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Betreiber Alex Crivaro nervt es, dass Besucher vorglühen. bild: zvg

«Niemand spricht darüber»: Darum muss der beliebte «3.STOCK» in Aarau schliessen

Jetzt ist klar, wieso der «3.STOCK» in Aarau schliesst. Die Bar wurde Opfer einer gesellschaftlichen Änderung.

nadja rohner / schweiz am wochenende 



Letzte Woche kam die Schocknachricht für die Aarauer Ausgehfreudigen: Die Bar 3.STOCK in der Kronengasse schliesst, heute Abend wird zum letzten Mal gefeiert. Über das Warum wurde gerätselt – denn über schlechte Besucherzahlen konnte sich die Bar eigentlich nicht beklagen.

Nun äussert sich Betreiber Alex Crivaro erstmals öffentlich zu den Hintergründen. «Es ist ein gesellschaftliches Problem», sagt er. «Man sagt immer: Es braucht etwas für die Jungen. Aber niemand spricht darüber, dass sich deren Verhalten und Bedürfnisse massiv verändert haben.» Die «Jungen» gehen heute gerne an Home-Partys oder dann gleich an Grossveranstaltungen.

Insgesamt würden die Partygänger weniger trinken, weil sie mehr auf ihre Gesundheit schauen und Sport treiben, so der Barbetreiber. Und wenn sie trinken, dann erst mal zu Hause oder unterwegs, mit Alkohol vom Grossverteiler.

«In den letzten anderthalb Jahren haben wir das massiv gemerkt», sagt Crivaro. «Wir haben immer noch volles Haus, aber die Gäste kommen schon angetrunken. Wirtschaftlich rentiert das für uns natürlich nicht.» In den letzten Jahren hätten Crivaros andere Lokale – die Restaurants Signor Rossi und das Gasthaus Krone – den «3.STOCK» quersubventionieren müssen.

«Wenn sie beim Bahnhof-Coop trinken, müssten sie eigentlich auch dort tanzen und Abfall hinterlassen», sagt Crivaro. Der langjährige DJ bedauert: «Die Magie des Nachtlebens, wie sie unsere Generation noch kannte, ist nicht mehr da. Die Ausgehkultur hat sich grundlegend verändert. Es ist traurig, dass wir an den Wochenenden bis zu 300 Jugendliche auf der Gasse haben und trotzdem aus wirtschaftlichen Gründen schliessen müssen.»

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«Einen Traum erfüllt»

Dennoch blickt Crivaro auf «eine erlebnisreiche und erfolgreiche Zeit» zurück. «Als junge und dynamische Gastronomie-Unternehmer haben wir vor sieben Jahren den 3.STOCK eröffnet, mit der Absicht, eine coole und bewegte Location anzubieten.»

Die Zeit sei einerseits geprägt gewesen vom Erfolg, da die Bar bei den Feiernden gut ankam. Andererseits gab es stets Befürchtungen, die Bar schliessen zu müssen – aufgrund der Opposition durch Anwohner, die sich gestört fühlten. «Wir danken unseren treuen Gästen und den motivierten Mitarbeitenden, die diesen Traum über die vergangenen Jahre erfüllt haben.»

Diese Barkeeper-Typen kennt jeder

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dušan Nedeljković 03.09.2017 19:42
    Highlight Highlight Alle die wegen den hohen Preisen jammern, verstehen weder etwas von Gastronomie, Buchhaltung noch Betriebswirtschaft. Eine Bar/Club ist kein Coop/Migros.
  • DerElch 03.09.2017 16:18
    Highlight Highlight Trifft jetzt auf den 3. Stock nicht zu aber: inzwischen öffnen viele Clubs ja erst um 23 Uhr, vor 1 Uhr ist nix los. Logo glüht man da Zuhause vor, sonst pennt man ja weg, bevors losgeht. Meiner Meinung nach nicht unwesentlicher Aspekt wenn man die "Problematik" vorglühen durchleuchten bzw anprangern will
    • Dušan Nedeljković 03.09.2017 19:44
      Highlight Highlight Vorglühen war schon früher aktuell, es kann meiner Meinung nicht daran liegen. Betreffend Öffnungszeiten: früher war 22.00 üblich, kam aber keine Sau. Darum 23.00 Uhr. 23.00 bzw. 00.00 ist mittlerweile bei vielen Clubs auch ein Thema.
  • chnobli1896 03.09.2017 00:27
    Highlight Highlight Der Durchschnitts-Ausgangs-Mensch scheint nicht (mehr) bereit zu sein 15 CHF für einen Cuba Libre beim gebotenen Unterhaltungsprogramm zu bezahlen. Man hat dann als Barbesitzer in meinen Augen 3 Möglichkeiten:
    A) Kosten soweit senken (Unterhaltungsprogramm optimieren) um den Drink günstiger anbieten zu können
    B) Unique-Selling-Point finden um die hohen Getränkepreise rechtfertigen zu können
    C) Kopf in den Sand stecken, nichts verändern und in die Opferrolle schlüpfen

