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8 random Rezepte, die kalt aus dem Tupperware immer noch superfein sind

10.03.2020, 11:16

«Meal prep» lautet das Stichwort. Googelt man dies, findet man Hunderte wohlwollender Anleitungen, wie man sich lecker und nahrhaft und billig und gäbig und überhaupt das Mitnehm-Menu von zuhause für die ganze Woche preppen kann. Am Sonntag kochen und dann in fünf Tupperware-Behälter hübsch abfüllen und schon kann die Arbeitswoche losgehen.

Boah. Schaut mal, wie vorbildlich!
Boah. Schaut mal, wie vorbildlich!Bild: shutterstock

Bei uns in watson Towers gibt es ein paar Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die darin sehr vorbildlich sind (ihr dürft euch wieder hinsetzen, Emily, Lea). Ich leider viel zu wenig. Erst kürzlich habe ich eine Doppelportion Keema gekocht, in der Absicht, die Reste als Packed Lunch mitzunehmen, ... doch dann schmeckte es so verdammt gut, dass ich gieriger Sack alles am selbigen Abend verputzt habe.

Es gibt sie aber, jene Rezepte, die am nächsten Tag kalt aus dem Tupperware immer noch genauso fein sind. Und nein, es braucht dafür keine grosse Planung am Sonntagabend. Bei mir fallen sie in die Kategorien «Salate» und «Fleischzeugs», ergo:

Salate, die auch nach 3-4 Tagen im Kühlschrank noch fein sind

Panzanella

Bild: bigoven.com

Aus der Toskana: jener herzhafte Salat mit Brotresten, der gerne als Hauptmahlzeit gegessen wird! Ja, das Brot saugt sich mit der Tomatensäure und dem Essig auf ... es ist grossartig.

Zutaten:

  • 200 g hartes Brot – Ciabatta o.Ä.
  • 600 g unterschiedliche Tomaten, grob geschnitten
  • 1 kleine Handvoll Kapern
  • 1 rote Zwiebel, in sehr feine Scheiben geschnitten
  • rote Peperoni (bei Bedarf), nach Belieben geschnitten
  • 8 Sardellenfilets (bei Bedarf), abgetropft
  • 1 Handvoll frischer Basilikum, grob zerrupft
  • Olivenöl
  • Rotweinessig
  • Frisch gemahlenes Salz und schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

  • Brot grob zerreissen, mit etwas Öl beträufeln. Bei Bedarf in einer trockenen beschichteten Pfanne bei hoher Hitze kurz anbraten, bis an Stellen eine Kruste auftritt; danach beiseite stellen, um abkühlen zu lassen.
  • Sämtliche Zutaten kombinieren und untermischen (beim Öl und Essig empfiehlt sich ein Verhältnis von etwa 3-2).

Tabbouleh

Bild: shutterstock

Hey, ein gutes Tabbouleh ist auch nach drei Tagen im Kühlschrank noch lecker. Bei Bedarf kann man es mit etwas Zitronensaft auffrischen. Zubereitung? Nun, Couscous oder Bulgur oder Artverwandtes, hey von mir aus nehmt Quinoa, ... und dann anreichern mit einer Kombination von folgenden Ingredienzien:

  • VIEL Prezzemolo (flachblättrige Petersilie), fein gehackt
  • und/oder frischer Koriander, frische Minze, Dill etc. – was du gerade für frische Kräuter im Kühlschrank hast –, fein gehackt
  • Frühlingszwiebel, fein gehackt
  • Chilischote, ebenso
  • Gurke, entkernt und fein gehackt
  • Cherrytomaten, entkernt und fein gehackt
  • feines Olivenöl, frischer Zitronensaft, Salz und Pfeffer

Man kann auch die Gurke und Tomaten weglassen, dafür aber Folgendes beigeben:

  • Granatapfelkerne
  • Kichererbsen
  • Etc. – ihr versteht schon.

Nice Rice Noodle Doodle Salad

Bild: pinterest

Reisnudeln, thailändisch gewürzt. Perfekt für den Mitnehm-Zmittag.

