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Im Amazonasgebiet wüten seit Wochen Tausende Brände. Bild: ap

Interview

«Die Menschheit begeht mit der Zerstörung des Amazonas Selbstmord»

Der renommierte brasilianische Biologe Antonio Donato Nobre erklärt, wieso der Amazonas wichtig ist für das Weltklima.

Sandra Weiss, Sao José dos Campos / ch media



«Die Menschheit begeht mit der Zerstörung des Amazonas Selbstmord», sagt Professor Antonio Donato Nobre. Eigentlich ist der Wissenschafter eine ruhige Person. Aber dass die Politiker und die Menschheit seit 40 Jahren seine Warnungen in den Wind schlagen, bringt den Biologen auf die Palme. Seine Begeisterung für den Amazonas stammt von einer Studienreise als junger Agronom 1979.

14 Jahre lebte er in Manaos und forschte am Amazonasinstitut. Nobre gilt als einer der wichtigsten brasilianischen Amazonas-Spezialisten. Seine Theorie von den «Fliegenden Flüssen» und der Rolle des Amazonas für die Klimaregulierung hat weltweit Beachtung gefunden. Derzeit arbeitet der 1958 geborene Forscher am Institut für Weltraumforschungen in Sao José dos Campos, dem unter anderem das Satellliten-Monitoring-Programm am Amazonas untersteht.

Warum ist der Amazonas so wichtig für die Welt?
Antonio Donato Nobre: Wälder regulieren das Klima. Sie sind ein entscheidender Faktor dafür, ob und wie viel es an bestimmten Stellen der Welt regnet. Nehmen wir Australien und den Amazonas. Rund um Australien gibt es viele Wolken, aber sie ziehen nicht übers Land, weil die Winde vom Land aufs Meer blasen. Am Amazonas ist es genau umgekehrt. Und das hat mit dem Wald zu tun. Er zieht die Feuchtigkeit aus dem Boden und transportiert sie in die Atmosphäre. Bis zu 1000 Liter pro Baum am Tag. Das sorgt für ein Luftdruckgefälle. Er funktioniert also wie eine biologische Pumpe.

Sie sprechen auch von fliegenden Flüssen. Was genau ist darunter zu verstehen?
Das ist ein Bild, das wir geprägt haben, um allen Menschen die unsichtbare Reise der Feuchtigkeit zu veranschaulichen. Es sind Ströme von Wasserdampf in der Atmosphäre, die sich ganz ähnlich wie Flüsse auf der Erde verhalten. Sie transportieren viel Wasserdampf. Wasserdampf ist die Voraussetzung für Regen. Fliegende Flüsse transportieren innerhalb der Atmosphäre Wasser von einem Ort zum anderen.

Und wieso sind sie am Amazonas so wichtig?
Die Winde wehen gewöhnlich auf der Nordhalbkugel Richtung Südosten und auf der Südhalbkugel Richtung Nordwesten. Der Äquator ist die unsichtbare Grenze, wo sie aufeinanderprallen und es viel Turbulenzen gibt. Am Amazonas aber gibt es diese Grenze nicht, und Wind und Wolken ziehen den Anden entlang bis nach Patagonien. Wir haben Wassertropfen vom Amazonas im Süden Südamerikas gefunden.

Die Bilder aus dem Amazonas sind apokalyptisch. Wie steht es denn um den Amazonas als Klimamotor?
Rund 20 Prozent des Amazonas wurden bereits abgeholzt und 40 Prozent beschädigt. Das ist grenzwertig, und der Klimamotor fängt bereits an zu stottern. Alle fünf Jahre gibt es am Amazonas starke Dürreperioden, gefolgt von extremen Niederschlägen. Wir entdecken manchmal nun schon Brände im unberührten Urwald, die nicht vom Menschen gelegt wurden. Das ist ein Zeichen dafür, dass das System ausser Kontrolle gerät, und zwar immer schneller. Wenn der Wald fehlt, stoppt die Klimapumpe, mit der die Feuchtigkeit vom Ozean aufs Festland transportiert wird.

Ein Grossteil der Abholzung ist menschengemacht. Wir schaffen also eine Wüste?
Ja, das ist Selbstmord, aber nicht nur von Brasilien, sondern der ganzen Welt. Um diesen Irrsinn aufzuhalten, müssten wir eigentlich einen Ausnahmezustand verhängen. Doch Brasiliens Regierung ist in den Händen der Abholzer. Und auch alles andere, was die Regierungen der Welt bislang unternehmen, ist völlig unzureichend und heuchlerisch.