    Auf alle Fälle sollte man sich mit den neuen Rahmenbedingungen abfinden und sie so gut es geht akzeptieren...
  • acvodad 02.09.2017 23:40
    Highlight Highlight Ah sorry hab ich keine 20 stutz für einen drink
  • Lester McAllister 02.09.2017 22:38
    Highlight Highlight Jammert nur wegen den Preisen.
    Wer von euch ist den für vernünftige Mindestlöhne und wer wünscht sich Security im Ausgang, wer will gereinigte Sanitäranlagen in Ausgang?
    Und kommt nicht mit dem Abzockerargument, reich wird niemand mit diesen Clubs
  • Mandra 02.09.2017 22:11
    Highlight Highlight für einen gin-tonic 16.- hinblättern ist für die jungen halt nicht cool. ich verstehe die jungen. nicht jammern ihr lieben wirte, und schon gar nicht die schuld den gästen und kunden zu schieben. innovativ werden und lösungen suchen.
  • Madison Pierce 02.09.2017 21:25
    Highlight Highlight Die Zeiten ändern sich. Früher gab es Dancings, dann nannte man das Disco und änderte das Konzept etwas, heute heisst es Club. Die Kunden wollen immer mal etwas anderes, sonst hätten wir noch einen Pianisten an der Bar.

    Also nicht jammern, sondern das Konzept anpassen, damit es zur Kundschaft passt. Aktuell wäre das vielleicht ein Hipsterlokal.
  • BigMic 02.09.2017 19:37
    Highlight Highlight Bei den Preisen wudnert das noch Einen?
  • j0nas 02.09.2017 19:26
    Highlight Highlight Vorglühen lohnt sich doch auch für Barbetreiber. Nüchtern kauft sich doch kein Mensch einen Drink für 15.-
  • raphe qwe 02.09.2017 17:58
    Highlight Highlight Wenn ich es mir leisten könnte würde ich auch lieber in Bars trinken. Habe aber nicht das Geld jedes mal 80.- Stutz liegenzulassen.
  • Olf 02.09.2017 17:46
    Highlight Highlight Sie schliessen aus wirtschaftlichen Gründen, ich trinke aus wirtschaftlichen Gründen woanders. 14.- bis 18.- chf für einen GinTonic sind schon recht happig.
  • Pergjo 02.09.2017 17:10
    Highlight Highlight Naja, der 3. Stock war alles andere als beliebt.... teure Preis, kaum Platz und zu laute Musik. Da gehe ich lieber in die Garage oder ins Barracuda und krieg mein Bier für einen anständigen Preis und kann mich anständig unterhalten.
  • Tschaesu 02.09.2017 17:01
    Highlight Highlight "beliebt"
  • Pitsch Matter 02.09.2017 16:58
    Highlight Highlight Anstatt zu motzen hätte man auch mal ein bisschen Inovativ sein können.
  • jjjj 02.09.2017 16:48
    Highlight Highlight War schon immer so.
    Magisches Nachtleben ohne Vorglühen. Lol
    Wann war das? 1920?
    • Pitsch Matter 02.09.2017 19:39
      Highlight Highlight Vor 10 Jahren gab es noch nicht an jeder Ecke einen Coop Pronto. Wenn man Vorglühen wollte, musste man das planen und am Nachmittag einkaufen.
    • jjjj 02.09.2017 20:06
      Highlight Highlight Ach was... so ein quatsch. Der Denner hatte auch früher schon bis 19h offen...
    • jjjj 02.09.2017 20:07
      Highlight Highlight Und den Aperto gab es auch schon vor 15 Jahren...
  • Crazyscientist 02.09.2017 16:42
    Highlight Highlight Logisch wird vorgeglüht wenn ein Shot 10.- und ein Bier 12.- kostet. Sorry aber die Getränkepreise empfinde ich oft als Abzockerei, besonders wenn man auch noch Eintritt bezahlt.
  • skeeks 02.09.2017 16:37
    Highlight Highlight Kein Wunder, wenn ein Drink mehr als 10 Fr. kostet sowie ein Bier mehr als das doppelte kostet, als wenn man es im Coop kauft.
    • RickGrimes 02.09.2017 19:00
      Highlight Highlight doppelt würde ja noch gehen aber man zahlt ja das vier- oder nochmehr-fache
    • BigMic 02.09.2017 19:39
      Highlight Highlight 10.- für ein Drink??? Wo gibts denn sowas?
    • redeye70 02.09.2017 22:22
      Highlight Highlight Liegt aber sicher nicht nur an den Wirten. Schaut mal was für Pachten die abdrücken müssen! Die Gastronomie leidet doch allgemein unter den geldgeilen Immobilienhaien mit unverschämt hohen Pachten. Mit einer Bar oder Restaurant macht man kein grosses Geld mehr, wenn einem das Lokal nicht selbst gehört.
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Chaos im Pendlerverkehr ++ Bahnverkehr rollt wieder ++ Diverse Folgeverspätungen

Wegen einer Stellwerkstörung im Bahnhof Zürich Altstetten ist der Bahnverkehr im Raum Zürich seit acht Uhr morgens schwer beeinträchtigt. Zahlreiche S-Bahn-, aber auch Fernverkehrszüge nach Basel und Bern fielen aus.

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