Hersteller einfach im Verkaufspreis einkalkulieren und so wieder doppelt abkassieren.
    Und Herr Reitzle denk er müsse uns mit Wasserstoff beglücken? Naja, würde ich auch wollen, würde ich damit eine Menge Geld verdienen.
  • auslandbasler 23.12.2019 07:11
    Highlight Highlight Hmm, Herr Reitzle findet also, man solle auch andere Antriebstechnologien fördern. Warum könnte der Chef des Gasherstellers und Wasserstofflieferanten Linde das wohl wollen? Altruismus?

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