Zutaten:

  • 175 g Reisnudeln
  • 2 Limetten
  • 2 kleine Knoblauchzehen, sehr fein gehackt
  • 8 Frühlingszwiebeln, dünn geschnitten
  • 2 rote Chilischoten, entkernt und sehr fein gehackt
  • 2 Limetten
  • 1 EL Erdnuss- oder Sonnenblumenöl
  • 4 TL Sesamöl
  • 3 EL thailändische Fischsauce
  • 3 EL frischer Koriander, gehackt

Zubereitung:

  • Nudeln in eine grosse Pfanne mit kochendem Salzwasser geben. Die Pfanne sofort vom Herd nehmen und 3 Minuten ziehen lassen.
  • Nudeln gut abtropfen lassen, mit 1 EL Öl in eine Salatschüssel geben und kalt werden lassen.
  • Die Schale von einer Limette fein reiben und den Saft aus beiden herausdrücken. Kurz vor dem Servieren zu den Nudeln mit den restlichen Zutaten geben und alles vorsichtig unterrühren.

So. Und nun für alle, die finden, «mit so einem Salätchen habe ich noch nicht gegessen», gibt es Protein-lastige Salat-Rezepte.

Etwa:

Griechischer Kichererbsen-Thonsalat

Bild: shutterstock

Mengen nach eigenem Gusto. Fein wird's eh.

  • Kichererbsen aus der Dose, abgetropft
  • Thunfisch aus der Dose, abgetropft
  • Pomodori Secchi, abgetropft und grob gehackt
  • schwarze Oliven
  • etwas rote Zwiebel, in feine Scheiben geschnitten
  • Prezzemolo, fein gehackt
  • 1 kleine Knoblauchzehe, gepresst, mit Olivenöl, Weissweinessig, Salz und Pfeffer zu einem Dressing gemixt

Puy Lentil Salad

Bild: pinterest

Nahrhaft ist nur der Vorname. Füllt recht imfall.

Zutaten:

  • 225 g Puy-Linsen
  • 1 frisches Lorbeerblatt
  • 1 TL Rotweinessig
  • 2 Knoblauchzehen, geschält, aber ganz gelassen
  • 1 Prise Puderzucker
  • 1 grosse rote Zwiebel, fein gehackt
  • 50 g Pomodori Secchi in Öl, abgetropft und grob gehackt
  • 2 EL Aceto Balsamico
  • 4 EL natives Olivenöl
  • 100 g Ziegenkäse oder Fetakäse, grob zerbröckelt
  • 3 EL Prezzemolo, grob gehackt
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

  • Die Linsen in eine Pfanne geben, zusammen mit dem Lorbeerblatt, Essig, einer ganzen Knoblauchzehe, Zucker und etwas Salz und Pfeffer. Mit ordentlich viel kaltem Wasser bedecken, zum Kochen bringen und zirka 20–25 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen zart sind, aber noch Biss haben.
  • Die Linsen gut abtropfen lassen und das Lorbeerblatt und die Knoblauchzehe entsorgen. In eine Salatschüssel geben und kalt werden lassen.
  • Die zweite Knoblauchzehe fein hacken und mit den restlichen Zutaten zu den Linsen geben. Vorsichtig unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und falls möglich zwei Stunden vor dem Servieren stehen lassen.

So. Genug Salat. Nun zum Währschaften.

Nachtessen, die am nächsten Tag aus dem Tupperware eigentlich genauso fein sind:

Currys, Eintöpfe und Konsorten – nimmt man ein frisches Brötchen dazu, hat man ein perfektes Mittagsmenu, selbst wenn kalt gegessen. Zum Beispiel:

Keema

Bild: obi/dishoom

Eben jenes Keema aus dem Dishoom-Kochbuch, dessen Reste den Abend nicht überlebten. Aber vielleicht habt ihr etwas mehr Willenskraft (oder kocht einfach eine grössere Portion – die unten stehende ist für 2 Personen).

Zutaten:

  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 20 g Korianderblätter, grob gehackt
  • 10 g Minzblätter, grob gehackt
  • 4 grüne Chilischoten (2 davon ganz, 2 grob gehackt)
  • 3 EL Pflanzenöl
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 2 EL Ingwer-Knoblauch-Paste (je 1 EL Ingwer und Knoblauch zerreiben oder pürieren)
  • 3 TL gemahlener Koriander
  • 100 g griechischer Joghurt
  • 450 g Lammhackfleisch
  • 1 TL Salz
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1/2 Teelöffel Weissmehl
  • 50 g gefrorene Erbsen

Zubereitung:

