DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

19 Whisky-Fakten, die du sicher noch nicht kanntest

Präsentiert von
Branding Box
Für alle, die zum Whisky noch ein paar Bonmots geniessen möchten: Hier 19 der besten Whisky-Anekdoten.
29.11.2018, 11:3530.11.2018, 13:16

Whisky bedeutet «Wasser des Lebens».

Bild: shutterstock

Das Wort Whisky leitet sich vom gälischen uisge beatha und vom irischen uisce beatha ab und bedeutet «Wasser des Lebens» (uisge = «Wasser», beatha = «Leben»). Der Begriff war bereits im 16./17. Jahrhundert geläufig. Die Engländer anglisierten dann das gälische Wort zu dem heute gebräuchlichen «Whisky», wobei man darunter nicht nur Whisky im heutigen Sinne verstand, sondern auch andere Brände. Aquavit also. Wasser des Lebens.

Der weltweit am meisten verkaufte Whisky stammt aus ...

... Indien! Tja, nicht Jameson, nicht Johnnie Walker, nicht Jack Daniels, ... sondern Officer's Choice aus Indien ist seit fünf Jahren die meistverkaufte Marke weltweit. 31,5 Millionen Kisten davon wurden 2017 abgesetzt (eine Kiste beinhaltet 9 Flaschen). Das ist rund das Doppelte von Johnnie Walker im selben Jahr. 

Schottland steht aber auch nicht schlecht da. Wisst ihr, wie viele Whiskyflaschen die Schotten pro Sekunde exportieren?

Bild: shutterstock

38

38 Flaschen pro Sekunde.

Das bedeutet £125.- Steuereinnahmen pro Sekunde für die schottische Regierung. Würde man alle 99 Millionen Kisten Scotch, die jedes Jahr exportiert werden, aneinanderreihen, würde das der Strecke von Edinburgh nach New York entsprechen. Sechsmal.

Gleich geht's weiter mit den spannenden Faktern, vorher ein kurzer Hinweis:

Rezept Jameson Ginger & Lime:
Whiskey Cola war gestern, probier's doch mal mit einem anderen, superfeinen Whiskey-Cocktail! Wie zum Beispiel:
1. 4cl Jameson Irish Whiskey
2. Eis hinzufügen
3. Mit Ginger Ale auffüllen und einem ausgepressten Limettenschnitz servieren
Animiertes GIF
Promo Bild

Und nun zurück zur Story ...

Erfunden wurde Whisky aber von den Iren. Vielleicht.

Okay, bis heute wird darüber gestritten, aber die Iren könnten durchaus recht haben. Sie behaupten, dass der irische Schutzpatron Saint Patrick, der die Insel christianisierte, die Kunst des Destillierens aus den Mittelmeerländern auf die Insel gebracht hat. Somit wäre der erste Whiskey – Verzeihung, uisge (siehe Punkt 1) – auf Irland destilliert und wohl auch konsumiert worden und erst danach nach Schottland gelangt.

Die Schotten halten mit einer Urkunde aus dem Jahr 1494 dagegen, auf der ein Verkauf von Gerste zur Whisky-Produktion verbrieft wurde. Und ausserdem wurde Saint Patrick im römischen Britannien geboren, vermutlich auf heute schottischem Gebiet. Trotzdem scheint die Geschichtsforschung mittlerweile mehrheitlich der irischen Mönchstheorie recht zu geben.

Und das Folgende hier ist nun mal ein Fakt:

Das ist die älteste Whiskey-Destillerie der Welt:

Bild: AP/PA

Die erste Aufzeichnung über eine lizenzierte Brennerei stammt aus dem Jahr 1608. In County Antrim, Nordirland, erhielt die örtliche Destillerie von König James I. die Lizenz, Whiskey zu brennen. Daraus entstand die Old Bushmills Distillery, die heute noch produziert – womit sie die am längsten betriebene Whiskeybrennerei der Welt ist.

Dank einer englischen Steuer erlangte irischer Whiskey seine Einzigartigkeit.

Bild: drink.ch

Pure Pot Stills – so umgingen die erfinderischen Iren die von der Kolonialmacht auferlegte Malzsteuer. Und erfanden einen Whiskey, der weltweit einzigartig ist. Irischer Whiskey wird nämlich in drei Arten unterteilt: Single Malt, Blended und Pure Pot Still. Während man die ersteren auch andernorts auf der Welt kennt, sind die Pure Pot Stills exklusiv für die grüne Insel.

Diese wurden aus der Not geboren, als die Engländer anfingen im 19. Jahrhundert das Malz zu besteuern. Also begannen die Iren, den Whiskey aus gemälzter und ungemälzter Gerste herzustellen. Der ungemälzte Anteil überwiegte, sodass man einiges an Malzsteuer einsparen konnte. Schon war eine völlig neue Whiskeygattung geboren, die stets sehr beliebt ist. Noch heute werden Redbreast und Green Spot nach diesem Verfahren hergestellt. Und für ihre Blended Whiskeys verwenden die Iren nicht nur Single Malt und Grain Whiskey, sondern fügen auch noch Pure Pot Still Whiskey hinzu. 

