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Von Federer bis Trump: Unsere 19 Weihnachts-Buchtipps sind unschlagbar

RELEASE DATE: March 29, 1985 MOVIE TITLE: Desperately Seeking Susan DIRECTOR: Susan Siedelman STUDIO: Orion Pictures PLOT: Bored Roberta spots a regular personal ad in the paper titled Desperately See ...
Madonna liest. Sicher nichts Heiliges. 1985 im Film «Desperately Seeking Susan».Bild: www.imago-images.de

Food, Drugs, Seuchen oder Bikerbuben? Unsere 19 Weihnachts-Buchtipps sind unschlagbar

Nein, wir hingen nicht nur auf Netflix rum, wir haben heuer auch gelesen. Hier sind unsere herzlichsten und persönlichsten Empfehlungen. (Federer und Trump sind auch dabei.)
09.12.2022, 20:17
Team watson
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Dieser Food ist SO gut!

Zineb Hattab: «Taste of Love: Meine Rezepte – einfach und vegan» – Kochbuch. AT Verlag 2022, 336 Seiten, ca. 50 Fr.

Wenn ein Jahr zur Neige geht und sich alle an ihre Jahresrückblicke machen, stellen sich die richtig grossen Fragen, etwa: Wo habe ich heuer am besten gegessen? Meine Antwort überrascht mich als überzeugte Konsumentin tierischer Produkte am meisten, aber es ist so, das feinste Essen wurde mir 2022 im DAR, dem unkomplizierteren der beiden Zürcher Lokale von Zineb «Zizi» Hattab, aufgetischt.

Da entfaltete sich ein wundersam stimmiges Spektakel aus Geschmäckern und Texturen, aus unzähligen Kräutern, karamellisierten Pilzen, Gebäcken und Pasten, dass uns das Wasser nicht nur im Mund, sondern vor Seligkeit und Dankbarkeit auch in den Augen zusammenlief. Zwei Tage später gewann Hattab ihren ersten Michelin-Stern. Und ich kann zwar nicht kochen, aber ich kenne Menschen, denen ich ihr brandneues Kochbuch schenken werde, damit sie mich daraus beglücken;-)
Simone Meier

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Bild: orellfüssli.ch

Die Süchtigmacher

Patrick Radden Keefe: «Imperium der Schmerzen» – Sachbuch, Hanserblau Verlag 2022, 640 Seiten, ca. 50 Fr.

Der Titel lässt auf ein grosses Sittengemälde schliessen. Und genau das ist es geworden, obwohl es sich nicht um einen Roman, sondern um ein Sachbuch handelt. Als Investigativreporter beim Magazin «New Yorker» trug Patrick Radden Keefe massgeblich zur Aufdeckung des Opioid-Skandals in den USA bei. Nun hat er Aufstieg und Fall der Familie Sackler in einem voluminösen Wälzer verarbeitet, ausufernd, wütend, aber nie langweilig.

Es ist die sehr amerikanische Aufsteiger-Story einer jüdischen Einwandererfamilie. Die Sacklers scheffelten Milliarden mit dem hochwirksamen und vermeintlich unproblematischen Schmerzmittel Oxycontin, das Millionen Menschen in die Sucht treiben sollte. Rund eine halbe Million Amerikaner starben an einer Überdosis. Gleichzeitig spendeten die Sacklers enorme Summen an Hochschulen und kulturelle Einrichtungen. Überall prangte ihr Name. Die Schilder sind inzwischen abmontiert, denn der Skandal hat den Ruf der Familie ruiniert. Sie zahlte mehrere hundert Millionen Dollar an Entschädigungen und schaffte es gleichzeitig, einen grossen Teil ihres Milliardenvermögens dem Zugriff zu entziehen.
Peter Blunschi

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Die Königin des Meeres

Stefan Ineichen: «Principessa Mafalda – Biografie eines Transatlanzikdampfers» – Sachbuch. Wagenbach Verlag 2022, 256 Seiten, ca. 50 Fr.

Zwischen 1870 und 1914 machten die westlichen Industriestaaten einen gewaltigen Entwicklungs- und Innovationsschub. Erstmals konnte ein breiter Mittelstand die Früchte der Industrialisierung geniessen. Dank der ersten Globalisierungswelle entwickelte sich ein internationaler Handel und machte es möglich, dass einst exotische Güter wie Kaffee, Tee und Tabak auch für gewöhnliche Menschen erschwinglich wurden.