Was müsste denn getan werden?
Wir brauchen massive Aufforstung. Das ist keine Utopie. China hat in den letzten 25 Jahren 800 000 Quadratkilometer wieder aufgeforstet. Das entspricht der Fläche, die in Brasilien in den letzten 40 Jahren abgeholzt wurde. Dafür aber müssen wir die Abholzlobby verjagen. Und das geht nur mit massiver Unterstützung der Bevölkerung, indem sie Umweltschutz einfordert und keine Abholzer mehr wählt. Und der Rest der Welt muss aufhören, Soja, Rindfleisch und Edelhölzer zu konsumieren.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Theodorli 25.08.2019 13:59
    Highlight Highlight Geschichte wiederholt sich , werden und vergehen.
    Dinos und andere Ereignisse .Meteoriteneinschläge,
    oder Erdbeben.
    Von Atomkraftwerken schon gar nicht zu sprechen.
    Stephan Hawking hats voraus gesagt:
    Haut ab so lang ihr könnt.
  • Mangi 25.08.2019 09:12
    Highlight Highlight Dazu weiss ich: Wenn Gott am Ende nicht selber eingreifen würde, würde kein Fleisch gerettet, und ich werde die verderben die die Welt verderben
  • Posersalami 24.08.2019 14:02
    Highlight Highlight Der Wissenschaftler hat Recht, trotzdem ist es Unsinn. Europa zB war ma mit dichtem Urwald bedeckt, den haben wir zu 100% abgefackelt. Warum ist Brasilien jetzt böse, die tun nur das, was wir vor 300 Jahren (oder so) auch gemacht haben.

    Jetzt dürft ihr mich ob dieser simplen Tatsache Blitzen.
    • Waseli 25.08.2019 20:33
      Highlight Highlight 1/2
      Nun ja, es gibt grosse Unterschiede zwischen dem europäischen und dem brasilianischen Wald!
      Der europäische Wald und Boden ist aufgrund der Eiszeiten um einiges jünger als der brasilianische.
      Daher hat der brasilianische Wald eine viel höhere Artenvielfallt. Weiter ist der urlate Boden in den Tropen "ausgelaugt" / aufgebraucht. Die Wertvollen Stoffe sind alle im Holz gespeichert. Dies hat zur Folge, dass sich dieser Boden nicht wie Bei uns als Acker und Weideland eignet. der mehrere Meterdicke Boden erodiert mit der Zeit weg und es bleibt karges Land übrig.
    • Waseli 25.08.2019 20:36
      Highlight Highlight 2/2
      Weiter ist meines Wissens nicht abschliessend geklärt, ob Europa ursprünglich flächendeckend mit Wald bewachsen war. Eine Hypothese geht davon aus, dass die ehemalige Megafauna in Europa (z.B. Waldelefanten) den Baumbewuchs in Grenzen gehalten hat und die ursprüngliche Vegetation in ihrer Art eher der Savanne in Afrika glich. Ein flächiger Baumbewuchs setze eventuell erst mit der Ausrottung / Aussterben dieser Megafauna ein
  • Joe Frangelico 24.08.2019 13:44
    Highlight Highlight Ein Grabstein auf denn ganzen Schlamassel-
    Menschheit du hattest von Anfang nicht das Zeug dazu-
  • Quecksalber 24.08.2019 12:41
    Highlight Highlight Kein Fleisch aus Südamerika oder mit Futtermitteln von dort aufgezogene Tiere mehr und wenn, dann ausschliesslich aus Biobetrieben. So einfach ist das.
  • RobinBurn 24.08.2019 12:23
    Highlight Highlight Der renommierte brasilianische Biologe Antonio Donato Nobre erklärt, wieso der Amazonas [wichtig ist]für das Weltklima *wichtig ist*.
  • Hyperventilator 24.08.2019 11:58
    Highlight Highlight Die Welt begeht auch Selbstmord mit der unkontrollierten Überbevölkerung. Und ausserhalb von Westeuropa und Teilen von Nordamerika interessiert sich niemand für den Klimawandel. Um das festzustellen muss man nur ein bisschen auf der Welt rumreisen.
    • Posersalami 24.08.2019 14:00
      Highlight Highlight Totaler Blödsinn, sorry.

