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Hyperschall: In nur 2 Stunden von London nach New York

In nur 2 Stunden von London nach New York: Boeing will's wahr machen

29.06.2018, 11:5329.06.2018, 12:26

Ein Traum für Vielflieger: Boeing arbeitet an einem Flugzeug, das mit fünffacher Schallgeschwindigkeit fliegt und für die Strecke von London nach New York nur zwei Stunden braucht. Dies stellte der amerikanische Flugzeugbauer am Dienstag an einer Luftfahrtkonferenz in Atlanta vor. Der neue «Hyperschall-Flieger» soll mit mehr als 6000 km/h jeden Ort der Welt innerhalb einer bis drei Stunden erreichen.

Ungefähr so soll das Hyperschall-Flugzeug aussehen. 
Ungefähr so soll das Hyperschall-Flugzeug aussehen. bild: boeing

Um diese Geschwindigkeit erreichen zu können, müsste der Flieger in einer Höhe von 29 Kilometern über dem Erdboden fliegen. Andernfalls würde die Maschine aufgrund des Geschwindigkeitsdrucks auseinandergerissen. Normale Flieger befinden sich meist auf einer Höhe von elf oder zwölf Kilometern.

Besonders interessant wäre die Aussicht, die sich von dieser Höhe aus ergibt. Passagiere könnten die Neigung der Erde sowie die Dunkelheit des Alls sehen, sagt Kevin Bowcutt von Boeing Research & Technology gegenüber dem Business Insider. Es könne aber gut möglich sein, dass das Flugzeug nur über virtuelle Fenster verfügt. 

Für die, die Langstreckenflüge mögen:

Bis die Hyperschall-Maschine tatsächlich über den Atlantik fliegt, kann es aber noch eine Weile dauern. Boeing geht davon aus, dass ein solches Flugzeug in zirka 20 bis 30 Jahren erstmals abheben wird.

Auch andere Unternehmen arbeiten an Hyperschall-Flugzeugen, so beispielsweise Elon Musks SpaceX. Musk will die Technologie, die im Augenblick für ihre Raumfahrzeuge eingesetzt wird, auch auf der Erde nutzen. Damit soll es möglich sein, Menschen in nur einer halben Stunde von Shanghai nach New York zu transportieren. 

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18 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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DerRaucher
29.06.2018 13:32registriert Januar 2016
Wird für den Normalverdiener unbezahlbar sein. Deshalb.. ist mir egal.
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«Die Frage, warum es überhaupt etwas gibt, kann die Physik nicht beantworten»
Als «ein seltenes Exemplar» wurde der renommierte Wissenschafter Heino Falcke schon bezeichnet. Denn er ist nicht nur Astrophysiker, sondern auch tiefgläubig. Ein Gespräch über Gott, Leben im Kosmos und den Beginn und das Ende von allem.
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