Nichts symbolisiert diese Epoche besser als die Transatlantikdampfer. Auf ihnen waren Superreiche und ärmste Auswanderer während der kurzen Zeit ihrer Atlantik-Überquerung vereint. Der berühmteste diese Dampfer ist natürlich die Titanic. Gleich danach folgt jedoch die Principessa Mafalda. Die Geschichte dieses legendären Schiffes erzählt Stefan Ineichen in seinem gleichnamigen Buch mit zahlreichen Episoden von Passagieren und gibt damit auch Einblick in eine Welt, die inzwischen untergegangen ist – wörtlich und metaphorisch.
Philipp Löpfe

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Das grosse Gruselbuch

Daniel Furrer: «‹Vor Pest, Hunger und Krieg bewahre uns, o Herr›: Die Geschichte der Seuchen in der Schweiz» – Sachbuch. NZZ Libro 2022, 272 Seiten, ca. 39 Fr.

Sind wir in den letzten Jahren nicht alle irgendwie zu Beinahe-Allwissenden in Sachen Pandemie geworden? Wer sich wie ich plötzlich für Seuchengeschichte zu interessieren begonnen hat, dem empfehle ich dieses unverzichtbare Nachschlagewerk, das alles bietet, was man schon immer über Pest, Cholera, Pocken, Syphilis, Tuberkulose, Malaria und so weiter wissen wollte. Systematisch gegliedert, historisch fundiert, mit Schweizer Geschichte(n) und Statistiken angereichert und mit genügend anschaulichen Anekdoten, um sich seitenlang zu gruseln und über den medizinischen Fortschritt zu freuen.
Simone Meier

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bild: orellfüssli.ch

Modische Männer

Claire Wilcox und Rosalind McKever: «Fashioning Masculinities – The Art of Menswear» – Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im Victoria & Albert Museum, London. Abrams & Chronicle Books 2022, 272 Seiten, viele Abbildungen, ca. 69 Fr.

Der Begleitband zur schlicht grossartigen Sonderausstellung im Victoria and Albert Museum in London analysiert Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Männerbekleidung und Erscheinung und dekonstruiert dabei Normen und Formen von Männlichkeit. Historische Parallelen werden gezogen, aktuelle Neuinterpretationen – faszinierend und ästhetisch eine Wucht. Das perfekte Coffee Table Book.
Oliver Baroni

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Roger für immer

Simon Graf und Simon Cambers: «Inspiration Federer» – Biografie. Wörterseh Verlag 2022, 288 Seiten, ca. 34 Fr.

Es soll ja nicht wenige Schweizerinnen und Schweizer geben, die froh sind, nicht mehr täglich von Roger Federer lesen zu müssen. Für alle anderen ist diese Anekdoten-Sammlung, für die die Autoren nicht nur mit den «üblichen» Weggefährten des Tenniskönigs gesprochen haben, sondern auch mit unerwarteten wie Rafael Nadals Onkel Toni oder Olympiasiegerin und Fedi-Ultra Michelle Gisin.
Ralf Meile

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Bild: exlibris.ch

Die besten Kanadierinnen heissen Emily

Emily St. John Mandel: «Das Glashotel» – Roman. Ullstein Buchverlage 2021, 400 Seiten, ca. 36 Fr.

Meine Entdeckung dieses Jahres ist die kanadische Autorin Emily St. John Mandel. Anfang Jahr war ihre Post-Pandemie-Serie «Station Eleven» zu sehen, danach las ich ihren weitaus zugänglicheren Roman «The Glass Hotel». Das betreffende Hotel steht auf einer kleinen Insel und bietet Luxus-Rückzug für erschöpfte Manager. Sein Besitzer ist ein Betrüger aus der Hochfinanz, sein Betrugsschema ist dem von Bernie Madoff nachempfunden. Die rätselhafte Barkeeperin und Künstlerin Vincent wird seine Gefährtin – bis alles zusammenbricht und sie verschwindet. Vincents Bruder Paul ist ein heroinsüchtiger Komponist.