      Marokko zieht bei EE grad an uns vorbei, um nur 1 Beispiel von vielen zu nennen.
  • El Vals del Obrero 24.08.2019 11:49
    Highlight Highlight Andere Länder wollen deswegen auf Freihandelsabkommen mit Brasilien verzichten, die Schweiz kündete dieses gerade heute an.

    Echt eine Schande, dass die Schweiz eher auf der Seite von Bolsonaro, Trump und Co steht. Hoffentlich gibt es da ein Referendum.
    • Unkel Wullewu 24.08.2019 13:16
      Highlight Highlight Das ist wieder so eine ideologische Einstellung. Vielleicht kann sich die Brasilianische Wirtschaft auch gerade wegen dem Abkommen schneller von kurzsichtigen Geschäften trennen, weil mehr Geld sinnvoller verdient werden kann.
      Solange aber der Fussabdruck eines Schweizers derart hoch ist, steht es uns einfach nicht zu, andere zu kritisieren oder auszuschliessen. Wir haben bei uns eine noch viel gewaltigere Aufgabe zu lösen, als z.B. die Brailianer in Brasilien. Es ist Zeit, vom hohen Ross abzusteigen und bei uns das Thema ernsthaft, d.h. sozial gerecht, in die Hände zu nehmen.
    • El Vals del Obrero 24.08.2019 15:34
      Highlight Highlight Einem Freihandelsabkommen, dass landwirtschaftliche Produkte inklusive Holz und Futtermittel etc. explizit ausschliesst, könnte ich durchaus prinzipiell zustimmen. Das würde eine Entwicklung gemäss Unkel Wullewu fördern. Aber leider scheint es nicht oder bestenfalls mit einigen symbolischen Aussagen so zu sein.
  • Beggride 24.08.2019 10:10
    Highlight Highlight Unser Gegeneinander Geld verdienen wird uns ohne Umwege ins Verderben stürzen. Wir unterstützen andere Länder nur, wenn wir was finanzielles zurückerhalten. Gkeichzeitig fordern wir von ihnen, obwohl sie finanziell und infrastrukturell etc in ganz anderen Situationen sind, auch unsere Welt beschützen, welche wir zumindest pro Kopf ziemlich heftig auch selbst zerstören. Unser Kapitalismus ist viel zu eindimensional und nur auf Zahlen auf den Konten gerichtet. Zum Glück werden grosse Zahlen im Internet stehen, wenn wir draufgehen, dann können wir glücklich... nichts mehr damit anfangen.
  • PlayaGua 24.08.2019 10:09
    Highlight Highlight Und die Schweiz einigt sich gleichzeitig auf ein Freihandelsabkommen mit Mercosur. 🤔😔
  • Frances Ryder 24.08.2019 09:51
    Highlight Highlight Irgendwie ist es auch amüsant, wie viele Leute über die Veganer/Vegetarier abfluchen und sich täglich Fleisch reinziehen. Wenn dann aber der Amazonas Regenwald in Flammen steht, weil abgeholzt wird für die Fleischproduktion, sind dann die Politiker und die Wirtschaft schuld. Brasilien ist einer der grössten Fleischimporteure in der Schweiz (20%), zugegebenermassen ist das hauptsächlich Poulet, aber wenn ihr diesen importierten Mist kauft, seit ihr genauso für solche Katastrophen verantwortlich.
    • wasabitom 24.08.2019 12:42
      Highlight Highlight Du hast Soja vergessen. Tofu, Veganer und so...

