DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Pawel Mamaev (rot eingekreist) und Alexander Kokorin (links) im Club Twiga in Monaco (02.07.2016).
Pawel Mamaev (rot eingekreist) und Alexander Kokorin (links) im Club Twiga in Monaco (02.07.2016).
bild: facebook.com/Twiga-Monte-Carlo

Schampus für 250'000 Euro: So dekadent feiern russische Fussballer nach ihrem EM-Debakel

06.07.2016, 08:45

Normalerweise muss für den Spott nicht sorgen, wer den Schaden schon hat. Russland schied an der Fussball-EM mit nur einem Punkt bereits nach der Vorrunde aus. Im letzten Spiel (0:3 gegen Wales) wollte keiner die Captain-Binde tragen. Derweil brachten russische Hooligans Schande über sich selbst, ihre Mannschaft und den Sport. Geht's noch schlimmer? Offenbar ja.

Russland ist empört über das Verhalten seiner zwei Nationalspieler Alexander Kokorin und Pawel Mamaev. Die beiden wurden am Samstag an einer Party im Szene-Club Twiga in Monaco gesehen, wo sie ausgelassen feierten. Wer so schlecht spielt, hat nichts zu feiern, so der Tenor in der Heimat.

Mamaew und Kokorin beim 1:2 gegen die Slowakei.
Mamaew und Kokorin beim 1:2 gegen die Slowakei.
Bild: Benoit Tessier/REUTERS

Gemäss dem russischen Newsportal life.ru bestellten sie 500 Flaschen Champagner der Marke Armand de Brignac à 500 Euro im stolzen Gesamtwert von einer Viertelmillion. Dazu baten sie den DJ, die russische Nationalhymne zu spielen. In den Sozialen Medien sind Bilder und Videos der Party aufgetaucht.

Gemäss russischen Medien wird das Ganze ein Nachspiel haben. Beide Spieler sollen von ihren Klubs (FC Krasnodar und Zenit St.Petersburg) in die zweite Mannschaft strafversetzt worden sein. Zudem werden sie mit einer Busse belegt.

Kokorin bestätigte gegenüber sports.ru, an der Party gewesen zu sein, bestreitet aber, den Champagner bestellt zu haben. Andere russische Gäste hätten einen Geburtstag gefeiert, so der 25-jährige Stürmer.

Unterstützung erhalten sie vom Besitzer des Clubs, Ex-Formel-1-Manager Flavio Briatore. Die beiden Fussballer hätten im Twiga gegessen und seien später in den Club gekommen, um eine Wasserpfeife zu rauchen.

«Es gab eine von Russen organisierte Privatparty im Twiga. Sie erkannten Kokorin und Mamaew und aus Respekt – sie waren Fans – schickten sie ihnen Champagner an den Tisch und baten unseren DJ, die russische Nationalhymne zu spielen. Dann wollten es ihnen andere russische Gäste gleich tun und schickten noch mehr Champagner, am Schluss hatten Kokorin und Mamaew den Tisch voller Flaschen. Das Beste an dieser Geschichte ist, dass die beiden nicht einmal Alkohol trinken.»
Flavio Briatore

Doch laut RT postete Mamaew bereits 2014 ein Video einer Party in Dubai auf Instagram, wo er ebenfalls teuren Champagner ausgab und die russische Nationalhymne spielen liess. Der Fussballer hat seinen Account inzwischen deaktiviert. 

Während viele Russen das Verhalten der Beiden als geschmacklos und unpatriotisch empfinden, erinnert der Medienchef des Ermittlungskomitees der Russischen Föderation mit einem Witz an die 0 Tore der beiden an der EM in Frankreich:

Autsch. Der hat gesessen. (kri)

Hooligans an der Fussball-EM 2016

1 / 9
Hooligans an der Fussball-EM 2016
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Bundesräte Parmelin und Cassis werden sich mit Joe Biden treffen

Bundespräsident Guy Parmelin und Aussenminister Ignazio Cassis werden sich am 16. Juni in Genf mit US-Präsident Joe Biden treffen. Das teilte Bundespräsident Guy Parmelin und das Weisse Haus in Washington am Donnerstag mit. Die Schweiz war als Ort für das erste Treffen zwischen Biden und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin gewählt worden.

«Ich freue mich auf den Austausch!», twitterte Parmelin am Donnerstagabend. Und weiter: «Die Schweiz und die USA verbinden enge, vielfältige …

Artikel lesen
Link zum Artikel