Ein Buch wie ein Traum, das uns in einer unglaublich schönen, geheimnisvollen Sprache, die einem jeden realistischen Boden unter den Füssen wegzieht, durch höchst eigenartige Szenerien lotst. Das Gewöhnliche entwickelt bei Mandel eine überraschende, schon fast überirdische Strahlkraft, immer glaubt man, in einen Science-Fiction-Roman abzudriften, obwohl die Geschichte doch ganz aus unseren versehrten Tagen stammt. Ein Juwel von einem Roman. Hochspannend und atmosphärisch immerzu verzaubernd. Und zudem aus der Heimat unserer kanadischen Videofee Emily Engkent.
Simone Meier

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Mittelalter-Zauber

François Bourgeon: «Die Gefährten der Dämmerung» – Comic. Alle drei Bände sind ab 2010 im Splitter Verlag erschienen, pro Band ca. 56 Seiten und ca. 22 Fr.

Diese im mehrfachen Wortsinn fantastische dreiteilige Comic-Serie spielt im Frankreich des Hundertjährigen Kriegs. Wie oft bei Bourgeon steht eine abenteuerlustige, starke Frau im Zentrum: la Mariotte. Sie schliesst sich zusammen mit dem unzuverlässigen und opportunistischen l'Anicet dem Ritter an, der keinen Namen, aber eine Vergangenheit hat. Bourgeon zeichnet das Mittelalter drastisch realistisch, doch die «Gefährten der Dämmerung» reisen auch durch verwunschene Traumwelten. Bis sich ihr Schicksal in der Stadt Montroy erfüllt ...
Daniel Huber

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Aus vielen Leben wählen

Matt Haig: «Die Mitternachtsbibliothek» – Roman, Droemer Knaur Verlag, 2021, 320 Seiten, ca. 30 Fr.

Zwischen Leben und Tod gibt es eine Bibliothek, in der jedes Buch ein anderes Leben bereithält. Man taucht in verschiedenste Leben ein, wie sie gewesen wären, hätte man andere Entscheidungen getroffen. Das Buch regt zum Nachdenken an. Hättest du etwas anders gemacht, wenn du die Chance hättest, Dinge rückgängig zu machen? Für welches Leben würdest du dich am Schluss entscheiden?
Chiara Hess

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Für alle Verzweifelten

Rutger Bregman: «Im Grunde gut: Eine neue Geschichte der Menschheit» – Sachbuch. Rowohlt Taschenbuch 2021, 480 Seiten, ca. 25 Fr.

Für alle, die nichts mehr wissen wollen von der Menschheit, denken, seit Corona würden nur noch egoistische Schweine durch die Welt laufen und einen ständig ärgern; für alle, die sich in ihrer Social-Media-Bubble verloren haben und es nur sich selbst eingestehen, dass sie TikTok- und Insta-süchtig sind. Ein Sachbuch – kein Esoterik-Porn!
Tarkan Özküp

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Restlos alles über Trump

Maggie Haberman: «Täuschung – Der Aufstieg Donald Trumps und der Untergang Amerikas» – Sachbuch. Siedler Verlag 2022, 832 Seiten, ca. 50 Fr.

Es soll Leute geben, die selbst den Namen von Donald Trump nicht mehr hören mögen. Das ist mehr als verständlich. Seit der New Yorker Immobilien-Tycoon im Juni 2015 die Rolltreppe im Trump Tower herunterglitt und danach seine Präsidentschaftskandidatur verkündete, beherrscht er die Schlagzeilen und die amerikanische Politik. Trump stösst gleichzeitig ab und fasziniert. Kein Wunder also, dass es mittlerweile eine Zillion Bücher gibt, welche versuchen, das Rätsel Trump zu entschlüsseln. Nicht alle muss man gelesen haben.

«Täuschung» von Maggie Haberman lohnt sich dagegen. Es ist zwar mehr als 700 Seiten lang, doch es ist gleichzeitig auch das umfassendste Werk, das sich mit dem Mann befasst, der gleichzeitig banal und unheimlich ist. Haberman gelingt es, das Phänomen Trump in einem neuen Licht darzustellen. Sie hat eine spezielle Beziehung zu ihm. Die Reporterin der Boulevard-Zeitung «New York Post» hatte mit ihm zu tun, als der reiche Grosskotz von Vaters Gnaden versuchte, sich in der Szene von Manhattan einen Namen zu schaffen.