      Sorry, konnte nicht widerstehen. Aber das Thema ist zu Ernst, um hier nur seine ideologische Sicht reinzuknallen.
    • jen23 24.08.2019 14:38
      Highlight Highlight @wasabitom 80% der Sojaproduktion wir als Futter für Nutztiere verwendet.
      Alpro z.B. (grösster Produzent von Milchalternativen auf Basis von Soja in Europa, in jedem Coop erhältlich) bezieht KEIN Soja aus Regenwaldgebieten. Ihr Soja stammt grösstenteils aus Frankreich und Kanada.
    • Frances Ryder 24.08.2019 16:54
      Highlight Highlight Hat nichts mit ideologischer Sicht zu tun. Der Regenwald im Amazonas wird zu 70-90% wegen Viehzucht abgeholzt und dein Soja Argument zeigt, dass du dich Null informiert hast, schau dochmal wofür dieses Soja denn produziert wird. Wenn du Rindfleisch aus Brasilien konsumierst, bist du direkt für die Abholzung des Urwaldes mitverantwortlich, das ist ganz einfach ein Fakt.
  • kofandi 24.08.2019 08:35
    Highlight Highlight es regnet wieder!
  • Lukas Fierz 24.08.2019 08:28
    Highlight Highlight Natürlich sind wir mit oder ohne Amazonasbrände schon längstens auf dem Selbstmordpfad und das wird schon in den nächtesn zehn bis zwanzig Jahren klarwerden. Nur NZZ, WELT und andere Leitmedien haben es nicht begriffen, bzw. zensieren die Berichterstattung: https://lukasfierz.blogspot.com/2019/07/und-was-wenn-wir-uns-nicht-retten-konnen.html
  • Peter Sager 24.08.2019 07:40
    Highlight Highlight Wir müssten als Sofortmassnahme aufhören mit so viel Fleisch zu essen. Auch sollte der Lebensmittelkonsum auf ein vernünftiges Mass pro Mensch begrenzt werden. Benzin sollte sofort 2 Franken pro Liter Kosten. Autos mit über 3 Liter Hubraum für Privatpersonen sollten 10'000 Franken Steuern kosten. Falls keine Massnahmen beschlossen werden geht es noch gegen 10 bis 20 Jahre zum Ende.
  • Auric 24.08.2019 07:27
    Highlight Highlight Aha also wieder ein Tipping Point erreicht,
    als ab JETZT geht es rapide bergab...

    Blöd

    nachdem sich aber nichts an der Zerstörung des Amazonas ändern wird...

    werden wir das bergab... jetzt ja erleben oder in ein zwei Jahren...

    angenommen wir erleben das bergab... nicht.... wird dann der Biologe sich hinstellen und verkünden dass er Scheisse erzählt hat und der Menschheit aus unvermögen oder politischem interesse ANGST gemacht hat??
    Wird er dafür verhaftet und bestraft?
    Wird er den Rest seines Lebens keine Hiobsbotschaften mehr konstruieren?

    Ich glaube nicht
  • Digitalrookie 24.08.2019 07:24
    Highlight Highlight Um es kurz zu fassen: Es müsste grundsätzlich ein radikaler, weltweiter Paradigmenwechsel stattfinden und zwar in allen Lebensbereichen. Die Wirtschaft müsste faktisch zum Erliegen gebracht werden, denn der weltweite Konsum müsste auf ein absolutes Minimum und auf das Allernotwendigste reduziert werden. Keine Ferienflüge mehr, kein Individualverkehr, keine geplante Obszoleszenz, kein Foodwaste, keine Verschwendung von Ressourcen usw. Nur durch ein radikales Umdenken und radikalen Verzicht wäre die Welt noch zu retten. Ansonsten: kollektiver Suizid. Und zwar ziemlich bald!
  • lilie 24.08.2019 03:51
    Highlight Highlight "Dass die Politiker und die Menschheit seit 40 Jahren seine Warnungen in den Wind schlagen, bringt den Biologen auf die Palme".

    Tja, wenn wir so weitermachen, wird es bald keine Palmen mehr geben, auf die man sich flüchten kann. 😔

    Fleischkonsum reduzieren, Regenwaldschutz und -aufforstung unterstützen - das wären die Dinge, die jeder von uns per sofort beitragen könnte, um zu retten, was noch zu retten ist.

    Ich würde es sehr begrüssen, wenn Watson eine Liste seriöser NGOs zusammentragen würde, welche sich nachhaltigen Projekten in diesen Bereichen widmet. 👍
  • Adam Smith 24.08.2019 02:59
    Highlight Highlight Das beste Video zum Thema und das sollte sich jeder mal angesehen haben:
    Play Icon
  • ninolino 24.08.2019 01:37
    Highlight Highlight Sehr schlechte Aussichten 😥
    Benutzer Bild
  • G. 24.08.2019 01:20
    Highlight Highlight Ist vielleicht nicht ganz On-Topic und hinkt ein bisschen.

    Anstatt sich gegenseitig mit Strafzöllen und wirtschaftlichen Sanktionen herunterzuwirtschaften, könnten die Wirtschaftsmächte sich selber oder gegenseitig mit Geldstrafen zugunsten des ökologischen Fussabdrucks ein- und zudecken. Das Geld soll dann durch eine internationale Aufsichtsbehörde kontrolliert, in genau solche Aufforstungs- und Reinigungsprojekte von Erde, Wasser und Luft eingesetzt werden.

