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Chelsea garage sells at auction for £360,000 A rarely available garage offering secure off-street parking in one of Londonâs most desirable and fashionable locations just off the Brompton Road sold for £360,000 at Savills London and national auction on the 16th February 2016 from a £180,000 guide. With a gross internal area of approximately 146 sq ft, the garage was purchased for £2,465 per sq ft. The garage is single storey and has an electric up and over metal cover. It is located close to South Kensington tube station and a number of Londonâs top attractions, including The Natural History, V & A and Science Museums as well as the Royal Albert Hall. Chris Coleman-Smith, head of Savills auctions comments: âChelsea is an affluent residential area with a chronic lack of off-street parking, so we expected the garage at Crescent Place to attract a lot of interest. While strong bidding pushed the price up to £360,000, the average price of property in the SW3 postcode is £2.4 million. For local residents who have invested in cars as well as their homes, the chance to buy a well located, secure garage simply couldnât be missed.â Savills London and National auctions: 020 7824 9091

Eine Garage für eine knappe halbe Million – das gibt es wohl nur in London.

Londoner können sich die teuren Wohnungen nicht mehr leisten und werden erfinderisch

London ist ein teures Pflaster – vor allem, wenn es ums Wohnen geht. Hohe Mietpreise und wenig Wohnraum zwingen immer mehr Menschen, in improvisierten Behausungen zu wohnen. 



Bis zu zwei Drittel ihres Einkommens müssen die Londoner für ihre Wohnung bezahlen. Der beschränkte Wohnraum und die teuren Mieten zwingen immer mehr Menschen, in einer Wohn-Alternative unterzukommen. Die Londoner werden kreativ: So bauen sie Garagen zu winzigen Wohnungen um oder kommen in der Laube eines Wohnhauses unter. Meistens können die Bewohner von Schuppen oder Gartenhäusern die Küche und das Bad des zugehörigen Wohnhauses mitbenutzen.

«Beds in Sheds»

Das Phänomen hat bereits sein eigenes Sprichwort: «Beds in Sheds», also Betten in Schuppen. Auf Portalen für Mietwohnungen finden sich Annoncen für «gemütliche Blockhütten» oder kompakte Studios, welche oft nicht mehr Platz bieten als ein Geräteschuppen. Angebote für eine Zweizimmer-Wohnung unter 2000 Franken stechen dagegen ins Auge. Erst auf den zweiten Blick wird aber klar, dass es sich hierbei um wöchentliche Mietpreise handelt. 

Bei einer Polizeiaktion im Jahr 2015 entdeckte die Londoner Polizei hinter einem Garagentor in West London ein winziges, aber perfekt eingerichtetes Apartment. 

Diese Garage wurde wohnbar gemacht.

Verborgene Gesellschaft

In London entsteht eine verborgene Gesellschaft – zu diesem Schluss kam die Verwaltung des Bezirks Harrow, nachdem sie mit einer Wärmebildkamera über den Londoner Stadtteil geflogen war. Die Bilder lieferten Umrisse von Lauben, in denen Menschen schliefen. Auf Grossbritannien hochgerechnet, könnte diese Momentaufnahme bedeuten, dass Zehntausende Menschen in Verschlägen leben, schreibt der «Spiegel». 

Diese Bleibe gibt's für umgerechnet 590 Franken – monatlich. 

Garage für 443'000 Franken verkauft

Symptomatisch für den Londoner Wohnungsmarkt sind seine Preise. Im Londoner Nobelviertel Chelsea wurde letztes Jahr eine Garage für umgerechnet 443'000 Franken versteigert. Die Garage sei dazu derart klein, «dass es schwierig ist, ein grosses Auto rein- und rauszukriegen», berichtete «The Guardian».

Die UBS warnt vor der Gefahr der Immobilienblase. In London sei das Blasenrisiko «eminent», schreibt die Bank im letzten Global Real Estate Bubble Index

Streetfood aus aller Welt – weil man sich sonst nichts gönnt!

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    Alle Leser-Kommentare
  • jogurt 15.03.2017 11:43
    Highlight Highlight Unschön zu sagen aber wir sind die Sklaven unseres Zinseszins - Systems. Brot & Spiele halten uns bei Laune . . . mal schauen wie lange dies "noch gut geht".
  • HansKolpak 15.03.2017 09:13
    Highlight Highlight Schön, dass noch niemandem aufgefallen ist, wie sich in London der Immobilienmarkt durch den brexit entspannt. Die 2,90 km² "City of London" sind nur ein winziger Teil von London. Frankfurt am Main gewinnt jetzt automatisch an Aufmerksamkeit.