Ob als Immobilien-Tycoon oder als US-Präsident, das bestimmende Motto bei Trump lautete stets «teile und herrsche». Er hatte auch «seinen Spass an dem Chaos, das aus den internen Kämpfen entstand», stellt Haberman fest. «Er war penibel darauf bedacht, die Bildung von Allianzen unter den Kollegen zu verhindern.»
Philipp Löpfe​

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Eine Amerikanerin in Berlin

Calla Henkel: «Ruhm für eine Nacht» – Roman. Kein & Aber 2022, 448 Seiten, ca. 36 Fr.

Calla Henkel ist 34, kommt aus Minneapolis und lebt seit einigen Jahren als Künstlerin und Autorin in Berlin. Im Gegensatz zu Elon Musk gehört sie zu den Menschen, die immer ins Berghain rein dürfen. Womit auch klar ist, dass das Nachtleben einen grösseren Stellenwert in ihrem Leben einnimmt. Was sich auch in ihrem Romanerstling «Ruhm für eine Nacht» («Other People's Clothes») niederschlägt.

Da gründen nämlichen die beiden amerikanischen Kunststudentinnen Zoe und Hailey in ihrer Berliner Wohnung einen illegalen Club. Ihre Vermieterin ist eine exzentrische Schriftstellerin und die Wohnung selbst verwandelt sich in bester Horrormanier in einen unheimlichen Ort. Einen shady Schweizer gibt's übrigens auch noch. Und was hat das ganze mit einem ungewöhnlichen Todesfall zuhause in Amerika zu tun? Ein sehr, sehr vergnüglicher Page-Turner.
Simone Meier

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«Do go easy on Schnaps …»

«Instructions for British Servicemen in Germany 1944» – für Militärhistoriker. Bodleian Library 2007, 80 Seiten, ca. 13 Fr.

Diese Schrift wurde ursprünglich durch das Foreign Office 1943 herausgegeben und im Hinblick auf die bevorstehende Invasion Deutschlands an Mitglieder der britischen Streitkräfte verteilt. Ein spannendes historisches Dokument, das Kapitel wie «What the Germans are like (not like us)» oder «What the Germans think of us» enthält. In «How the Germans live» wird über deutschen Gehorsam und Bierkonsum sinniert und darüber, dass die Nazis die Stellung der Frau wieder auf die Rolle der Hausfrau reduziert hatten. «Don’t be too ready to listen to stories by attractive women. They may be acting under orders …»
Oliver Baroni

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Höllenengel

Kassra Zargaran: «Der Perser» – True Crime. Riva Verlag 2022, 272 Seiten, ca. 32 Fr.

Ein ehemaliges Mitglied der Hells Angels packt nach dem bekannten Berliner Wettbüro-Mord aus. Um eine geringere Strafe zu erhalten, kooperiert er mit der Justiz und sagt als Kronzeuge aus, wie es noch nie ein Biker je zuvor getan hat. Kassra Zargaran, wie er mit bürgerlichem Namen heisst, offenbart Einblicke in die Strukturen der wohl bekanntesten und zeitgleich kriminellsten Biker-Gang der Welt – und wird so zum meistgehassten Höllenengel. Kassra zeigt, was wirklich hinter der Brüderlichkeit und der Loyalität gegenüber dem Club steckt, und wie es so weit kam, dass er seine «Brüder» ins Gefängnis brachte.
Sergio Minnig

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Endloses Herzklopfen

Alice Voseman: «Heartstopper» – Comic. Mehrere Bände, ab 2022 im Loewe Verlag erschienen, pro Band ca. 280 bis 300 Seiten und ca. 26 Fr.

«Heartstopper» ist eine queere Comic-Buchreihe, in der sich ein schwuler Teenager in seinen Mitschüler verliebt, der hetero ist – oder das zumindest denkt. Es folgen Monate der Selbstfindung und Akzeptanz der eigenen sexuellen Orientierung. Neben wunderbaren Liebesgeschichten sprechen die vier Bände auch schwierige und wichtige Themen wie Mobbing, Homophobie, mentale Gesundheit und Ängste (etwa vor dem Coming-out) an. Die Bücher lohnen sich auch zu lesen, wenn man die Netflix-Serie bereits geschaut hat (und liebt).
Corina Mühle

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Echte Weltverbesserer

Sophia Bogner und Paul Hertzberg: «Jenseits von Europa» – Sachbuch. brandeins/Econ Verlag 2022, 304 Seiten, ca. 40 Fr.