    Es ist mir klar, dass ich hier eine sehr utopische Meinung äussere.





    • snowleppard 24.08.2019 04:53
      Highlight Highlight Die USA gehören ja zu den 3 grössten Dreckschleudern der Welt. Alternativ-Energien praktisch Null. Die USA befinden sich klimatechnisch am Arsch der Welt. China hat da bereits Millionen Elektro-Töfflis in Städten und ein riesen Aufforstungs-Programm. China reagiert und die Amis kümmern sich um Krieg und Geld. Dumm wie immer.
      Eine Aufsichtsbehörde sollte die kontrollieren, welche keine Massnahmen zur Verbesserung bringen und dann Nägel mit Köpfen machen.
    • rodolofo 24.08.2019 08:24
      Highlight Highlight Den Utopien gehört die Zukunft!
      Nach Trump, Bolsonaro, Putin, Erdogan, Duterte, Xi Shin Pin, wen habe ich vergessen? Blocher? Der interessiert sich nur für die Schweiz. Nein, Blocher hat keine Bedeutung.
      Ist ja egal, jedenfalls haben die Leute ihre nationalistische Trotzphase ja jetzt endlich wieder mal ausgelebt und ausgetobt und haben Lust auf etwas Anderes!
      In der Mode wechseln ja die Farben und Längen auch ständig!
      Jetzt wäre doch wieder mal BarfussTanzen im taufrischen Gras zum Sonnenaufgang angesagt!
      Mit Blumen im langen Haar!
      Na gut, beim langen Haar kann ich nicht mitmachen... :(
    • Frank Farmer 24.08.2019 14:34
      Highlight Highlight Sinnvoll wäre ein solches System schon, aber alle dazu bringen dabei mitzumachen könnte bischen schwierig werden.
  • Do not lie to mE 24.08.2019 01:10
    Highlight Highlight Sie können einzelne Jahre hervorheben, indem Sie in der Legende am unteren Rand der Grafik auf ein Jahr klicken. Mit dem Eyeball Mark 1 Trend Indicator (EBM1TI) ist 2019 leicht hoch, aber nicht auf Rekordniveau. Nicht einmal annähernd.

    Eine Sache, die ich jedes Jahr sah, war ein grobes Muster - ein oder zwei schlechte Jahre, ein oder zwei Jahre auf viel niedrigeren Niveaus, dann ein schlechtes Jahr. Dieses Muster ist bis 2010 vorhanden. 2010 war das letzte "schlechte Jahr". Die Werte seit 2010 liegen bei 1/2 oder weniger der "schlechten Jahre". Das alte Muster wurde durchbrochen.
  • Do not lie to mE 24.08.2019 01:09
    Highlight Highlight https://www.globalfiredata.org/forecast.html#amazonas
  • G. 24.08.2019 01:04
    Highlight Highlight Teil 2v2

    Was sich bis heute nur wenige überlegt haben könnten; ein Vergleich zu einem Terrarium oder Aquarium. Ist das Mikroklima in einem solchen Behältnis mal gekippt, sind die tierischen Insassen bald einmal tot. Z.B. bei einem Aquarium bedarf es danach eines kompletten Wasserwechsels und/oder sehr viel Chemie.

    Auf unserer Erde werden wir diese Möglichkeit leider nicht haben, einfach mal so die Erde und das Wasser auswechseln. Meinetwegen reinigen, ja. aber das dauert. Wenn kein Sauerstoff mehr produziert wird, wüsste ich noch keinen Apparat der auf globaler Stufe Sauerstoff erzeugt...
  • G. 24.08.2019 00:57
    Highlight Highlight Teil 1v2

    Ich frage mich gerade ob das tatsächlich Selbstmord ist. Mich dünkt eher, es ist die pure Dummheit der Spezies Mensch (Mich natürlich eingeschlossen).

    Und eigentlich wäre es ja so, dass wir tatsächlich noch ein bisschen Zeit hätten, einen neuen Kurs zu setzen. Einfach keine 30 Jahre mehr.

    Die Frage stellt sich, gelingt es der Menschheit auf globaler Stufe umzudenken und das in weniger als 1 Generation.

  • Puki 24.08.2019 00:55
    Highlight Highlight China hat in den letzten 25 Jahren 800 000 Quadratkilometer wieder aufgeforstet.