Apropos Irish Whiskey: Jameson ist katholisch, Bushmills protestantisch – stimmt das?

Bild: pinterest

Nein. Wie viele Aspekte der grünen Insel, die gerne mal (von Ausländern) simplifiziert in die Schablone «Nord-Süd-protestantisch-katholisch» gedrückt werden, könnte dies nicht entfernter der Wahrheit sein. Ja, die Old Bushmills Distillery liegt in County Antrim in Nordirland, während Jamesons Bow Street Distillery in Dublin ist. Doch Herr John Jameson war Schotte – und Protestant. Derweil hält gegenwärtig Colum Egan – ein Katholik – die Position des Bushmills' Master Distiller inne. Und wisst ihr was? Die beiden Brennereien tauschen regelmässig untereinander Fässer aus. Zumindest in Sachen Whiskey ist die Insel längst wiedervereinigt.

Ach, übrigens:

Whisky oder Whiskey

Bild: shutterstock

Beides! Es kommt auf die Herkunft an. Doch es gibt keine global geregelte Buchstabierung. Die Faustregel lautet: Whisky aus Ländern ohne E (Scotland, Canada, Japan) wird ohne E geschrieben, Whiskey aus Ländern mit E (UnitEd StatEs, IrEland) mit. 

Während der Alkohol-Prohibition in den USA konnte man legal Whiskey kaufen – man musste nur krank tun.

Während den Jahren der Prohibition von 1920 bis 1933 gab es eine Ausnahmeregelung: Whiskey wurde als Medikament eingestuft und durfte von einem Arzt verschrieben und über eine Apotheke verkauft werden. Zufälligerweise wuchs die Apothekenkette Walgreens in diesem Zeitraum von ehemals 20 auf rund 400 Filialen.

Ein 100-jähriger Whisky wäre bedenkenlos zu trinken.

Ungeöffnete Destillate verderben nicht. Sie werden nicht zu Essig wie Bier oder Wein. Somit ist der Inhalt einer ungeöffneten Flasche Whisky stets geniessbar.

Nach einem kurzen Hinweis geht's weiter:

Jameson & Bier:
In Irland, dem Mutterland von Jameson Whiskey, findet man Einträge von 1602 zur Konsumation von Bier und Whiskey. Alles fing damit an, dass sich das Volk Whiskey mit niedrigprozentigen Bieren als Durstlöscher zu Gemüte führte. Über die Jahre hinweg entwickelte sich die Kombination zu einem Ritual – auch bekannt als «chaser», «hauf an hauf», «boilermaker» oder «back».

Und so wird's getrunken: Zuerst ein Schluck Bier, Gaumen runterkühlen, Bier wirken lassen. Dann ein Schluck Jameson Irish Whiskey. Das Bier wird nun im Gaumen einzelne Geschmacksnuancen des Jameson unterstreichen können. Danach nochmals ein Schluck Bier zum Abrunden.
Promo Bild
Promo Bild

Eine geöffnete Flasche Whisky, aber, hält nicht ewig.

Bild: shutterstock

Gewöhnlich um die 1-2 Jahre. Gar bis zu 5 Jahre, wenn man die Flasche keinen allzu starken Lichtquellen oder Temperaturschwankungen aussetzt. Je weniger Whisky in der Flasche ist, umso kürzer die Haltbarkeitsdauer. Nun, wir wollen hier nicht zum ungebändigten, ausufernden Alkoholkonsum aufrufen, aber: Whisky ist zum Trinken da. Ich sag's nur.

Whisky-Cocktails helfen bei Erkältungen. Irgendwie.

Ja, vom Volksmund her kennt man das. Irish Medicine, etwa, das aus Irish Whiskey, Zitronensaft, Zucker und heissem Wasser besteht, soll bei einer Erkältung Wunder wirken. Wirklich?

Offenbar schon, wie sich herausstellt. Hot Toddies und ähnliche Drinks können tatsächlich die Symptome einer Erkältung oder Wintergrippe lindern. Eine Erkältung oder Grippe abwenden oder gar heilen können sie aber nicht.

«Der Drink hätte keinen Einfluss auf das Virus als solches», so Dr. William Schaffner, Vorsitzender der Fakultät für Präventivmedizin am Vanderbilt University Medical Center in Nashville, «doch die Auswirkungen auf den Körper tragen zur Linderung der Krankheitssymptome bei. Alkohol erweitert die Blutgefässe etwas, was den Schleimhäuten dabei hilft, mit der Entzündung fertigzuwerden». Allerdings: Fast jedes Heissgetränk nützt, wenn es darum geht, Grippesymptome zu lindern. «Dies ist auch der Grund, weshalb Hühnersuppe bei einer Erkältung helfen soll», so Schaffner.