    Die neue Seidenstraße schafft andere Strukturen. Die "City of London" orientiert sich derzeit um:
    http://www.dzig.de/Die-Achse-China-Russland-Deutschland
  • pamayer 14.03.2017 06:43
    Highlight Highlight Ist bei uns in den Städten und Agglomerationen auch der Fall. Einfach noch nicht ganz auf dem Londoner Niveau.
    • bcZcity 14.03.2017 11:18
      Highlight Highlight Wohl eher noch ganz weit weg von diesem Niveau. Auch wenn Zürich/Genf etc. verdammt teuer geworden ist, kenne ich niemanden der 2/3 seines Lohens für die Miete aufwerfen muss.

      Und auch wenn es oft eng in der kleinen Schweiz ist, bietet dies auch Vorteile. So ist z.b niemand gezwungen wegen eines tollen Jobs auch in der Stadt zu wohnen.

      Schliesslich ist man von der Agglo im Umkreis von 10-15 Km oft sehr schnell im Stadtzentrum und spart dadurch viel Miete.

      Ausserdem hat man mit dem Tram quer durch die Stadt oft gleich lang, oder länger, als wenn man von Ausserhalb mit dem Zug ankommt.

  • Hillbilly 13.03.2017 23:21
    Highlight Highlight Wohne mit dem ÖV eine Stunde ausserhalb Bern. Für Hipster am Arsch der Welt. Dafür mit einer sehr geräumigen Wohnung mit atemberaubender Aussicht auf tief verschneite Gipfel. Und ich bin glücklich hier. Wenn einer eine halbe Kiste für eine Garage zahlt - keiner zwingt ihn.
    • drinkingworker 14.03.2017 07:25
      Highlight Highlight Doch. Die Kälte. Haben sud mal darüber nachgedacht, das die Preise in der Agglo auch steigen werden, sobald sich niemand mehr die Stadt leisten kann?
  • Thinktank 13.03.2017 17:13
    Highlight Highlight Verdichtetes Wohnen ist ja auch bei uns die Zukunft. Ich muss meine Meinung überdie Grünen revidieren, die sorgen ja für eine tolle Wertsteigerung meiner Immobilie. Zusammen mit der Massenimmigration brauch ich dann gar keine Pensionskasse mehr. Weiter so.
    • Saraina 13.03.2017 19:41
      Highlight Highlight Bei den Londonern ist das Problem allerdings nicht die Massenimmigration, sondern die Flucht von massenhaft Kohle aus Ländern wie Griechenland und Russland (u.a.) vor dem dortigen Fiskus, die dann in total überteuerte, meist leerstehende Luxusimmobilien gesteckt wird. Das treibt die Immobilienpreise derart in die Höhe, dass sich der Normalbrite schlicht nicht mehr leisten kann in London zu mieten.
  • Bolly 13.03.2017 16:56
    Highlight Highlight Ich liebe London, aber das Nr den Preisen dort....nicht schön. Beachten auch mal in einer Sendung. Das der eine oder andere Frachter umbauen um dort drin zu leben. Weil er sich keine Wohnung leisten kann. Krass.
    Aber ja auch bei uns gibt es das....(noch) nicht so extrem. Hoffen wir nicht.
  • Typu 13.03.2017 16:03
    Highlight Highlight Wie kann man auf das platzen dieser blase investieren?
    • c_meier 13.03.2017 18:51
      Highlight Highlight siehe dazu den Film "The Big Short", der sich um die Subprime-Krise dreht:
      Play Icon
  • Posersalami 13.03.2017 15:01
    Highlight Highlight Das passiert, wenn man "den Markt" machen lässt. Sollte uns als Vorlage dienen wie es nicht geht und das staatliche Eingriffe in die Märkte bitter nötig sind.
    • Wehrli 13.03.2017 15:20
      Highlight Highlight Genau! Die schönsten Wohnungen gehören den Gewerkschaftsführern und dann je nach Position in der Kommunistischen Partei. DAS ist dann viel gerechtet. Momol.
    • Chääschueche 13.03.2017 15:40
      Highlight Highlight Du weisst schon was du forderst oder?....Eine Freie Marktwirtschaft zumindest ist es nicht mehr.

      Das was du forderst ist nur der erste schritt...es kann dann noch viel viel weiter gehen...
    • Posersalami 13.03.2017 16:05
      Highlight Highlight @Chääschueche:
      So ein Scheiss, als gäbe es nur den Totalitarismus des Markts oder einer politischen Diktatur.. Ich will ja eben keinen Totalitarismus, also auch keine freien Markt. Wisst sie eigentlich, von was sie sprechen?

      @Wehrli: Auch sie haben absolut keine Ahnung, wieso posten sie dann etwas?

      Ich bin schockiert, wie wenig Wissen es bei einigen Mitmenschen gibt.
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