    Haha, genau, super Beispiel, China... einer der Hauptinvestoren in Lateinamerika und Bezüger der Agrarprodukte forstet auf im eigenen Land und ab im Ausland. Problem gelöst. Danke
  • Froggr 24.08.2019 00:42
    Highlight Highlight Das sind jetzt aber schon viele Selbstmorde für die Menschheit. Wir sollten schon lange Tod sein, würden die „Berechnungen“ stimmen.
  • Trude45 24.08.2019 00:29
    Highlight Highlight Zu viele sind irgendwie im Kleinkind-Stadium hängengeblieben: Augen zuhalten, wenn man kein Problem sieht, gibt es auch keins!
    Dazu noch Habgier und machthungrige Entscheider...
    Da fällt es verdammt schwer nicht zu resignieren.
  • Tom Scherrer (1) 24.08.2019 00:08
    Highlight Highlight Die Eu-Kommission hat mit Mercusor einen Freihandelsvertag abgeschlossen. Der Deal ist, Autos (auch die Diesel stinkkarossen) und Pestizide von Bayer und BASF gegen billiges Rindfleisch und Sojakraftfutter.

    Der Brasilianer hatte bei Vertragsabschluss schon gesagt, dass er einen Teil des regenwaldes roden will. Er hat es jetzt getan.

    Soweit zum Thema Wirtschaft über alles und diese hohle "Brasilien First" Mentalität.

    Brasilien muss für die Pflege des Regenwaldes entschädigt werden, nicht für das roden und die Fleischproduktion.

    Junker, statt mit uns und UK zu verhandeln, macht er..