Whisky ist Gift. Irgendwie auch, halt.

Bild: EPA/EPA

Im Jahr 2000 brannte ein Lager einer namhaften Bourbon-Marke nieder und 17'000 Fässer wurden in die umliegenden Wälder verschüttet, worauf diese ebenfalls Feuer fingen. Rund 20 Prozent des Whiskys floss in den Kentucky River, wodurch dessen Sauerstoffkonzentration gestört und dadurch 228'000 Fische entlang des 66 Meilen langen Flusses getötet wurden.

Whisky kann aber auch Leben retten.

Während der Dreharbeiten zum Film «The African Queen» im Kongo erkrankte im Jahr 1951 die gesamte Crew schwer an Ruhr – einer Krankheit, mit der man sich infiziert, indem man beispielsweise kontaminiertes Wasser zu sich nimmt. Hauptdarsteller Humphrey Bogart hatte aber keinerlei Unwohlsein zu beklagen. Er hatte ausschliesslich Whisky getrunken.

Bill Wilson, Gründer der anonymen Alkoholiker, verlangte am Sterbebett nach Whisky.

Die zuständige Krankenschwester verweigerte es ihm.

Kanada untermauert seinen Territorialanspruch auf diese Insel mit einer Flasche Whisky.

Das ist Hans Island, eine unbewohnte Insel von etwa 1,25 km² Grösse, die genau auf der Grenzlinie zwischen der kanadischen Ellesmere Island und dem dänischen Grönland liegt, weshalb sowohl Dänemark als auch Kanada die Souveränität über die Insel für sich beanspruchen. Der Streit dauert bis heute an, wird aber auf sehr friedliche Art ausgetragen: Jährlich abwechselnd hissen die Nationen auf der Insel ihre jeweilige Fahne. Die Dänen hinterlassen dazu eine Flasche dänische Schnaps, die Kanadier eine Flasche kanadischen Whisky.

Mountain Dew war eigentlich dazu gedacht, mit Whiskey getrunken zu werden.

Bild: shutterstock

Aus der Angewohnheit der Gebrüder Ally und Barney Hartman aus Tennessee, ihren Whiskey mit Zitronen-Limetten-Limonade zu geniessen, entstand die Idee für das Süssgetränk Mountain Dew. Selbst der Markenname ist Hillbilly-Slang für schwarz gebrannten Schnaps.

Jemand bezahlte mal 74'000 Franken für eine einzelne Flasche Scotch – und trank sie gleich aus.

Am 24. May 2005 kaufte ein unbekannter Gast des Pennyhill Park Hotels im südenglischen Bagshot eine Flasche Dalmore 62 Single Highland Malt Scotch Whisky, eine von nur 12, die 1943 hergestellt wurden. 32'000 Pfund (damals 74'000 Franken) bezahlte er dafür – und ging flugs in sein Hotelzimmer, wo er die Flasche mit ein paar Kumpels austrank. 

Engel mögen Whisky.

Bild: shutterstock

In Fässern gelagerter Whisky verdunstet mit der Zeit. Okay, nicht sonderlich schnell. 2 Prozent jährlich, ungefähr. Dies wird als angel's share – «Engelanteil» – bezeichnet.

Und nun: 11 Drinks, die du garantiert falsch aussprichst

Video: watson/Oliver Baroni, Emily Engkent
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

13 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
aglio e olio
30.11.2018 14:12registriert Juli 2017
"Die zuständige Krankenschwester verweigerte es ihm."

MONSTER!
760
Melden
Zum Kommentar
avatar
Blitzmagnet
29.11.2018 12:32registriert Juni 2015
Und der dazugehörige Film Angels' Share sollte an der Stelle unbedingt empfohlen werden!
762
Melden
Zum Kommentar
avatar
Kaputnik
29.11.2018 12:10registriert Mai 2014
Sehr zu empfelen ist das Irish Whiskey Museum in Dublin. Nach einer grossartigen Führung gibt es eine noch bessere Whiskey Degustation 😋
622
Melden
Zum Kommentar
13
Sonnencreme ist nicht gleich Sonnencreme – die Dermatologin erklärt
Du stehst im Supermarkt vor dem Regal und weisst nicht, wie du dich zwischen den gefühlt 3877 Sonnencremes entscheiden sollst? Wir verraten dir, worauf du achten musst.

Sonnenschutzmittel sind das Thema der Stunde – gerade jetzt, wo sie am Himmel um die Wette strahlt, müssen wir uns vor der Sonne schützen. Bei so vielen Optionen und verschiedenen Inhaltsstoffen ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Wir haben deshalb mit einer Dermatologin gesprochen, die erklärt, worauf es bei der Sonnencreme ankommt.

Zur Story