Fünfzehn eindrückliche Geschichten von Unternehmens-Gründerinnen und Gründern aus allen Ecken Afrikas. Wenn der Staat nichts auf die Beine stellen kann, dann helfen sich diese Menschen selbst bei der Verwirklichung ihrer Träume. Mit Abenteuergeist verbessern sie das Leben vieler und kämpfen gegen Korruption und alte Strukturen. Sehr inspirierend – und du tauchst ein in ein Afrika, das viele so nicht kennen.
Reto Fehr

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Singulär aus Überzeugung

Katja Kullmann: «Die singuläre Frau» – Sachbuch. Hanser Berlin 2022, 336 Seiten, ca. 35 Fr.

Katja Kullmann ist schlau, eine Schnellstdenkerin, eine erfolgreiche Publizistin und überdies eine hervorragende DJ mit einem ausgezeichneten Kleidergeschmack. Und: Sie ist Single. Eines Tages fragte sie sich verwundert, wieso sie das überhaupt nicht stört. Beziehungsweise nicht mehr stört. Wieso sie das gerne ist. Sie definierte die nach Mitleid heischende Single-Frau in singuläre Frau um, recherchierte und schrieb darüber ein Buch. Sehr unterhaltsam, sehr lehrreich, denn ohne singuläre Frauen, die Unabhängigkeit und Vergnügen suchten und Lohnarbeit dem Haushalt vorzogen, wären gerade im 20. Jahrhundert viele kulturelle und wirtschaftliche Entwicklungen in Europa und Amerika undenkbar gewesen.
Simone Meier

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Vom Bauern zum Nobelpreisträger

Andrea Jeska: «Der Mann, der die Wüste aufhielt» – Biografie. Adlerstein Verlag 2018, 100 Seiten, ca. 24 Fr.

Yacouba Sawadogo erhielt 2018 den alternativen Nobelpreis. Er pflanzte am Rande der Wüste hunderte Bäume. Erst wurde er verspottet, am Ende führte er sein Dorf aus dem Hungerleiden. Eine (Kurz-)Geschichte eines Bauern aus Burkina Faso, der zeigt, dass es immer einen Weg gibt.
Reto Fehr

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Die Weisheit des Schwerts

Miyamoto Musashi: «Das Buch der fünf Ringe – klassische Strategien aus dem alten Japan» – Sachbuch. Piper Verlag 2014, 160 Seiten, ca. 20 Franken.

Weil mich Geschichte und andere Kulturen faszinieren, bin ich auf dieses Buch gestossen. Es ist nicht sehr lang, aber wirklich spannend, wenn man etwas über die Samurai und ihre Lebensweise im alten Japan erfahren möchte. Miyamoto Musashi war selbst Samurai und schrieb seine Kenntnisse über die Kunst des Schwertkampfes nieder. Es geht um Strategien und Taktiken des Schwertkampfes, aber auch um Disziplin, Ruhe, und wie man schwierige Herausforderungen meistert.
Elias Ulmann

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4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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Kann eine Frau nicht einfach nur Sex wollen?
Man kann vieles über mich sagen, auch viel Negatives, und vieles ist vermutlich wahr. Aber eine Sache ist falsch. Ich bin nicht frauenfeindlich.

Leute, wir müssen reden. Auch wenn ihr mir ständig droht, dass ihr nie wieder mit mir reden wollt. Via Kommentarspalte. Ja, ich lese sie. Und meist amüsiere ich mich. Ausser beim letzten Mal. Da wurde ich zugegeben etwas wütend. Nicht weil ihr explizitere Beschreibungen vom Silvestersex wolltet, oder weil ihr meine langen Schachtelsätze verurteilt habt – die mag ich sehr und ich habe auch nicht vor, sie sein zu lassen, denn, nur dass wir das kurz geklärt haben: Ganz egal, wie laut ihr poltert, ich gehe nicht. Nicht heute und nicht morgen.

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