  • Juan_Son 24.08.2019 00:06
    Highlight Highlight Auch ohne biologe zu sein erkennt man die wichtigkeit dieses ökosystems.... Ich hoffe ich liege falsch, aber ich glaube wir haben den punkt of no return schon überschritten.....
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 24.08.2019 00:02
    Highlight Highlight Oder halt nur Soja und Rindfleisch aus Europa. Aber das mit der Aufforstung sollte in Angriff genommen werden. Grosse Länder, aber auch die EU könnten hier viel bewirken.
    • auf123folgt456 24.08.2019 08:47
      Highlight Highlight Leider kommt das Soja für das Futter für die Rinder in Europa oftmals auch aus Südamerika. Klar es gibt Ausnahmen, aber ich war auch schon bei Schweizer Bauern die Soja-Kraftfutter aus Brasilien hatten...
  • Lexxus0025 23.08.2019 23:56
    Highlight Highlight Ja klar! Und die ganzen wälder die wir in europa abholzen hatten und haben sicher keinen einfluss aufs klima...is immer leicht auf andere länder zu zeigen. Die menschen dort wollen auch einfach ein bisschen wohlstand.
  • Statler 23.08.2019 23:55
    Highlight Highlight Mein Mitleid mit unserer Spezies hält sich je länger je mehr in Grenzen. Wir wissen seit Jahren, dass wir das Klima verändern. Zuerst wurde es unter dem Deckel gehalten (die Ölindustrie hat entsprechende Studien bereits seit den 70er Jahren - und wird jetzt übrigens von ein paar Ami-Gemeinden deswegen verklagt). Dann wurde es offensichtlich und die Öl-Lobby hat noch mehr Geld investiert, um Desinformation zu betreiben.
    Und wir glauben den Quark auch noch.
    Wir haben's nicht besser verdient. Und der Planet ist ohne uns besser dran.
    • Statler 24.08.2019 03:41
      Highlight Highlight Ja, @Dr. Evil - wir hängen alle mit drin. Ausnahmslos (mit Ausnahme von ein paar indigenen Völkern vielleicht).
  • Dave_ 23.08.2019 23:49
    Highlight Highlight Als wäre das Verbrennen der Bäume nicht schlimm genug.
    Aber ich muss auch an all die Tiere denken die durch das Feuer sterben.
  • Poulet 23.08.2019 23:19
    Highlight Highlight Gibt es eigentlich auch mal positive Berichte über Brasilien?
    • Miikee 23.08.2019 23:58
      Highlight Highlight Hast du was? Ich habe das Land etliche Male besucht, viel Bekannte dort. Ganz ehrlich, es ist ein Shithole...
    • banda69 24.08.2019 00:04
      Highlight Highlight Brasilien hat einen wirtschaftsfreundlichen Rechtspopulisten an der Macht. Da gibts keine Good News. Ausser für dir Reichen und Abzocker.
    • Froggr 24.08.2019 00:42
      Highlight Highlight Nicht bei Watson. Hust rechter Präsident hust.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thor_Odinson 23.08.2019 22:57
    Highlight Highlight Es ist 5 vor 12. Aber auch das wird nichts daran ändern. Der Mensch wird es erst begreifen und etwas ändern wollen, wenn es zu spät ist. Es war immer so und es wird auch so bleiben, solange es die Menschheit noch gibt!
    • Statler 23.08.2019 23:58
      Highlight Highlight Vermutlich ist es bereits 5 nach 12. Die fein aufeinander abgestimmten Abläufe im Weltklima sind nachhaltig gestört und es fehlt nicht viel, bis das Ganze kippt (z.B. Flächenbrände im Amazonas).
      Wenn das geschieht, geht alles sehr schnell.
      Wir aber sind immer noch am Labern und Lavieren und rennen sehenden Auges gegen die Wand.
    • Caturix 24.08.2019 00:04
      Highlight Highlight Habe eine neue Uhr gekauft die Zeigt 24 Stunden an. Also fünf vor zwölf ist nicht schlimm, die hat noch 12 Stunden und 5 Minuten bis es zu spät ist.
      So denken leider zu viele.
    • ninolino 24.08.2019 01:44
      Highlight Highlight @Statler:
      "Die fein aufeinander abgestimmten Abläufe im Weltklima sind nachhaltig gestört ..."
      Denke, 'werden verändert' statt 'sind gestört' passt besser. Die Erde und die Natur werdens überleben. Für unsere Spezies wirds aber verdammt eng, vermutlich ist es bereits zu spät. Was aber aus Sicht der Natur nicht mal schlecht sein muss, im Gegenteil...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bunix 23.08.2019 22:57
    Highlight Highlight Eben nicht das was jetzt passiert ist der Selbstmord....die Fridays Aktivisten müssten jetzt sich total radikalisieren...doch leider haben Sie auch keine Ahnung....all die Pseudo Empörung hat keine Hand und Fuss.....Das ganze CO2 getue füllt nur die Staatskassen....wichtiger wäre die Wiederherstellung der Natur....weil seeehr wenig Wald hilft immens nicht nur bei Co2 sonder auch bei Überflutung etc....aber es geht nur um Geld und Fanatismus sonst nichts....jeder Baum ist wichtig viel wichtiger als Vegner oder Tesla Fahrer....Peace and out!
    • Caturix 24.08.2019 00:05
      Highlight Highlight Nein alles ist wichtig. Und weniger Menschen auch.
  • Mutbürgerin 23.08.2019 22:44
    Highlight Highlight Äh sorry, aber alle Länder haben ihre Wälder abgeholzt. Die Schweiz hat vor 200 Jahren auch ziemlich anders ausgeschaut. Hört auf die Drittweltländer zu blamen, während in der westlichen Welt die ganze Oberfläche zubetonniert wurde.
    • Tom Scherrer (1) 23.08.2019 23:59
      Highlight Highlight Das stimmt. Leider. Aber heute wissen wir es besser. Es wird Knapp. Wir werden immer mehr, unsere Luft muss gereinigt werden und das mit Bäumen.

      Statt nur für die lokale Wirtschaft zu denken, müsste man brasilien für das pflegen des Regenwaldes entschädigen.

      Vielleicht kommen unsere Politiker noch drauf.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 24.08.2019 01:12
      Highlight Highlight Hadt du eigentlich auch nur ein einziges mal etwas intelligentes und einigermaßen direkt das Thema betreffend etwas zu sagen?
      Oder bleibt es bei deinem kruden Geschwafel und der blinden Verehrer für Faschisten wie Höcke, Orban, Trump, Salvini und Bolsonaro?
    • Max Dick 24.08.2019 07:34
      Highlight Highlight Es sollte ja nicht ums blamen gehen, sondern darum, eine Lösung zu finden. Und ja, die besteht nur darin, dass die Regenwälder gemeinsam geschützt werden - und es folglich auch gemeinsam bezahlt wird. Die Weltgemeinschaft muss Brasilien und den anderen Ländern halt mehr bieten als Sanktionsandrohungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 23.08.2019 22:40
    Highlight Highlight Nein, Nein, Nein. Wir sind schon mitten im Selbstmord. Der Tod des Amazonas ist nur der Tropen der das Fass zum überlaufen bringt resp. das Mittel das den Querschnitt vergrössert und alles beschleunigt.