  • Frühlingszwiebeln (die grünen Teile), Koriander, Minze und 2 grüne Chilis im Mixer zu einer Paste zerkleinern.
  • Öl in einem grossen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen, Zwiebel dazugeben und unter ständigem Rühren 5 Minuten lang anbraten, ohne zu bräunen. Ingwer-Knoblauch-Paste dazugeben und unter ständigem Rühren 2 Minuten kochen lassen. Den gemahlenen Koriander dazugeben und 2-3 Minuten garen.
  • Hitze aufdrehen, den Joghurt unterrühren und 3 Minuten lang anbraten, bis sich der Joghurt zu trennen beginnt. Hitze wieder auf Mittel drehen, Lammhackfleisch, Salz und Lorbeerblätter hinzufügen und gut vermischen. Unter regelmässigem Rühren anbraten, bis das Fleisch Saft lässt. Mehl darüber streuen und gut umrühren.
  • Grüne Gewürzpaste hinzufügen, Hitze niedrig stellen und 20 Minuten lang köcheln lassen. Erbsen und die ganzen grünen Chilischoten dazugeben und unter gelegentlichem Rühren weitere 15 Minuten bei geringstmöglicher Hitze köcheln lassen. Danach Deckel aufsetzen, von der Hitze nehmen und das Keema vor dem Servieren 10 Minuten stehen lassen.
  • Als Sandwiches in den mit Butter bestrichenen Brötchen servieren, garniert mit der roten Zwiebel und dem Koriander.

Chicken Cashew nuts

Bild: shutterstock

Frisch serviert man dies mit etwas gedämpftem Reis. Kalt aus dem Mitnehm-Behälter mit etwas frischem Limettensaft ist es ein prima Büro-Zmittag.

Zutaten:

  • 300 g Hühnerbrust, in Scheiben geschnitten
  • etwas Mehl
  • Erdnuss- oder Rapsöl
  • 4 getrocknete rote Chilis, in 1 cm Stücke geschnitten
  • 1 EL Knoblauch, gehackt
  • 10 Frühlingszwiebeln, nur die weissen Teile, in 5 cm Teile geschnitten
  • 50 g ungesalzene Cashewkerne
  • 1 mittelgrosse rote Zwiebel, in Scheiben geschnitten
  • 2 EL Austernsauce
  • 1 EL helle Sojasauce
  • 1 EL Zucker

Zubereitung:

  • Cashewkerne in einem trockenen Wok heiss anrösten. Beiseite stellen.
  • Hühnerbrust dünn mit Mehl bestreuen. Genügend Öl im Wok erhitzen und das Fleisch darin scharf anbraten, bis es leicht gebräunt ist. Fast das gesamte Öl aus der Pfanne giessen.
  • Knoblauch zum Fleisch geben und 1 Minute braten. Alle restlichen Zutaten hinzufügen und alles noch etwa 3 Minuten braten, bis es gar ist.

Tipp: Besorg' dir ein paar Fladenbrote, Tortillas o.Ä. und mach' Wraps daraus.

Bild: Shutterstock

Polpette al sugo

Bild: shutterstock

Natüüüürlich. Fast besser kalt als frisch aus der Pfanne.

Zutaten:

  • 220 g Rindshackfleisch
  • 165 g Luganighe oder ähnliche italienische Wurst, enthäutet und zerbröselt
  • 1 Stück Weissbrot, in etwas Milch eingeweicht
  • 30 g Parmesan, geraffelt
  • 1 Ei
  • 1 EL Prezzemolo, fein gehackt
  • 1 TL Oregano, getrocknet, plus noch etwas mehr für die Sugo
  • 1 Messerspitze Muskatnuss
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Olivenöl
  • 350 g Passata di Pomodoro

Zubereitung:

  • Rinderhack, Wurstfleisch, Weissbrot, Parmesan, das Ei, Prezzemolo, Oregano, Muskatnuss sowie Salz und Pfeffer gründlich mischen und zu Golfball-grossen Meatballs formen.
    Hier könnte man die Polpette – auf einem Teller oder Backblech ausgelegt – kurz in den Kühlschrank oder Tiefkühler ​stellen, damit sie beim Anbraten nicht auseinanderbrechen. Ist aber fakultativ.
  • Etwas Olivenöl in eine grosse Bratpfanne geben und die Polpette darin von allen Seiten anbraten.
  • Passata dazugeben, plus ein paar EL Wasser, nochmals eine Messerspitze Oregano sowie Salz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer.
  • Aufkochen, danach Hitze auf niedrig stellen und 15-20 Minuten köcheln lassen.

Sofort geniessen, oder – eben – am nächsten Tag kalt, mit einem Stück frischer Focaccia. Mmh.

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