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Musik, die in keine Schublade passt

Dida Pelled und ihre Band zogen die Zuhörer mit viel Leidenschaft im «Musig im Pflegidach» in ihren Bann
24.01.2019, 10:0725.01.2019, 16:12
Vanessa Meier

«Muri hat uns die Inspiration zu neuen Songs gegeben», so die 30-jährige Gitarristin zu Beginn ihres Konzertes. Begleitet wurde die warme, verspielte Stimme der gebürtigen Israeli von ihren Bandkollegen Yammi Wisler (Gitarre), Daniel Benhorin (Bass) und Yonatan Rasen (Schlagzeug). Fast zwei Jahre ist es her, seit die vierköpfige Band nach ihrem Auftritt im Pflegidach spontan ihren Flug gestrichen hatte, um ihren Aufenthalt in Muri zu verlängern. 

Dida Pelled - «Jack Nice»

An diese unvergessliche Zeit werden sie sich noch lange erinnern, denn dieser besondere Ort diente als Inspirationsquelle für ihre Musik, welche die Band am Sonntagabend voller Stolz dem begeisterten Publikum präsentierte.

Hinweis
Die Artikel in der Rubrik «Musig im Pflegidach» werden von Schülerinnen und Schüler der Kanti Wohlen im Rahmen ihres Deutschunterrichts verfasst.

Gefühle und Leidenschaft

Ob mit ihrer gefühlvollen Ballade über eine verflossene Liebe, oder einem Lied über ihre Fehler und Macken, die sympathische Sängerin gab den Zuhörern einen authentischen Einblick in ihr Privatleben. Die Inspiration nimmt sie aus ganz unterschiedlichen Momenten in ihrem Leben und versucht ihre Gefühle und Gedanken in ihren Songs zum Ausdruck zu bringen. 

Der Abend war von Leidenschaft und Harmonie geprägt – ein fliessender Übergang von träumerisch leichten Liedern, mit ausdrucksstarken Texten, bis zu wilderen Stücken, die das Publikum im Pflegidach zum Mitwippen brachten. Dabei spielten die vier Künstler in wunderbarem Einklang und jeder konnte in einem Solo seinen Gefühlen und seinem Können Bedeutung verleihen. So zum Beispiel Yammi Wislerer, der mit seinem emotionalen Mundharmonikasolo, für tosenden Applaus und ein Lächeln auf den Lippen der Zuhörer sorgte.

Willkommen zurück in Muri

Für besonders viel Begeisterung bei den Zuhörern sorgte das, von der Fasnacht Muri inspirierte Lied, welches sie vor zwei Jahren zusammen mit ihren Bandkollegen im Hotel Ochsen schrieb. Der schnelle Rhythmus, die kräftige Stimme und der aufgeheiterte Refrain, der für viele Lacher aus dem heimischen Publikum sorgte, harmonierten perfekt. «Ich weiss immer noch nicht was an der Fasnacht gefeiert wird, aber die Atmosphäre war einfach wunderbar», fügte sie lachend dazu.

Inspiration von allen Musikrichtungen

Sie entschied sich nie für eine bestimmte Musikrichtung, berichtete die Sängerin nach dem Konzert. Das Gefühl und die Nachricht hinter einem Lied seien für sie viel wichtiger. Im Alter von elf Jahren, begann Dida mit dem Musizieren und durchlebte viele verschiedene Phasen in ihrem Leben, die ihre Musik auf verschiedenste Arten prägten. Besonders experimentierfreudig zeigte sie sich, als sie in einer Ballade einen Rap-Part einbaute, für welchen sie mit einem begeisterten Applaus belohnt wurde. «Ich liebe es neue Musikrichtungen auszuprobieren und einfach drauflos zu spielen», ergänzte sie schmunzelnd als sich der Beifall legte.

Dida Pelled @ «Musig im Pflegidach» Muri

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Dida Pelled @ «Musig im Pflegidach» Muri
quelle: marin valentin wolf
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Kolumbianische Klänge von Hand erzählt
Marta Gómez übertraf mit Pianist Antonio Mazzei am Sonntagabend im Pflegidach jegliche Erwartungen des Publikums mit der selbst für die Musiker unerwarteten Kreation einer romantischen Atmosphäre.

Der Abend neigt sich dem Ende zu. Die Zuschauer sind berührt von den vorgängig gespielten Liedern der zweifachen Latin Grammy-Gewinnerin. Vor dem letzten Stück greift Marta Gómez zur Gitarre und beginnt sie zu stimmen. Ein erster Akkord erklingt, doch die Musikerin scheint verunsichert. Darauf folgt ein zweiter. Die Stirn in Falten gelegt schaut sie zu Antonio Mazzei, der spielbereit am Flügel sitzt, und sucht konzentriert nach dem richtigen Dreiklang.

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