    Aber wegen dem Selbstmord? Nein. Das haben wir auch so schon geschaft.
    • Hier Name einfügen 23.08.2019 22:53
      Highlight Highlight Ach was. Hören Sie doch auf mit dieser Panikmache. Wenn das Klima uns nicht alle umbringt, dann eben ein paar Waldbrände im Amazonas?
    • Statler 24.08.2019 00:06
      Highlight Highlight Es ist - bei aller Tragik - beruhigend zu wissen, dass es auch (und vor allem) Leute wie den «Hier Name einfügen» treffen wird.
      Das Bild zeigt die aktuellen Feuer im Amazonas (Quelle: https://news.mongabay.com/2019/08/satellite-images-from-planet-reveal-devastating-amazon-fires-in-near-real-time/). «Ein paar Waldbrände» ist wohl die Untertreibung des Jahrhunderts).
      Das könnte durchaus der letzte Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.
      Panik wäre durchaus angesagt.
      Benutzer Bild
    • Scaros_2 24.08.2019 00:14
      Highlight Highlight Schon einmal den Ausdruck, lunge der erde gehört? Scheinbar nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Goon 23.08.2019 22:37
    Highlight Highlight Interview nach 6 Fragen schon zu Ende finde ich jeweils schade. Hat nan sich gerade mal eingelesen und schon ist fertig.
    • The Returner 24.08.2019 06:01
      Highlight Highlight Danke Goon!
      Glaubte schon, bloss bei mir sei nicht alles gedruckt! Die Blätter im Kopierer festgehangen.....
      Wirklich schade! War sehr spannend und interessant!!
  • sunnyside 23.08.2019 22:35
    Highlight Highlight Danke für die Fakten, auch wenn es nicht gerade beruhigend ist. Geld kann man nicht essen, wenn wir das endlich merken, wird es zu spät sein.... Wir fahren unseren Planeten mit Volldampf an die Wand!
  • Paddiesli 23.08.2019 22:31
    Highlight Highlight Wahre Worte. Aber auch ohne Amazonas-Katastrophe, ist die Menschheit dabei, Selbstmord zu begehen.
    Immer noch.
    Und man verkauft uns, wir hätten noch 30 Jahre Zeit für eine Umstellung.
    • sunshineZH 24.08.2019 02:05
      Highlight Highlight Man verkauft uns auch seit eh und je den Weltuntergang und nichts passiert.
    • rodolofo 24.08.2019 08:11
      Highlight Highlight Die ganze kapitalistische Raubbau- und Ausplünderungsmaschinerie läuft jetzt beschleunigt heiss, bis diese "Teufelsmaschine" mitsamt den Fahrern und Passagieren über eine unsichtbare Grenze fährt, auf der steht: "Die natürlichen Ressourcen sind beschränkt und darum endlich!"
      Auf der anderen Seite dieser Grenze beginnt sich alles umzukehren:
      Wie von einem Gummiband wird die Maschinerie zurückgezogen und gebremst.
      Die Preise für knapp gewordene Lebensmittel und Wasser steigen an!
      Landwirtschaft lohnt sich wieder!
      Alle wollen aufs Land, um dort zu leben und zu arbeiten!
      Die Stadtflucht beginnt!
    • manta 24.08.2019 12:17
      Highlight Highlight Aber vielleicht hat unsere Generation diesmal „Glück“ und erlebt ihren eigenen globalen Weltuntergang.

      Das können Sie dann zwar leider Ihren Enkeln nich mehr erzählen, aber es wird bestimmt einmalig.

  • Offi 23.08.2019 22:31
    Highlight Highlight Wann werden wir‘s endlich begreifen?
    • Scaros_2 23.08.2019 22:41
      Highlight Highlight Nie? Global betrachtet wird es der Mensch nie begreiffen. Vielleicht in der Schweiz und paar anderen länder aber global? Vergiss es.
    • zeromg 23.08.2019 22:46
      Highlight Highlight Sich an der eigenen Nase nehmen ist der kürzestes Weg zur Veränderung!!!
    • Züzi31 23.08.2019 23:18
      Highlight Highlight Erst heute im Büro gehört, dass das alles gar nicht so schlimm sei wie uns die Medien "eintrichtern" wollen, es würden in den letzten Jahren ja eh mehr Bäume gepflanzt als gerodet. No Frage?
      Zum Glück bin ich "schon" 37 und werde das schlimmste wohl nicht mehr miterleben müssen.
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